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Lisa-Marie Wende studiert dual an der FOM Hochschule in Bremen

Morgens SOS-Kinderdorf, abends Hörsaal

29.10.2019 | Bremen

Nach ihrem „Freiwilligen Sozialen Jahr“ im SOS-Kinderdorf Worpswede war Lisa-Marie Wende klar: Kinder, Jugendliche und Familien unterstützen, die im Alltag auf Hilfe angewiesen sind – das ist genau das Richtige für sie. Seit gut einem Jahr arbeitet die 22-Jährige im SOS-Kinderdorf ­als Erziehungshelferin, parallel besucht sie zweimal wöchentlich das FOM Hochschulzentrum in Bremen – um sich bestmöglich für ihren Traumjob im sozialen Bereich zu qualifizieren. 

„Liest du uns eine Geschichte vor? Bitte, bitte!“, bettelt die kleine Anna*. Das blonde Mädchen sitzt auf Lisa-Marie Wendes Schoß, auch der 5-jährige Lukas* kuschelt sich an seine Betreuerin. „Aber gern doch“, sagt die gebürtige Achimerin und schnappt sich das Buch, das Anna ihr mit einem strahlenden Lächeln entgegenstreckt. Momente wie diese sind es, die Lisa-Marie Wende bestätigen: Ein praxisintegriertes Studium im Bereich der Sozialen Arbeit – das war die beste Entscheidung, die sie treffen konnte. „Ich wollte auf jeden Fall studieren, allerdings war mir ein Studium an einer ‚klassischen‘ Uni zu theoretisch ausgerichtet“, erzählt die 22-Jährige, während sie zur Lieblingsgeschichte der beiden Dorfkinder blättert. „Das duale Studium an der FOM und im SOS-Kinderdorf stellt für mich die ideale Kombination dar – so habe ich Theorie und Praxis direkt miteinander verknüpft.“

Lisa-Marie Wende: "Es macht mir Spaß, die Kinder bei ihrer Entwicklung zu begleiten." (Foto: SOS-Kinderdorf Worpswede)
Das Duale Studium stellt für Lisa-Marie Wende die ideale Kombination aus Theorie und Praxis dar. (Foto: SOS-Kinderdorf Worpswede)

Weitere Infos zum SOS-Kinderdorf Worpswede unter https://www.sos-kinderdorf.de/kinderdorf-worpswede. Ansprechpartnerin ist Simone Grannemann.

Lisa-Marie Wende studiert "Soziale Arbeit" (B.A.) an der FOM in Bremen, parallel lernt sie im SOS-Kinderdorf den Beruf der Sozialarbeiterin kennen. (Foto: SOS-Kinderdorf Worpswede)
Zurzeit ist der Einsatzort der dual Studierenden die stationäre Wohngruppe im SOS-Kinderdorf Worpswede. (Foto: SOS-Kinderdorf Worpswede)

Seit September 2018 studiert Lisa-Marie Wende den siebensemestrigen Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit (B.A.) im Abend-und Samstags-Studium. Parallel lernt sie im SOS-Kinderdorf den Beruf der Sozialarbeiterin kennen – zurzeit ist ihr Einsatzort die stationäre Wohngruppe in Worpswede. Hier begleitet Lisa-Marie Wende Kinder und Jugendliche durch den Alltag, unterstützt sie bei den Hausaufgaben, ist Ansprechpartnerin für kleine und große Probleme und erfährt alles über die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden. „Der Praxisanteil im SOS-Kinderdorf hilft mir sehr, die gelernten Inhalte des Studiums leichter zu verstehen“, so Wende. „Die Dozierenden der FOM kommen ebenfalls direkt aus der Praxis. Das spiegelt sich auch in den Kursinhalten wider.“ Neben der Nähe zu ihrem Wohnort im Bremer Umland sind es die kleinen Kurse, der Austausch mit Kommilitonen in Präsenzvorlesungen und die Betreuung durch Dozenten, die Lisa-Marie Wende überzeugt haben, ein Studium an der FOM aufzunehmen. 

„Können wir jetzt draußen spielen?“ fragt Anna am Ende der Erzählung. Lisa-Marie Wende hilft dem Mädchen dabei, in ihre Gummistiefel zu schlüpfen, dann geht es raus auf den Dorfspielplatz. Dass sie den Praxisteil ihres dualen Studiums beim SOS-Kinderdorf absolviert, ist kein Zufall: Direkt nach dem Abitur verbrachte Lisa-Marie Wende hier ihr „Freiwilliges Soziales Jahr“ und merkte schnell, dass sie im sozialen Bereich beruflich Fuß fassen möchte. Vor allem die familienorientierte Umgebung und die herzliche Atmosphäre innerhalb des Kinderdorfes gefallen der dual Studierenden: „Ich habe gerne Menschen um mich, sowohl privat als auch beruflich. Ich arbeite gerne im Team und es macht mir Spaß, die Kinder bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Zudem habe ich die Möglichkeit, von Kollegen aus der Praxis zu lernen.“ Während ihrer Ausbildungszeit durchläuft sie insgesamt sieben Praxisorte und lernt die verschiedenen Einsatzgebiete der sozialen Arbeit kennen. Von ihrem Arbeitgeber erfährt sie vor allem zeitliche Unterstützung: An Freitagen und Samstagen hat sie frei und kann sich ganz auf ihr Studium konzentrieren. Und nach dem Studium? Da möchte Lisa-Marie Wende als Sozialarbeiterin tätig sein – in welchem Bereich genau, wird sich im Laufe der kommenden Semester noch zeigen. „Komm, lass uns schaukeln“, ruft die kleine Anna. Jetzt ist erstmal Spielen angesagt.

*Namen geändert