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FOM Weihnachtsumfrage 2019

Nachhaltigkeit spielt beim Weihnachtseinkauf in Stuttgart kaum eine Rolle

Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielen beim Geschenkekauf vor Weihnachten nur eine untergeordnete Rolle. Überraschend ist vor allem, dass die jüngeren Generationen offenbar wenig Wert auf einen umwelt- und ressourcenschonenden Weihnachtseinkauf legen. Das ergab eine von der FOM Hochschule für Oekonomie & Management durchgeführte Umfrage unter bundesweit rund 62.000 Frauen und Männern zwischen 12 und 99 Jahren – in Stuttgart wurden knapp 1.800 Menschen dazu befragt.

Unter dem Oberbegriff „Nachhaltigkeit“ hatten die Forscher die Bedeutung von umweltfreundlichen Materialien (z.B. Holz statt Plastik), die Verwendung gesundheitsschonender Lacke und Farben, Ökosiegel, biologische Herstellung und die Recyclingfähigkeit von Produkten zusammengefasst. Auf die Frage, ob diese Kriterien Einfluss auf den Geschenkekauf ausüben würden, gaben 72 Prozent der 12- bis 22-jährigen Stuttgarterinnen und Stuttgarter an, dass dies für sie keine Rolle spiele. Bei der Generation Y (23-38 Jahre) waren es noch 62 Prozent, bei den 39- bis 54-Jährigen etwas mehr als die Hälfte (51 %). Nur 29 Prozent aller Befragten zwischen 12 und 99 Jahren gaben an, bei der Verpackung ihrer Geschenke auf umweltfreundliches Verpackungsmaterial zu achten.

20.11.2019 | Stuttgart

Was verschenkt die Landeshauptstadt Baden-Württembergs?

Die Hitliste der Geschenke ist 2019 im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant. Jeder zweite Einwohner verschenkt zu Heiligabend Gutscheine (52 %), gefolgt von Kosmetik (49 %), Konzert- und Theaterkarten (43 %), Spielwaren (42 %) und Büchern (39 %). Weit abgeschlagen liegen hingegen eher traditionelle Geschenke wie Wohnbedarf (18 %) oder Heimtextilien (15 %). Durchschnittlich beabsichtigt jeder Stuttgarter und jede Stuttgarterin rund 493 Euro für Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr auszugeben – damit liegen sie deutlich über dem Bundesdurchschnitt (rund 475 Euro).

 

Weihnachtseinkauf im Netz

Persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten sind die wichtigsten Informationsquellen für den Geschenkekauf (61 %), noch deutlich vor Social Media (28 %). Das Internet ist als Kaufplattform aber weiterhin angesagt: Bei den 23- bis 38-Jährigen geben sogar 85 Prozent der befragten Stuttgarterinnen und Stuttgarter an, die Bestellung im Internet zu tätigen.

Ältere Generation lässt sich Zeit

Der Generationenvergleich zeigt Unterschiede bei der Frage, wann Geschenke gekauft werden. Hier lässt sich das Ergebnis klar auf die Formel bringen: Je jünger, desto kurzfristiger vor Weihnachten wird eingekauft, und je älter, desto mehr Zeit für Auswahl und Kauf lassen sich die Befragten. So gehen viele junge Menschen erst in den letzten Tagen vor dem Fest auf Shoppingtour, die Babyboomer- und Silent-Generation hat dagegen zu diesem Zeitpunkt schon ihre Geschenke beisammen.

FOM Weihnachtsumfrage 2019 ifes Institut
Nur 29 Prozent aller befragten Stuttgarterinnen und Stuttgarter zwischen 12 und 99 Jahren wollen bei der Verpackung ihrer Geschenke auf umweltfreundliche Materialien wie zum Beispiel Recyclingpapier achten. (Foto: GettyImages/ASIFE)

Zur Studie

Die FOM Weihnachtsumfrage ist eine der größten Umfragen dieser Art in Deutschland. Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie und Statistik der FOM Hochschule beteiligten sich rund 30 Professorinnen und Professoren an der Untersuchung. Rund 5.600 Studierende befragten im Herbst 2019 in face-to-face-Interviews mit standardisierten Fragebögen bundesweit rund 62.000 Frauen und Männer im Alter von 12 bis 99 Jahren, quotiert nach Geschlecht und Alter.

Viele weitere Ergebnisse der Befragung sowie die komplette Studie finden Sie unter http://fom.de/weihnachtsbefragung2019 zum Download.