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#FOMSerie Studieren & Gründen: Naomi Jaguttis und Katrin Lech sagen Papierflut den digitalen Kampf an

FOM Studentinnen wollen mit Start-up „Bill.less“ das Belegwesen revolutionieren

Kassen- und Rechnungsbelege in Papierform? Im digitalen Zeitalter Schnee von gestern! Davon sind Naomi Jaguttis und Katrin Lech überzeugt. Die beiden 22-jährigen Studentinnen der FOM Hochschule in Stuttgart haben gemeinsam das Start-up „Bill.less“ gegründet. Das Ziel: Künftig sollen sämtliche Belege in einem digitalen Datenraum abgespeichert werden.

Kassen- und Rechnungsbelege sind nicht nur unpraktisch, sondern auch technologisch ein alter Hut. Wer kennt nicht die Situation, dass ein Beleg zerknüllt, unleserlich oder gar nicht mehr auffindbar ist? Ein Ärgernis vor allem dann, wenn Rückgabe- oder Umtauschrecht in Anspruch genommen werden soll. Aber auch die Papierflut, noch dazu mit chemisch behandelten Kassenzetteln, ist den Gründerinnen ein Dorn im Auge. Mangelnde Kostentransparenz - ein weiterer Faktor, denn wer sammelt schon gerne Papierbelege in einer Mappe, um einen Überblick über alle Ausgaben zu haben?

06.05.2019 | Stuttgart

Praktische App statt zerknüllter oder nicht auffindbarer Belege

Die Lösung: Eine App, auf die sämtliche Transaktionen – egal ob aus dem Supermarkt, von der Tankstelle, aus dem Reisebüro oder dem Online-Kauf – direkt übertragen werden. „Natürlich gibt es bereits Lösungen, die in eine ähnliche Richtung gehen. Doch unsere Vision ist es, Zwischenschritte wie das Abfotografieren von Belegen auszulassen und alle Daten komplett digital zu erfassen und zu speichern“, beschreibt Jaguttis die Grundidee.

Alles begann an der Stuttgarter FOM Hochschule, an der sich Naomi Jaguttis und Katrin Lech beim Bachelor-Studium „Business Administration“ bzw. „Wirtschaftspsychologie“ kennenlernten. „Wir haben schnell gemerkt, dass wir beide auf derselben Wellenlänge sind“, so Naomi Jaguttis, „dass wir beide ehrgeizige Studentinnen mit viel Power für die eigenen Ziele sind“. Neben Vollzeit-Job und berufsbegleitendem Studium tüftelten sie auch abends und am Wochenende an „Bill.less“.

Nächstes Ziel: Beim „Female Founders Cup“ im Elevator Pitch bestehen

Nicht nur die Idee steht, auch die eigene Homepage ist schon online und von mehreren Seiten kommen positive Signale. Jetzt wird es für die beiden Gründerinnen ernst: Das Unternehmen muss noch formal gegründet werden. Und kurzfristig dreht sich alles um die Teilnahme am Elevator Pitch des Baden-Württembergischen Wirtschaftsministeriums. Am 17. Mai treten bei der IHK Stuttgart zehn Start-ups im „Female Founders Cup“ an, um ihre Idee zu präsentieren. Bis zum 10. Mai, 12 Uhr, erfolgt die Qualifikation für den Pitch im Rahmen einer Online-Abstimmung. Insgesamt 38 Gründer-Teams haben ihren Hut in den Ring geworfen, um einen der begehrten Plätze zu ergattern.

FOM Stuttgart Startup bill.less #FOMGründer
Naomi Jaguttis und Katrin Lech sagen Papierflut den Kampf an (Foto: privat)

„Wir hoffen natürlich, dass wir unter den 10 Finalisten sein werden und die Gelegenheit bekommen, unsere Idee vor einer fachkundigen Jury zu präsentieren“, so Naomi Jaguttis. Das Preisgeld oder die Platzierung spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. „Noch stehen wir ganz am Anfang, wollen einfach Kontakte gewinnen und unsere Idee weiterverfolgen. Wir sind sehr gespannt, wie sich alles entwickelt“, betont die 22-Jährige.