28.01.2019 | Bremen

#FOMSerie - FOM Student gibt Motivationstipps

„Belohnung muss sein“

Ein leckeres Essen, frische Luft oder Serien auf dem Tablet schauen – Motivations- und Belohnungsprinzipien im Studium sind genauso individuell und wichtig wie Lernstrategien. Mit welchen Strategien es dem Bremer FOM Student Marcel Gabor gelingt, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren und welche Schlüsse er dafür sogar aus der Finanzmathematik ziehen konnte, erklärt er im Interview. Außerdem verrät der 33-Jährige, wie er sein Belohnungsprinzip vom Studium auf den Berufsalltag übertragen hat.

FOM Student Marcel Gabor spricht über seine Motivationstipps (Foto: Privat)
FOM Student Marcel Gabor spricht über seine Motivationstipps (Foto: Privat)

Welche Rolle spielt Motivation für Ihr Studium?
Schon bei der Wahl meines Studiengangs war Motivation eine Entscheidungshilfe. Beim Master entschied ich mich für Wirtschaftspsychologie, weil ich das Thema auch privat interessant und spannend finde. Die damit verbundene Grundmotivation war letztlich schon die halbe Miete. In Phasen in denen mir Themen weniger Spaß gemacht haben, hat mir ein konkreter Tagesablauf sehr geholfen: An drei bis vier Tagen pro Woche war ich nach der Arbeit zunächst beim Sport, um den Kopf vom Alltag freizubekommen. Danach habe ich etwa anderthalb Stunden gelernt, während meine Partnerin das Abendessen zubereitete und umgekehrt. Beim Essen selbst und danach konnten wir dann immer gemeinsam abschalten.

Wie schaffen Sie es, sich beim Lernen zu motivieren?
Wenn ich keinen Anreiz habe, schiebe ich das Lernen vor mir her oder mache es nur halbherzig. Daher habe ich mir angewöhnt, bei jedem Thema einen für mich praktischen Nutzen zu suchen. Das fällt mal leichter und mal schwerer. Bei Finanzmathematik war es so, dass ich wusste, dass ich in einigen Jahren eine Wohnung als Anlageobjekt erwerben möchte. Sich deshalb mit diesem Thema frühzeitig zu beschäftigen und beim Lernen nebenbei schon mal den eigenen Nutzen durchzurechnen, war nur logisch und damit Ansporn genug für mich.

Wie belohnen Sie sich?
Belohnung muss sein! Das kann für mich ein leckeres Abendessen, ein Kinobesuch oder ein Spaziergang an der frischen Luft sein. Solche kleinen und großen Anreize führen bei mir dazu, dass ich mich immer wieder auf etwas freuen kann und nicht das Gefühl habe, erst in ferner Zukunft von meinem Einsatz zu profitieren. Gleichzeitig helfen mir bewusst gesetzte Pausen, immer wieder neue Energie zu tanken.

Lässt sich dieses Belohnungsprinzip auch auf den Beruf übertragen?
Wunderbar sogar. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, mir nach jeder weniger interessanten Tätigkeit kleine Belohnungen zu gönnen. Vom Lesen eines interessanten Online-Artikels bis hin zu einem Stück Schokolade. Aber auch im Team belohnen wir uns ganz bewusst: Als wir dieses Jahr einen neuen Umsatzrekord erzielt haben, gab es ein großes Team-Frühstück mit allem, was das Herz begehrt. So etwas finde ich wichtig.

Teil 1: Marcel Gabor gibt Finanzierungstipps rund ums Studium.

Teil 2: Hier spricht er über seine Lernstrategien.