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Unternehmerfrühstück in Dortmund

Wie sind Generation Y & Z zu führen?

Was sind die Merkmale der Generationen Y und Z? (Foto: iStock/AnonioGuillem)

Sie wollen Spaß. Sie werden beschützt von Helikopter-Eltern. Sie leben in einer Feedback-Kultur und müssen mit Sicherheit und Kontrolle belohnt werden. Nur ein paar Merkmale, die die Generationen Y oder Z ausmachen. Doch: Wie sind diese jungen Generationen eigentlich zu führen, damit Unternehmen weiterhin erfolgreich sind?  Das erfuhren die Teilnehmenden des Unternehmerfrühstücks der Wirtschaftsförderung Dortmund jetzt am FOM Hochschulzentrum in der Lissaboner Allee.

Der Generationenwandel verändert die Arbeitnehmerwelt grundlegend. Die Belegschaft wird heterogener – in ihren Qualifikationen, ihren Arbeitsweisen, ihren Ansprüchen an den Arbeitgeber, ihren Wünschen hinsichtlich einer Work-Life-Balance. Die FOM Hochschule war Gastgeber des Dortmunder Unternehmerfrühstücks zum Thema „Führung von jungen Mitarbeitern: Generation Y & Z“. Der Professor für Handel und Marketing und Unternehmensberater Dr. Claudius Schmitz gab in seinem Vortrag Tipps zur Führung junger Generationen:

16.04.2019 | Dortmund

Merkmale der Y-Generation

  • 1980er bis 1990er geboren.

  • Besitztum hat weniger Wert, sie teilt Autos und andere Dinge.

  • Sie lebt im Netzwerk, sie teilt Wissen.

  • Sie wird beschützt von Helikopter-Eltern.

  • Sie ist erlebnisorientiert, will sich selbst finden.

  • Sie lebt in einer Feedback-Kultur.

Merkmale der Z-Generation

  • 1997 bis 2012 geboren.

  • Sie definiert sich über materiellen Besitz - besitzt bereits in der Grundschule Smartphones.

  • Sucht keine langfristige Bindung - weder zum Unternehmen noch zu anderen Gruppierungen.

  • Sie arbeitet gerne alleine im eigenen Büro.

  • Sie ist zwischen fünf und sieben Stunden online - sie lebt im Netz.

  • Realismus statt Optimismus.

Prof. Dr. Schmitz fasst zusammen: „Die beiden Generationen haben gegensätzliche Wünsche im Job. Während die Generation Y flexible Arbeitszeiten bevorzugt, in einem „Open Office“ mit variabler Entlohnung und Work-Life-Blending, wünscht sich Generation Z feste Arbeitszeiten mit eigenem Schreibtisch, Festvergütung und Work-Life-Separation“.

70 Unternehmensvertreter besuchten die Veranstaltung. Christian Kwiatkowski, Geschäftsleiter der FOM Dortmund: „Der Vortrag war interessant, witzig und alle waren sehr gespannt bei der Sache!“

Führung der Y-Generation

  • Sie akzeptiert Open Space offices, braucht Transparenz.

  • Sie arbeitet gerne im Netzwerk - Zugang ermöglichen.

  • Sie will sich im Job verwirklichen - gerne auch am Abend.

  • Abwechslung sollte geboten werden - Job rotation/Job enrichment.

  • Sie will experimentieren - Entfaltungsmöglichkeiten ermöglichen.

  • „Work-Life-Balance“ bieten.

  • Sie braucht regelmäßiges Feedback.

  • Sie akzeptiert Führungskräfte mit Wissen und Erfahrung.

  • Mit immateriellen Statussymbolen belohnen - Wertschätzung und Kritik.

Führung der Z-Generation

  • Sie arbeitet gerne im Netzwerk - Zugang ermöglichen.

  • Sie arbeitet „9 to 5“ - „Work-Life-Separation“ mit klaren Aufgaben bieten.

  • Sie braucht viel Instruktion und Feedback.

  • Führungskräfte müssen sagen, wo es langgeht.

  • Mit Sicherheit und Kontrolle belohnen.

  • Mit kollegialen Freundschaften führen - Teams müssen schmackhaft gemacht werden.

  • Arbeit in interdisziplinären und altermäßig durchmischten Gruppen.

Rund 70 Unternehmensvertreter erfuhren an der FOM in Dortmund mehr zum Thema Führung von jungen Mitarbeitern (Foto: FOM)