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14.08.2017 | Bremen

„Wer führen will, muss zuhören“

Aktives Zuhören als Führungskompetenz

Rund 50 Interessierte kamen Anfang August in das Bremer FOM Hochschulzentrum, um sich über „Aktives Zuhören“ als Führungskompetenz zu informieren. Marketingexperte und FOM Dozent Rolf Siepmann erläuterte, warum erfolgreiche Kommunikation auf aktivem Zuhören basiert und wie diese Eigenschaft im Alltag angewendet werden kann.

FOM Dozent Rolf Siepmann spricht über die Fähigkeit des Aktiven Zuhörens (Foto: FOM / Martin Rospek)
FOM Dozent Rolf Siepmann spricht über die Fähigkeit des Aktiven Zuhörens (Foto: FOM / Martin Rospek)

Das Modell des Aktiven Zuhörens wurde in den 60er Jahren von dem amerikanischen Psychologen Thomas Gordon entwickelt. Laut Siepmann ist es zweierlei: „Eine Einstellungssache und eine Technik, die sich jeder und jede aneignen kann, um die zwischenmenschliche Kommunikation nicht nur im Beruf, sondern auch im privaten Umfeld zu verbessern.“

Die Fähigkeit aktiv zuhören zu können, unterscheide kompetente Führungskräfte von weniger kompetenten. Aktives Zuhören bedeute das gesprochene Wort seines Gesprächspartners umfassend verstehen zu wollen. „Chefs die aktiv zuhören, erfahren mehr über ihre Mitarbeiter und ihre Motive“, so der FOM Dozent.

Ein häufiger Fehler sei, sich nicht ernsthaft interessiert dem Anderen zu widmen, sondern gleich bei erster Gelegenheit von sich selbst als Maßstab aller Dinge zu erzählen, gute Ratschläge zu erteilen oder Bewertungen zu geben. Das Problem des schlechten Arbeitsklimas in vielen Unternehmen entstehe dadurch, dass die derzeit in Führungspositionen hereinwachsenden Manager aus der sog. „Generation ICH“ kommen. Aktives Zuhören beginne schon mit der körpersprachlichen Zuwendung und dem Sich-Selbst-Zurücknehmen in Gesprächen.