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07.07.2015 | Berlin

Aktuelles

Ein Muss für Marika Rothenberger: Lebenslanges Lernen

Marika Rothenberger nutzt für ihre berufliche Weiterbildung gern die Crash-Variante: Erst absolviert sie an den Wochenenden eine achtmonatige Ausbildung zur Büro- und Personalfachkauffrau (IHK) inklusive Ausbildereignungsprüfung in Köln. Dann studiert sie berufsbegleitend International Management an den FOM Hochschulzentren in Bonn und Berlin. 2015 wird die 50-Jährige ihr Studium mit dem Bachelor-Titel abschließen.

Marika Rothenberger

Die Entscheidung für das lebenslange Lernen traf Marika Rothenberger sehr bewusst, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Nach einem sozialwissenschaftlichen Studium, das sie nicht abgeschlossen hat, war sie im Bürobereich und im Marketing in der freien Wirtschaft tätig. Irgendwann stellte sie sich die Sinnfrage und suchte ab 1999 gezielt nach einer entsprechenden Tätigkeit. So landete sie in Stuttgart beim Diakonischen Werk der EKD in der Spendenbuchhaltung und wechselte bald aufgrund ihrer guten Englisch- und Französischkenntnisse in die Diakonie Katastrophenhilfe als Fremdsprachensekretärin.

2001 zog sie mit ihrem Arbeitgeber, der mit weiteren Organisationen zum Evangelischen Entwicklungsdienst fusioniert war, nach Bonn um und arbeitete im Bereich internationale Personalvermittlung. 2012 ging es aufgrund der Fusion mit dem Diakonischen Werk der EKD weiter nach Berlin. Da der Umzug absehbar war, hat sich Marika Rothenberger für ein Studium an der FOM entschieden. „Durch die deutschlandweiten Hochschulzentren kann man sein Studium trotz Umzugs problemlos fortsetzen. Das hat wirklich reibungslos funktioniert.“ Und sich bereits ausgezahlt: Statt Personalsachbearbeiterin ist sie jetzt bei Brot für die Welt Personalreferentin in der Abteilung Internationale Personaldienste.

„Ich finde es wirklich positiv, dass es heute organisatorisch so gut möglich ist, neben dem Beruf zu studieren“, stellt sie fest. Die FOM bietet dafür beispielsweise verschiedene Studienzeitmodelle. Marika Rothenberger entschied sich, zwei bis drei Mal in der Woche nach der Arbeit von 18:00 bis 21:15 Uhr zu studieren. Die Wochenenden sind für's Lernen – allein und mit Kommilitonen – sowie für den Ausgleich reserviert.

„Wenn man sich für ein Studium neben der Vollzeitstelle entscheidet, muss man sich schon über die Belastung im Klaren sein: Es bleibt kaum freie Zeit und eigene Hobbys ruhen weitgehend.“ Das stellt Marika Rothenberger ganz unaufgeregt fest. Zum Ausgleich braucht sie vor allem Ruhe: spazieren gehen, klassische Musik hören, schlafen. „Wichtig ist, dass man die Familie und auch den Freundeskreis vorher darauf einstellt, dass man einfach wenig Zeit für gemeinsame Unternehmungen haben wird.“

Unter den Studierenden an der FOM in Berlin ist Marika Rothenberger sowohl durch ihre Tätigkeit im gemeinnützigen Bereich als auch durch ihr Alter etwas Exotisches. Die meisten Studierenden kommen aus Unternehmen mit profitorientierten Zielen und „könnten meine Kinder sein.“ Sie schmunzelt ein bisschen und geht gleich darüber hinweg, weil das keine große Rolle spielt. „In den Vorlesungen und in unseren Lerngruppen herrscht immer eine sehr nette Atmosphäre. Die gemeinsame Fragestellung steht im Mittelpunkt. Das ist unabhängig vom Alter.“

Auch beim Lernen hat sie keine Probleme festgestellt. Im Gegenteil: Durch ihre Erfahrungen und ihr breit gefächertes Vorwissen fällt es ihr sogar leichter als den Kommilitonen, weil sie anknüpfen kann. „Seinen Lernrhythmus zu finden ist vermutlich schwerer für jemanden, der nicht in der Routine steckt.“

Jetzt sitzt Marika Rothenberger an der abschließenden Bachelor-Arbeit. Es soll um „Microfinance“ gehen, was wiederum wunderbar an ihre Tätigkeit bei Brot für die Welt anknüpft. Ohnehin kann sie ihr im Studium erworbenes Wissen bereits im Job anwenden – zum Beispiel im Bereich Projektmanagement: Ihr Arbeitgeber will eine Unternehmenssoftware einführen, und Marika Rothenberger ist gleich in der Projektkoordination gelandet.