• FOM
  • 2021
  • September
  • Studium an der FOM Hochschule bei Pflegedienstpersonal sehr beliebt

Studium an der FOM Hochschule bei Pflegedienstpersonal sehr beliebt

Nadine Witt hängte Bankjob an den Nagel und wechselte in die Altenpflege

Vom Bankschalter in den Pflegebereich: Nadine Witt wollte etwas Sinnstiftendes tun und wagte genau diesen Schritt. Von der Praktikantin in der Altenpflege ist die 45-Jährige in nur wenigen Jahren zur Abteilungsdirektorin bei der Gesellschaft für Dienste im Alter (GDA) aufgestiegen. Eine steile Karriere, die sie zusätzlich zu ihrem berufsbegleitenden Bachelor-Studium in Gesundheits- und Sozialmanagement an der FOM Hochschule in Hannover gemeistert hat – oder gerade deshalb.

06.09.2021 | Hannover

„Meine Arbeit in der Bank war zwar sehr solide, aber letztlich auch ziemlich ernsthaft und monoton“, erzählt Witt. „Ich habe mich viel mehr nach einer Arbeit gesehnt, mit der ich etwas Gutes tue. Die Mutter meines damaligen Freundes hat mir dann ein Praktikum in ihrem Betrieb in der Altenpflege angeboten.“ Schnell merkte Witt, dass die neue Arbeit ihr Spaß machte, die älteren Menschen viele spannende Geschichten zu erzählen hatten und trotzdem von der Gesellschaft zu wenig Wertschätzung erfuhren – also blieb sie. Einem Aufstieg zur Einrichtungsleiterin und einem Arbeitgeberwechsel zur GDA, wo Witt zunächst als Fachberaterin in der Abteilung Care arbeitete, sollte 2021 der nächste Karriereschritt folgen: Die damalige Abteilungsdirektorin verkündete ihren baldigen Ruhestand – eine Nachfolgerin wurde gesucht. Die Wahl fiel auf Witt. Seitdem verantwortet sie den gesamten pflegerischen Bereich, von ambulanter und stationärer Pflege bis zur Tagespflege, an zehn Standorten.

Präsenzstudium überzeugt mit Struktur und sozialen Kontakten

„Ich hatte allerdings das Gefühl, dass ich zu dem Zeitpunkt, für die Position noch gar nicht genug wusste. Deshalb sagte ich: Ja okay, dann studiere ich vorher aber noch“, erzählt sie. Das berufsbegleitende Präsenzstudium an der FOM war für die Hannoveranerin genau das Richtige. Zuvor hatte sie es bereits mit einem Fernstudium versucht. „Das ließ sich aber nur sehr schwer mit meinem Dienst in der Einrichtung vereinbaren“, erzählt sie. Mit den festen Studienzeiten freitags und samstags an der FOM funktionierte es besser. „Ich persönlich brauchte schlichtweg die Struktur mit den konkreten Terminen, zu denen ich in der Hochschule sein musste. Wenn man Job und Studium unter einen Hut bringen muss, gibt das durchaus Orientierung. Außerdem sind vor Ort auch enge Bindungen zu den Studierenden entstanden.“

Dass viele von ihnen eine ganze Ecke jünger waren als Witt, spielte dabei keine Rolle. Im Gegenteil: Die Absolventin erinnert sich an viele schöne Begegnungen und Anekdoten. „Einmal sollten wir im Seminar Zweiergruppen bilden und uns gegenseitig persönliche Fragen stellen, die man Fremden normalerweise nicht stellt. Ich war damals die älteste Teilnehmerin im Kurs und mit dem Jüngsten der Gruppe in einem Team. Er fragte mich dann, ob ich schon verheiratet sei. Und ich fragte ihn, ob er noch bei seinen Eltern wohne“, erzählt sie lachend.

GDA und FOM: Gute gemeinsame Erfahrungswerte

Die engen Freundschaften, die während der Zeit entstanden sind, reichen sogar weit über das Hochschulleben hinaus. Viele von Witts ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen arbeiten ebenfalls bei der GDA – so läuft man sich auch beruflich regelmäßig über den Weg. „Die GDA hat in der Vergangenheit schon zahlreiche gute Erfahrungen mit der FOM gemacht. Deshalb gibt es viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich für ein berufsbegleitendes Studium an der Hochschule entscheiden. Neben mir haben zum Beispiel ein Verwaltungsleiter aus Hannover, eine Verwaltungsleiterin aus Waldhausen und viele weitere GDA-Kolleginnen und Kollegen an der FOM studiert“, erzählt sie.

FOM Absolventin Nadine Witt tauschte ihren Job in der Bank gegen die Altenpflege, (Foto: Nadine Witt).
FOM Absolventin Nadine Witt tauschte ihren Job in der Bank gegen die Altenpflege, (Foto: Nadine Witt).

Witt selbst ist seit Juli 2021 fertig mit dem Studium und damit frisch gebackene Bachelor-Absolventin des Gesundheits- und Sozialmanagements. Bleibt die Frage: Wie geht es jetzt weiter? „Ich würde schon gerne noch ein Master-Studium an der FOM dranhängen. Vielleicht nach einer Pause. Aber die darf nicht allzu lang sein. Denn jetzt bin ich gerade im Lernfluss. Wenn ich zu viel Zeit vergehen lasse, müsste ich das Lernen erst nochmal komplett neu lernen“, erklärt sie.

Es lohnt sich: Trotz Spagat zwischen Studium und Arbeit in der Pflege

Kling, als wäre der Spagat zwischen Studium und Arbeit recht anstrengend? „Das stimmt, aber ich habe es ja für mich gemacht“, sagt Witt. Und einen freien Kopf gibt es für sie mehrfach täglich: Immer dann, wenn sie mit ihren beiden Hunden draußen unterwegs ist. Für Witt der perfekte Ausgleich. Und nicht zuletzt bleibt bei alledem der Gedanke an die Sinnhaftigkeit ihres Berufs. Das Fazit ihres Werdegangs abseits des ursprünglich eingeschlagenen Weges, mit Abstecher über die FOM Hochschule, lautet deshalb: Es hat sich gelohnt!