15 Jahre FOM Hochschule in Nürnberg

„Die Studierenden von heute sind noch genauso wissenshungrig wie damals unser erster Jahrgang“

Von 67 auf nahezu 2000 Studierende in 15 Jahren. Als die FOM Hochschule im September 2006 ihre Pforten am Nürnberger Prinzregentenufer öffnete, hatten sich 67 Berufstätige in einem von damals vier angebotenen Studiengängen eingeschrieben. Beim Umzug des Hochschulzentrums in die Zeltnerstraße 2010 hatte sich diese Zahl längst vervielfacht: Heute studieren fast 2000 Berufstätige und Auszubildende an der Nürnberger FOM. Prof. Dr. Harald Kupfer, wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter und seit der ersten Stunde in Nürnberg mit dabei, fasst diese Entwicklung so zusammen: „Nach ein paar Jahren der Aufbruchsstimmung ist unsere Nürnberger FOM erwachsen geworden und hat sich zu einer festen Größe in der regionalen Bildungslandschaft etabliert.“

09.09.2021 | Nürnberg

Familiäre Atmosphäre

Gern erinnert sich Kupfer, der Allgemeine BWL und Personalmanagement lehrt, an die frühen Nürnberger FOM Jahre zurück. „Wir hatten damals zu zweit zwar nur ein kleines Büro, aber wir kannten all unsere Studierenden persönlich beim Namen.“ Dies sei bei der heutigen Anzahl an Studierenden leider nicht mehr möglich, bedauert Kupfer. „Die Bandbreite unseres Studienangebotes ist größer geworden, unser Team aus Lehrenden, Studienberatung, Veranstaltungsmanagement und Empfang vor Ort ist parallel dazu ebenfalls gewachsen. Am Hochschulzentrum haben wir aber bis heute unsere familiäre Atmosphäre beibehalten. Innerhalb des FOM Teams helfen wir uns gegenseitig und springen füreinander ein – nur so können wir unsere Studierenden bestmöglich in ihrem Studium begleiten und unterstützen.“

Bessere Zugangsmöglichkeiten zum Studium

Prof. Dr. Harald Kupfer, wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter und Lehrender der ersten Stunde an der FOM in Nürnberg (Foto: Mike Henning)

Dass die Zahl der berufsbegleitend Studierenden in den vergangenen 15 Jahren in der Metropolregion deutlich angestiegen ist, wundert den Personal-Experten nicht. Professor Kupfer: „Anders als früher sind die Zugangsmöglichkeiten zur Hochschule heute vielfältiger. Auch ohne Abitur können Bildungsinteressierte mittlerweile studieren, wenn sie eine abgeschlossene Ausbildung haben und über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung verfügen. Zudem ist das Angebot berufsbegleitender Studiengänge vor allem deshalb interessant, weil Studierende in ihrem Job weiterarbeiten und während des gesamten Studiums Geld verdienen können.“

Neue Geschäftsideen und Existenzgründungen

Auf die Frage, ob ihm bestimmte Absolventinnen und Absolventen besonders im Gedächtnis geblieben seien, antwortet Kupfer: „Besonders imponiert haben mir Studierende, die während ihres Studiums tolle Geschäftsideen entwickelt und sich damit selbständig gemacht haben. Und dann gibt es immer welche, die in dem, was sie beruflich tun, bereits sehr erfolgreich sind, die aber strukturell bedingt einen akademischen Abschluss brauchen, um weiterzukommen. Die sind meist besonders engagiert, zielstrebig und gut.“

Das 15-jährige Bestehen des Nürnberger Hochschulzentrums ist auch für das FOM Team ein Grund zur Freude (Foto: FOM).

Zukunft des berufsbegleitenden Präsenzstudiums

Für die kommenden 15 Jahre sagt der wissenschaftliche Gesamtstudienleiter der FOM in Nürnberg eine ähnlich spannende Entwicklung voraus. „Durch neue Angebote staatlicher und privater Hochschulen in der Region wird der Wettbewerb ebenso steigen wie durch die Entwicklung rein digitaler Studiengänge, auch an der FOM, aber ich bin davon überzeugt, dass unser Modell des berufsbegleitenden Präsenzstudiums ein Erfolgsmodell bleiben wird. Wir erleben in unseren Hörsälen, wie wichtig es ist, in einer Gemeinschaft zu lernen, von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren und den eigenen Horizont durch die Einbindung anderer Erfahrungen und Blickwinkel zu erweitern.“ Die Corona-Pandemie habe durch die Einführung virtueller Lehrveranstaltungen noch einmal sehr deutlich den Vorteil von Präsenzlehre aufgezeigt, so Kupfer. „Jetzt, da wir in kleineren Gruppen wieder in Präsenz lehren dürfen, zeigt sich täglich aufs Neue, dass die Studierenden von heute noch genauso wissenshungrig sind wie damals unser erster Jahrgang. Das wird sich sicher auch in Zukunft nicht ändern.“