• FOM
  • 2021
  • November
  • FOM Weihnachtsstudie 2021: In München sind die Ausgaben für Geschenke höher als jemals zuvor

FOM VerhaltensRadar: Weihnachtsstudie zeigt, dass in München die Vorfreude den erwarteten Stress überwiegt

Ausgaben für Geschenke höher als jemals zuvor

Die aktuelle Weihnachtsstudie der FOM Hochschule belegt: In München sehnen sich die Menschen nach Normalität, freuen sich auf die (Vor-)Weihnachtszeit und planen, Familienangehörige und Freunde reichlich zu beschenken. Nach fast zwei Jahren coronabedingter Einschränkungen möchten die Münchnerinnen und Münchner in diesem Jahr so viel für Weihnachtsgeschenke ausgeben wie nie zuvor – und deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt. Die Mehrheit plant, im stationären Handel einzukaufen. Für die Weihnachtsstudie haben Studierende der FOM Hochschule in München 2.211 Menschen interviewt.

22.11.2021 | München

Männer geben mehr aus als Frauen

Für den Kauf von Weihnachtsgeschenken planen die Befragten in der Landeshauptstadt durchschnittlich rund 584 Euro ein – das sind 62 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt. Männer (Ø 602 €) sind in diesem Jahr deutlich spendabler als Frauen (Ø 564 €). Zum Vergleich: 2020 lagen die durchschnittlichen Ausgaben der Münchner für Weihnachtsgeschenke bei rund 502 Euro, 2019 betrug dieser Wert 505 Euro. „Wir gehen davon aus, dass sowohl die Vorfreude auf das Weihnachtsfest als auch die Sorge vor weiteren Preiserhöhungen den Konsum in der Vorweihnachtszeit deutlich steigern wird“, so Prof. Dr. Oliver Gansser, wissenschaftlicher Leiter der FOM Weihnachtsstudie.

Keine Angst mehr vor vollen Geschäften

Beim Kauf der Geschenke fühlen sich die Münchner Bürgerinnen und Bürger offenbar wieder sicherer: Im Gegensatz zum Vorjahr steht für die Mehrheit der Befragten die Möglichkeit, Geschenke offline zu kaufen, wieder an erster Stelle. So gaben 66 Prozent an, das Shoppen im stationären Handel als wichtig zu empfinden. 57 Prozent hingegen wollen Weihnachtsgeschenke online erwerben. Dagegen kauft nur etwas mehr als ein Viertel der Münchnerinnen und Münchner (27%) Präsente auf dem Weihnachtsmarkt.

Kleidung, Bücher, Parfüm und Feinkost beliebter als Infotainment-Produkte

Ob es an Lieferengpässen für technische Geräte liegt oder an einer Rückbesinnung auf traditionelle Werte und Geschenke mit persönlichem Touch: Besonders häufig möchten die Interviewten in diesem Jahr Kleidung, Schuhe und Accessoires (55%), Bücher (55%), Kosmetik und Parfüm (54%), Essen Getränke und Feinkost (49%) sowie Artikel aus dem Bereich Spielwaren/Gaming (47%) verschenken. Weit abgeschlagen in der Geschenke-Hitliste liegen dagegen Smart Home- und Infotainment-Produkte (jeweils 11%). Selbst Gutscheine und Bargeld – vor der Pandemie noch beliebte Weihnachtsgeschenke – finden in diesem Jahr nur noch in 33 bzw. 29 Prozent einen Platz unter dem Weihnachtsbaum. 

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 3.338 FOM Studierende bundesweit über 36.000 Menschen in persönlichen Interviews, quotiert nach Geschlecht und Alter. Die komplette Studie zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsstudie2021

Foto: AdobeStock/Kalim

Große Vorfreude, geringe Sorge vor Stress

Trotz oder gerade wegen Corona: Die deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmenden zeigt mit Blick auf die Weihnachtszeit eine positive Einstellung. 88 Prozent der Münchner Befragten freuen sich darauf, Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen, 80 Prozent beschenken andere Menschen gern, nahezu ebenso viele freuen sich auf das Weihnachtsfest (79%). Bei der Frage nach dem zu erwartenden Stress im Hinblick auf die Vorbereitungen glauben 43 Prozent der Befragten, sich in der Vorweihnachtszeit entspannt zu fühlen. Dagegen rechnen 28 Prozent damit, gestresst zu sein, 23 Prozent werden sich gehetzt fühlen und 19 Prozent gehen sogar davon aus, überfordert zu sein. Interessant: Während der erwartete Stresslevel insgesamt gesehen bei Frauen (27%) und Männern (21%) ähnlich hoch ist, planen Frauen (40%) im Schnitt deutlich bewusster im Voraus als Männer (27%). Professor Gansser: „Die Vermutung liegt nahe, dass Frauen den Vorweihnachtsstress besser bewältigen als Männer, weil sie sich dessen bewusster sind, ihre Planungen dementsprechend anpassen und sich beispielsweise früher als Männer um die Geschenke kümmern. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Vorfreude auf das Weihnachtsfest bei Frauen um sechs Prozentpunkte höher ist als bei Männern. Andersherum trübt der erwartete Stress die Vorfreude bei Männern mehr als bei Frauen.“