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FOM VerhaltensRadar – Weihnachtsstudie zeigt, dass in Bochum die Vorfreude den erwarteten Stress überwiegt

Geschenke fürs Fest: Stationärer Handel beliebter als Online-Shops

18.11.2021 | Bochum

Die aktuelle Weihnachtsstudie der FOM Hochschule belegt: Die Bochumerinnen und Bochumer freuen sich auf Weihnachten und die gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie. Nahezu die Hälfte der Befragten erwartet eine entspannte Vorweihnachtszeit, insgesamt wird der Stresslevel als gering eingeschätzt. Und: Nachdem Online-Shops im vergangenen Jahr die Nase vorn hatten, steht der stationäre Handel beim Geschenkekauf wieder an erster Stelle. Für die Weihnachtsstudie haben Studierende der FOM Hochschule 1049 Menschen in der Ruhrmetropole interviewt.

Stationärer Handel wieder auf Platz 1

Für den Kauf von Weihnachtsgeschenken planen die Bochumer Befragten rund 486 Euro ein – damit liegt die Ruhrmetropole 36 Euro unter dem Bundesdurchschnitt (522 Euro). Beim Kauf der Geschenke fühlen sich viele Bochumerinnen und Bochumer offenbar wieder sicherer: Im Gegensatz zum Vorjahr steht für die Mehrheit der Befragten die Möglichkeit, Geschenke offline zu kaufen, wieder an erster Stelle. So gaben 68 Prozent an, das Shoppen im stationären Handel als wichtig zu empfinden, 61 Prozent wollen Weihnachtsgeschenke online erwerben. Dagegen kauft rund jeder Fünfte (21%) Präsente auf dem Weihnachtsmarkt.

Bücher, Kleidung und Spiele beliebter als Smart Home- und Infotainment-Produkte

Ob es an Lieferengpässen für technische Geräte liegt oder an einer Rückbesinnung auf traditionelle Werte und Geschenke mit persönlichem Touch: Besonders häufig möchten die Befragten in Bochum in diesem Jahr Bücher (54%), Kleidung, Schuhe und Accessoires (51%), Artikel aus dem Bereich Spielwaren/Gaming (49%), Schmuck und Uhren (47%) sowie Kosmetika und Parfüm (47%) verschenken. Weit abgeschlagen in der Geschenke-Hitliste liegen dagegen Smart Home- (9%) und Infotainment-Produkte (10%). Selbst Gutscheine – vor der Pandemie noch ein beliebtes Weihnachtsgeschenk – finden in diesem Jahr nur noch bei 32 Prozent einen Platz unter dem Weihnachtsbaum.

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 3.338 FOM Studierende bundesweit über 36.000 Menschen in persönlichen Interviews, quotiert nach Geschlecht und Alter. Die komplette Studie zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsstudie2021.

Foto: AdobeStock/Kalim

Vorfreude auf Weihnachten, geringe Sorge vor Stress

Trotz oder gerade wegen Corona: Die deutliche Mehrheit der Menschen in Bochum zeigt mit Blick auf die Weihnachtszeit eine positive Einstellung. 89 Prozent der Befragten freuen sich darauf, Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen, 81 Prozent freuen sich auf das Weihnachtsfest, 80 Prozent beschenken andere Menschen gern. Bei der Frage nach dem zu erwartenden Stress im Hinblick auf die Vorbereitungen glauben immerhin 48 Prozent der befragten Bochumerinnen und Bochumer, sich in der Vorweihnachtszeit entspannt zu fühlen. Dagegen rechnen 28 Prozent damit, gestresst zu sein, 20 Prozent werden sich gehetzt fühlen und 12 Prozent gehen sogar davon aus, überfordert zu sein. Interessant: Während der erwartete Stresslevel insgesamt gesehen bei Frauen und Männern gleich hoch liegt (je 19%), planen Frauen (44%) im Schnitt deutlich bewusster im Voraus als Männer (24%). Professor Gansser: „Die Vermutung liegt nahe, dass Frauen den Vorweihnachtsstress besser bewältigen als Männer, weil sie sich dessen bewusster sind, ihre Planungen dementsprechend anpassen und sich beispielsweise früher als Männer um die Geschenke kümmern. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Vorfreude auf das Weihnachtsfest bei Frauen um acht Prozentpunkte höher ist als bei Männern. Andersherum trübt der erwartete Stress die Vorfreude bei Männern mehr als bei Frauen.“