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Studierendenkommunikation im Jahr 2021

WhatsApp, Skype & TikTok: Digitaler Zusammenhalt in besonderen Zeiten

„Interaktives Lernen“ – so heißt die WhatsApp-Gruppe des 4. Semesters „Soziale Arbeit“ der FOM in Duisburg, in der zwischen den 15 Teilnehmenden eifrig hin und her geschrieben wird. „Außerdem haben wir Skype für uns entdeckt“, erklärt Semestersprecherin Mona Wilms, die sich unglaublich wohl in ihrem Studiengang fühlt. „Wir sind wirklich ein bunter Haufen“, berichtet sie. Von der 20-Jährigen bis zum 44-Jährigen seien alle Altersklassen aus den verschiedensten Bereichen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Laufbahnen vertreten – so könne einfach jeder von jedem etwas lernen. Quereinsteigerinnen und Banker, frischgebackene Abiturientinnen, Physiotherapeuten, Mütter und Selbstständige – sie alle haben sich für das berufsbegleitende Studium an der FOM in Duisburg entschieden und kämpfen für das gleiche Ziel: den Bachelor-Abschluss.

10.03.2021 | Duisburg

Ein Studiengang – viele Missionen

„Manche von uns benötigen das Studium für ihren jetzigen Job, andere wollen den Beruf wechseln und für widerum andere ist es ein Schritt zu ihrem persönlichen noch höheren Ziel“, so die Semestersprecherin. Mona selbst arbeitet seit sieben Jahren in einem Jungendzentrum in Neudorf, unterstützt dort den pädagogischen Bereich, organisiert Sommercamps und Schulungen mit und engagiert sich zusätzlich ehrenamtlich für das Jugendzentrum. „Mein Traum war es immer, irgendwann etwas mit Kindern oder Jugendlichen zu machen“, so die 24-Jährige. So absolvierte sie auch bereits ihr Fachabitur im Bereich „Erziehung & Soziales“.

„Die Pandemie hat uns noch enger zusammengebracht!“

Auch als die Vorlesungen noch in Präsenz stattfanden, gab es einen engen Kontakt zwischen den Kommilitonen, „aber durch die aktuelle Lage sind wir fast noch enger zusammengewachsen“, erklärt Mona Wilms. Denn ein regelmäßiger Austausch und Diskussionen seien jetzt noch wichtiger denn je. „Wir sitzen alle im gleichen Boot und suchen den Kontakt zueinander. In den Klausurphasen haben wir uns rund zwei Mal pro Woche bei Skype zusammengefunden – es ist unkompliziert, jeder kann von Zuhause teilnehmen oder auch mal später dazustoßen.“ Und so kennen sich die Kommilitonen mittlerweile richtig gut, unterstützen sich gegenseitig und machen sich Mut: „Wenn jemand eine Präsentation hält, geben wir demjenigen ein gutes Gefühl.“, so die Duisburgerin. Auch Lerntechniken und Zusammenfassungen werden online geteilt: „Wir erstellen gemeinsam Mindmaps, entwickeln eigene Beispiele zu bestimmten Inhalten und teilen online unsere Notizen aus den Vorlesungen.“

TikTok-Trends in der Online-Vorlesung

Und neben den gemeinsamen Lern-Sessions und Online-Diskussionen kommen auch digitale Unterhaltungs-Trends nicht zu kurz: „Wir haben uns – wie man es von TikTok kennt – vor einigen Online-Vorlesungen besprochen und alle unsere Kameras ausgeschaltet. Wenn sich die Dozenten dann wundern, wo wir alle sind, schalten wir gemeinsam unsere Kameras von Zuhause an und halten vorbereitete Schilder mit „Danke!“ oder „Frohe Weihnachten!“ hoch. „Unsere Lehrenden haben sich jedenfalls sehr gefreut“, lacht die FOM Studentin. 

Und dennoch wünschen sich die meisten wieder den persönlichen Kontakt im Hörsaal zurück: „So wunderbar die Umstellung auch geklappt hat und so gut wir mit unseren digitalen Methoden und Lerntechniken zurecht kommen – sich vor Ort zu treffen ist schon nochmal was anderes“, so die angehende Sozialarbeiterin. Denn auch gemeinsame Abendessen, Kneipenrunden, ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder im Cafe-Museum fielen in den letzten Monaten weg. „Mein Weg bis zur FOM ist ohnehin nicht weit, ich kann zu Fuß zum FOM Hochschulzentrum gehen“, schmunzelt die 24-Jährige, die sich wieder auf „Normalität“ freut.

FOM Studentin und Semestersprecherin Mona Wilms freut sich über den engen Zusammenhalt zwischen den Kommilitonen (Foto: Privat)
Auch einfach mal im Zoom-Call den Dozenten "Danke" sagen (Foto: Privat)