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Neues FOM Hochschulzertifikat „Legal Tech: Digitale Rechtsdienstleistungen“ startet im August

Welche Bedeutung haben Künstliche Intelligenz und Machine Learning für Legal Tech?

„Bin ich in meinem Fachgebiet noch up to date?“ Im Zuge der Digitalisierung stellen sich immer mehr Berufstätige diese zukunftsbestimmende Frage. Auch Beschäftigte aus dem juristischen Sektor sehen den Bedarf, sich im Bereich Legal Tech weiterzuentwickeln. Mit den beiden Hochschulzertifikaten „Legal Tech: Digitale Prozesse in der Kanzlei & Rechtsabteilung“ sowie „Legal Tech: Digitale Rechtsdienstleistungen“ bietet die FOM Hochschule für Berufstätige in Kooperation mit dem Kanzlei-Spezialisten Soldan jetzt exakt auf diese Zielgruppe zugeschnittene akademische Weiterbildungen an. In jeweils vier Monaten eignen sich die Teilnehmenden – überwiegend in Live-Webinaren – praxisbezogenes akademisches Wissen an, mit dem sie Prozesse in Kanzleien und Unternehmen modernisieren und neue Geschäftsmodelle entwickeln können. Zwei Teilnehmer des ersten Zertifikatskurses berichten von ihren Erfahrungen.

21.06.2021 | Aachen, Augsburg, Berlin, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt a. M., Gütersloh, Hagen, Hamburg, Hannover, Herne, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Köln, Leipzig, Mainz, Mannheim, München, Münster, Neuss, Nürnberg, Saarbrücken, Siegen, Stuttgart, Wesel und Wuppertal

Carsten Molderings ist Geschäftsführer des Unternehmens KLUGO, das sich auf Rechtsberatung spezialisiert hat. Seine Entscheidung für die neuen Zertifikatskurse der FOM begründet er so: „Als Unternehmer bin ich in der Branche von Rechtsdienstleistungen tätig, wir beraten und vermitteln, sind aber keine Kanzlei. Für mich ist deshalb insbesondere der Blick in den Kanzleialltag sehr entscheidend, denn wenn Routinearbeiten mithilfe spezieller Software erledigt werden, bleibt mehr Zeit für die anspruchsvollen und komplexeren Rechtsfälle, welche durch unser Unternehmen vermittelt werden.“ Besonders interessiert habe ihn die Frage, wie das Potenzial von Legal Tech durch die Digitalisierung von Geschäftsabläufen in Kanzleien und Rechtsabteilungen optimal ausgeschöpft werden könne. „Ebenso spannend war für mich der Bereich Legal Tech Design Thinking“, so Molderings.

Auch Felix Ganson, Rechtsanwaltsfachangestellter sowie Notarfachwirt, gehörte zu den Teilnehmenden des ersten Zertifikatskurses. In Wiesbaden leitet er die Kanzlei Weidmann Amin & Partner GbR mit zwei Notariaten. „Für mich ist es sehr wichtig, mich fortzubilden und weiterzuentwickeln“, so Ganson, „aus diesem Grund bin ich auch auf die Hochschulzertifikate ‘Legal Tech‘ aufmerksam geworden, da die Digitalisierung im notariellen Bereich noch nicht so weit fortgeschritten ist.“ Für den zweiten Zertifikatskurs habe er sich ebenfalls angemeldet. Felix Ganson: „Im kommenden Jahr wird es digitale Veränderungen seitens der Bundesnotarkammer geben, auf die ich gut vorbereitet sein möchte.“

Grundsätzlich starten beide Zertifikatskurse jeweils mit einem viertägigen Präsenzblock, dem eine E-Learning-Phase mit vier bis fünf Webinaren und Online-Sprechstunden folgt. Jeder Kurs schließt nach vier Monaten mit zwei Prüfungen ab, für deren Bestehen die Teilnehmenden 15 ECTS-Punkte erhalten, die auf ein Studium angerechnet werden können. „Pandemiebedingt haben wir den Präsenzblock im ersten Zertifikatskurs komplett virtuell durchgeführt“, sagt Kursleiter Oliver Schwarz von Soldan. „Mehrere Stunden am Tag virtuell zu lehren, war zwar eine Herausforderung, aber das Feedback der Teilnehmenden war dennoch sehr positiv.“ Sein Co-Dozent Christian Rekop fügt hinzu: „Ob in Präsenz oder virtuell: die Mischung macht’s. Ein Mix aus Theorie und Methodik gepaart mit vielen Beispielen aus der Praxis und Gruppenarbeiten, die virtuell auch in Breakout-Sessions funktionieren, sowie Einblicke externer Experten aus unterschiedlichen Bereichen sorgen für umfassenden fachlichen Input. Zudem befruchten sich die Teilnehmenden durch ihre unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen und Blickwinkel auch gegenseitig.“

Foto: AdobeStock/vegefox

Aus dem ersten Kurs habe er vor allem die theoretischen Grundlagen im Bereich Legal Tech Design Thinking als wichtige Erkenntnis mitgenommen, so Carsten Molderings: „In diesem Bereich habe ich viel über Methodik und Herangehensweise gelernt. Juristisches Fachwissen mit der Kreativität von Designern zu kombinieren, indem Denkmuster und Vorgehensmodell eines Designers auf juristische Fragestellungen übertragen werden, hat mich fasziniert.“ Zudem habe er beim digitalen Wissens- und Dokumentenmanagement die Voraussetzungen, Methoden und Prozesse innerhalb rechtsberatender Kanzleien kennengelernt. Der KLUGO-Geschäftsführer: „Diese neuen Erkenntnisse über juristische Arbeitsabläufe durch Digitalisierung und Automatisierung helfen mir im Unternehmensalltag.“ Vom zweiten Kurs erwarte er tiefere Einblicke und neue Ideen für Geschäftsmodelle: „Ich möchte lernen, welche Bedeutung künstliche Intelligenz für Legal Tech hat und wie Machine Learning zur Auswertung juristischer Texte genutzt werden kann.“

Der zweite Legal Tech-Zertifikatskurs startet im August 2021. Weitere Informationen zu detaillierten Studieninhalten, Studiengebühren und Sonderregelungen für FOM Studierende gibt es unter https://www.fom.de/hochschulzertifikate. In einer speziellen Online-Infoveranstaltung am 24. Juni um 17 Uhr können sich Interessierte ebenfalls über die Zertifikatskurse zum Thema „Legal Tech“ informieren. Hier geht es zur Anmeldung.