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„2021 wird ein besonderes Jahr!“ – Einer von 55 Studenten aus 25 Nationen

Neusser FOM Absolvent geht zur Oxford University

Im Jahr 2021 erfüllt sich Jens Straßburg einen großen Traum: Er geht an die Oxford Business School – eine der ältesten und renommiertesten Universitäten weltweit, an der bereits 55 Nobelpreisträger und 28 Premierminister des Vereinigten Königreichs studiert haben. Vor einigen Jahren entschied sich der Mönchengladbacher zunächst dazu, an der FOM Hochschule in Neuss zu studieren. Das Konzept der FOM und insbesondere der starke Praxisbezug überzeugten ihn. Er fand es einfach schlüssig, von Dozenten, die selbst in der freien Wirtschaft in Top-Positionen tätig sind, zu lernen. Und es zahlte sich aus: An den verschiedensten Stellen seines Berufslebens profitierte er bereits von seinem Studium – insbesondere lernte er viel über das Thema Selbstorganisation und Personalführung, aber auch wie man auf Ziele hinarbeitet und wie man dabei stringent vorgeht. Einige seiner großen Ziele hat er bereits jetzt erreicht: Er arbeitet als „Director Logistics Management“ für ALDI SÜD und ist dort mit seinem Team für die Intralogistik in Deutschland zuständig. Ein weiteres großes Vorhaben verwirklicht er nun in diesem Jahr. Im Interview erzählt Jens Straßburg von seiner Idee, sich an der Oxford University einzuschreiben, von dem langwierigen Auswahlverfahren und seinen Erwartungen und Vorfreuden.

15.01.2021 | Neuss

Herr Straßburg, wie kamen Sie auf die Idee, sich für ein Studium an der Oxford University zu bewerben?

Ich habe bereits – unter anderem durch mein Studium an der FOM – sehr früh in meinem Berufsleben festgestellt, was mir Spaß macht und welchen positiven Einfluss Führungskräfte auf die Entwicklung, Leistung und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter und Organisationen haben können. Das hat mich schon mit damals 25 Jahren dazu motiviert, meine erste Führungsposition zu übernehmen. In den letzten elf Jahren hatte ich das Glück, in verschiedenen Führungspositionen mit ausgezeichneten Mitarbeitenden zusammenarbeiten zu dürfen. Außerdem bin ich  ständig auf der Suche nach neuen Ideen und Innovationen und habe mir im Sommer einen Podcast der Oxford Business School zum Thema Leadership angehört. Kurz danach habe ich mich mit meinem damaligen Mitarbeiter Dr. Timo Eßer, der an der FOM doziert, über den Podcast ausgetauscht. Timo hat mich dann auf das Executive Organisational Leadership Programm der Oxford Business School aufmerksam gemacht. Das berufsbegleitende Programm ist eine Master Level Qualifikation über zwölf Monate, an der ca. 55 Studenten aus 25 Nationen mit einem Altersdurschnitt von 40 Jahren teilnehmen. Ich war direkt begeistert von der Idee, mich mit Führungskräften aus der ganzen Welt und Top Akademikern zu meiner Passion, dem Thema Leadership, auszutauschen und habe direkt mit der Bewerbung begonnen.

Die Oxford University (Foto: AdobeStock/Skovron)

Und wie lief das Auswahlverfahren ab? Das war doch sicherlich kein einfacher Weg, oder?

Ich musste schon einige Stufen durchlaufen. Ich habe zuerst meinen Lebenslauf nach Oxford gesendet, um überprüfen zu lassen, ob ich überhaupt alle akademischen und praktischen Aufnahmebedingungen erfülle. Anschließend hatte ich eine 1,5 stündige Videokonferenz. Erst danach habe ich die Information erhalten, dass ich die akademischen und praktischen Anforderungen erfülle und  mich für den Studiengang „Oxford Executive Diploma in Organisational Leadership“ bewerben könne. Im eigentlichen Bewerbungsverfahren musste ich dann verschiedene Inhalte einreichen, wie den Nachweis darüber, dass ich fließend Englisch spreche. Da ich zwei Jahre in England gelebt und gearbeitet habe, reichte dies als Nachweis aus. Darüber hinaus waren zwei „Reference Letter“ und zwei „Essays“ gefordert.

Und dann haben Sie als einer von vielen Bewerbern einen der begehrten Plätze erhalten. Haben Sie damit gerechnet?

Nein, absolut nicht. Die Oxford Business School erhält immer deutlich mehr Bewerbungen als Studienplätze zur Verfügung stehen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als die Nachricht kam, dass ich einen der begehrten Studienplätze erhalte. 

Was ist das für ein Gefühl, an eine der ältesten und renommiertesten Universitäten zu gehen?

Ein sehr schönes, ich freue mich schon sehr auf meine ersten Präsenzphasen und darauf den besonderen Oxford Spirit zu erleben. Die Oxford University existiert ja bereits seit dem 12. Jahrhundert, hier haben 55 Nobelpreisträger, 28 Premierminister des Vereinigten Königreich studiert und die Alumni der Oxford University haben 160 olympische Medaillen gewonnen. Es ist ein wirklich besonderer Ort. Ich freue mich neben der Atmosphäre und der Umgebung Oxford aber auch sehr auf meine Kommilitonen. Ich bin einfach begeistert von der Möglichkeit, sich in solch einem internationalen Umfeld mit hochkarätigen Executives aus unterschiedlichsten Kulturen zum Thema Leadership auszutauschen – ohne meinen bisherigen Werdegang und mein Studium wäre mir diese Tür wohl verschlossen geblieben.

FOM Absolvent Jens Straßburg studiert ab 2021 an der Oxford University (Foto: Jens Straßburg)

Das klingt vielversprechend. Hinzu kommt ja, dass kaum eine andere Uni so gute Karrierechancen verspricht – was erhoffen Sie sich? Haben Sie noch weitere Karrierepläne?

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich einige der Inhalte, die ich in Oxford mitnehme, auf meinen Arbeitsalltag übertragen kann und weiter die Möglichkeit habe, Teams aufzubauen und Mitarbeiter zu Führungskräften und Fachexperten zu entwickeln. Denn an einer gemeinsamen Vision und an gemeinsamen Zielen zu arbeiten, Teams zu entwickeln, die sich aus unterschiedlichsten Menschen und Stärken zusammensetzen – das ist für mich der Schlüssel zu beruflichem Erfolg und meiner persönlichen Zufriedenheit.

Und wie managen Sie all das? Job, Privatleben, Studium? Zumindest sind Sie das berufsbegleitende Studieren ja schon gewohnt…

Das stimmt! Wichtig ist es für mich, auch Lernpausen einzulegen. Diese Zeit nutze ich zum Radfahren oder Wandern, das hilft mir und meiner Frau beim Abschalten und Entspannen. Auch gerne mal längere Touren. Die längste war bisher eine gemeinsame Tour mit meinem Vater: Nachdem ich zwei Jahre in der Nähe von Liverpool gearbeitet habe, bin ich nicht zurückgeflogen, sondern mit meinem Vater zusammen mit dem Rennrad 978 Kilometer nach Hause gefahren. Das war ein unvergessliches Erlebnis. Solche Abenteuer werden in den nächsten zwölf Monaten natürlich zurückstecken müssen. Aber in kleineren Pausen werde ich weiterhin meine Zeit an der frischen Luft verbringen. Das ist für mich einfach die ideale Möglichkeit runter zu fahren und wieder neue Kraft zu sammeln. Das habe ich auch schon damals während meines berufsbegleitenden Studiums an der FOM so gehandhabt und es hat funktioniert.

Herzlichen Dank für das Gespräch und ganz viel Erfolg auf Ihrem weiteren Weg – wir sind gespannt, was Sie in einem Jahr zu berichten haben!

Jana Antkowiak