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FOM Studierende befragten über 1700 Menschen in Bochum

Weihnachten im Corona-Jahr: Gesundheit und gemeinsame Zeit wichtiger als Geschenke

Für die Bochumer Bürgerinnen und Bürger sind teure Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr zweitrangig – in Zeiten von Corona stehen Gesundheit und gemeinsame Zeit bei ihnen an erster Stelle. So geben sie im Mittel 484 Euro für Geschenke aus, das sind knapp 16 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt. Zudem fühlt sich die Mehrheit (rund 69 %) beim Weihnachtseinkauf trotz Hygiene-Auflagen nicht unbedingt sicher – für viele sind Menschenansammlungen sogar ein Grund, jetzt häufiger als vor der Krise im Internet zu bestellen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, bei der Studierende 1728 Bochumerinnen und Bochumer zwischen 12 und 99 Jahren interviewt hatten. 

13.11.2020 | Bochum

Insgesamt 92 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen die Gesundheit der Familie wichtiger sei als teure Geschenke. Auch auf gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie legt die große Mehrheit der Menschen in Bochum (91 %) in diesem Jahr mehr Wert als darauf, ihnen großzügige Weihnachtspräsente zu machen. Nur 24 Prozent der Befragten wollen zum Schutze der Gesundheit auf Familienbesuche an den Feiertagen verzichten.

Zeit verschenken – weniger Gutscheine für Reisen

Auch das Schenkverhalten ist 2020 in der Ruhrgebietsstadt ein besonderes: Nahezu drei von vier Befragten (73 Prozent) planen, Zeit miteinander zu verschenken, allen voran die Generation der 24- bis 39-Jährigen (77 %). Bei den materiellen Geschenken stehen Gutscheine für jeden Zweiten in Bochum (50 %) zwar weiterhin hoch im Kurs, gleichzeitig gaben aber deutlich mehr als die Hälfte der Befragten (63 %) an, aufgrund der ungewissen Aussichten weniger Gutscheine für Reisen als gewöhnlich zu verschenken. Grundsätzlich ist die Geschenke-Hitliste im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant: Besonders beliebt sind bei den Bochumerinnen und Bochumern nach wie vor Kosmetik und Körperpflegeprodukte (45 %), Uhren und Schmuck (45 %), Spielwaren (44 %), Bücher bzw. Schreibwaren (43 %) sowie Bekleidung (40 %). Weit abgeschlagen hingegen finden sich eher traditionelle Konsumgüter wie Porzellan (16 %) und Heimtextilien (15 %).

Internet beliebter als Einkaufszentrum

Die Corona-Pandemie zeigt auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Bochumerinnen und Bochumer: In diesem Jahr gaben die Befragten das Internet als wichtigste Einkaufsmöglichkeit (63 %) an – noch vor dem Einkaufszentrum in der Stadt (61 %). Mögliche Erklärung: Nur rund jeder Dritte (31 %) fühlt sich beim Geschenke-Kauf in den Geschäften sicher. 35 Prozent der Bochumer Bürgerinnen und Bürger bestellen in diesem Jahr ihre Geschenke häufiger als sonst im Internet, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Weitere Gründe für vermehrtes Online-Shopping im Vergleich zur Vorkrisenzeit sind die größere Auswahl (36 %), die einfache Handhabung (31 %) und die schnelle Lieferung (30 %). Die Unterstützung des stationären Einzelhandels ist den Menschen in Bochum nur bedingt wichtig: Lediglich 34 Prozent der Befragten haben vor, deshalb Geschenke in der Umgebung zu kaufen, bei den 12- bis 23-Jährigen sind es sogar nur 23 Prozent. 

Weihnachtsumfrage 2020
Gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie – darauf legen die Menschen in Bochum zum diesjährigen Weihnachtsfest ganz besonders viel Wert (Foto: Konstantin Yuganov / stock.adobe.com)

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 2020 rund 4.200 Studierende bundesweit mehr als 46.000 Menschen in persönlichen Interviews (telefonisch und Face-to-Face), quotiert nach Geschlecht und Alter. 

Die komplette Umfrage zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsbefragung2020.