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FOM Studierende befragten über 1600 Menschen in Stuttgart

Weihnachten im Corona-Jahr: Gesundheit und gemeinsame Zeit wichtiger als Geschenke

Für die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger sind teure Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr zweitrangig – in Zeiten von Corona stehen Gesundheit und gemeinsame Zeit bei ihnen an erster Stelle. So geben sie im Mittel 480 Euro für Geschenke aus, rund 20 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt. Zudem fühlt sich die Mehrheit (rund 70 %) beim Weihnachtseinkauf trotz Hygiene-Auflagen nicht unbedingt sicher – dennoch befinden viele das Einkaufszentrum für wichtiger als das Internet als Kaufmöglichkeit für Weihnachtsgeschenke. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, bei der Studierende 1605 Stuttgarterinnen und Stuttgarter zwischen 12 und 99 Jahren interviewt hatten.

17.11.2020 | Stuttgart

Insgesamt 84 Prozent der Befragten in Stuttgart gaben an, dass ihnen die Gesundheit der Familie wichtiger sei als teure Geschenke. Auch auf gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie legen die meisten Menschen (82 %) in der Hauptstadt Baden-Württembergs dieses Jahr mehr Wert als darauf, ihnen großzügige Weihnachtspräsente zu machen. Nur 28 Prozent der Befragten wollen zum Schutze der Gesundheit auf Familienbesuche an den Feiertagen verzichten.

Zeit verschenken - weniger Gutscheine für Reisen

Auch das Schenkverhalten ist 2020 ein besonderes: Drei von vier Stuttgarter Befragten (73 %) planen, Zeit miteinander zu verschenken, allen voran die Generationen der 12- bis 23-Jährigen und 24- bis 39-Jährigen (je 77 %). Bei den materiellen Geschenken stehen Gutscheine für jeden Zweiten (52 %) zwar weiterhin hoch im Kurs, gleichzeitig gaben aber mehr als die Hälfte der Befragten (58 %) an, aufgrund der ungewissen Aussichten weniger Gutscheine für Reisen als gewöhnlich zu verschenken. Grundsätzlich ist die Geschenke-Hitliste im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant: Besonders beliebt in Stuttgart sind nach wie vor Kosmetik und Körperpflegeprodukte (44 %), Bücher und Schreibwaren (41 %) sowie Schmuck, Bekleidung und Spielwaren (je 44 %). Weit abgeschlagen hingegen finden sich eher traditionelle Konsumgüter wie Heimtextilien (16 %) und Lederwaren (15 %).

Einkaufszentrum wichtiger als Internet

In diesem Jahr gaben die Bürgerinnen und Bürger das Einkaufszentrum in der Stadt (62 %) als wichtigste Einkaufsmöglichkeit für Weihnachtsgeschenke an – noch vor dem Internet (58 %). Dennoch: 32 Prozent bestellen in diesem Jahr ihre Geschenke häufiger als sonst im Internet, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Gründe für vermehrtes Online-Shopping im Vergleich zur Vorkrisenzeit sind die größere Auswahl (35 %), die einfache Handhabung (31 %) und die schnelle Lieferung (29 %). Die Unterstützung des stationären Einzelhandels ist den Stuttgarterinnen und Stuttgartern jedoch auch wichtig: Jeder Dritte, 34 Prozent der Befragten, hat vor, Geschenke in der Umgebung zu kaufen - bei den 12- bis 23-Jährigen sind es 19 Prozent und in der Generation der Boomer (56 bis 74 Jahre) 42 Prozent.

Gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie – darauf legen die Menschen in Stuttgart zum diesjährigen Weihnachtsfest ganz besonders viel Wert (Foto: Konstantin Yuganov / stock.adobe.com)

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 2020 rund 4.200 Studierende bundesweit mehr als 46.000 Menschen in persönlichen Interviews (telefonisch und Face-to-Face), quotiert nach Geschlecht und Alter.

Die komplette Umfrage zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsbefragung2020.