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FOM Studierende befragten rund 700 Menschen in Hannover

Weihnachten im Corona-Jahr: Gesundheit und gemeinsame Zeit wichtiger als Geschenke

Für die Hannoveraner Bürgerinnen und Bürger sind teure Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr zweitrangig – in Zeiten von Corona stehen Gesundheit und gemeinsame Zeit bei ihnen an erster Stelle. So geben sie im Mittel 471 Euro für Geschenke aus, rund 29 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt. Zudem fühlt sich die Mehrheit (rund 75 %) beim Weihnachtseinkauf trotz Hygiene-Auflagen nicht unbedingt sicher – für viele sind Menschenansammlungen sogar ein Grund, jetzt häufiger als vor der Krise im Internet zu bestellen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, bei der Studierende 696 Hannoveranerinnen und Hannoveraner zwischen 12 und 99 Jahren interviewt hatten.

17.11.2020 | Hannover

Insgesamt 94 Prozent der Befragten in Hannover gaben an, dass ihnen die Gesundheit der Familie wichtiger sei als teure Geschenke. Auch auf gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie legen die meisten Menschen (92 %) in der Landeshauptstadt Niedersachsens dieses Jahr mehr Wert als darauf, ihnen großzügige Weihnachtspräsente zu machen. Nur 23 Prozent der Befragten wollen zum Schutze der Gesundheit auf Familienbesuche an den Feiertagen verzichten.

Zeit verschenken - weniger Gutscheine für Reisen

Auch das Schenkverhalten ist 2020 ein besonderes: Drei von vier Hannoveraner Befragten (77 %) planen, Zeit miteinander zu verschenken, allen voran die Generation der 12- bis 23-Jährigen (87 %). Bei den materiellen Geschenken stehen Gutscheine für jeden Zweiten (57 %) zwar weiterhin hoch im Kurs, gleichzeitig gaben aber deutlich mehr als die Hälfte der Befragten (61 %) an, aufgrund der ungewissen Aussichten weniger Gutscheine für Reisen als gewöhnlich zu verschenken. Grundsätzlich ist die Geschenke-Hitliste im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant: Besonders beliebt in Hannover sind nach wie vor Spielwaren (49 %), Kosmetik und Körperpflegeprodukte (47 %) sowie Bücher und Schreibwaren (45 %). Weit abgeschlagen hingegen finden sich eher traditionelle Konsumgüter wie Heimtextilien (14 %) und Lederwaren (11 %).

Internet beliebter als Einkaufszentrum

Die Corona-Pandemie zeigt auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten in Hannover: In diesem Jahr gaben die Bürgerinnen und Bürger das Internet als wichtigste Einkaufsmöglichkeit (67 %) an – noch vor dem Einkaufszentrum in der Stadt (63 %). Mögliche Erklärung: Nur jeder Vierte (25 %) fühlt sich beim Geschenke-Kauf in den Geschäften sicher. 34 Prozent bestellen in diesem Jahr ihre Geschenke deshalb häufiger als sonst im Internet, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Weitere Gründe für vermehrtes Online-Shopping im Vergleich zur Vorkrisenzeit sind die größere Auswahl (36 %), die einfache Handhabung (35 %) und die schnelle Lieferung (29 %). Die Unterstützung des stationären Einzelhandels ist den Hannoveranerinnen und Hannoveranern nur bedingt wichtig: Lediglich 33 Prozent der Befragten haben vor, deshalb Geschenke in der Umgebung zu kaufen, bei den 12- bis 23-Jährigen sind es sogar nur 17 Prozent.

Gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie – darauf legen die Menschen in Hannover zum diesjährigen Weihnachtsfest ganz besonders viel Wert (Foto: Konstantin Yuganov / stock.adobe.com)

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 2020 rund 4.200 Studierende bundesweit mehr als 46.000 Menschen in persönlichen Interviews (telefonisch und Face-to-Face), quotiert nach Geschlecht und Alter.

Die komplette Umfrage zum Download finden Sie unter fom.de/weihnachtsbefragung2020.