• FOM
  • 2020
  • Mai
  • Weseler FOM Studentin über die Corona-Umstellungen: „Wir lernen jetzt gemeinsam per Skype!“

Weseler FOM Studentin über die Corona-Umstellungen

„Wir lernen jetzt gemeinsam per Skype!“

08.05.2020 | Wesel

Momentan hat die Semestersprecherin Nina Nüchter etwas mehr zu tun als sonst: „Ich telefoniere häufiger mit meinen Kommilitonen und Dozenten und wir stimmen in gewissen organisatorischen Dingen gemeinsam ab, was wie läuft“, erklärt die FOM Studentin. Die 19-Jährige studiert im zweiten Semester Wirtschaftspsychologie in Wesel, macht außerdem eine Ausbildung zur Industriekauffrau.

Nachdem Nina Nüchter mit 17 Jahren ihr Abitur in der Tasche hatte und eine Ausbildung zur Industriekauffrau startete, merkte sie schnell: „Ich habe noch so viel Freizeit, die ich auch produktiver nutzen könnte!“ So informierte sie sich schließlich unabhängig von ihrem Arbeitgeber über das ausbildungsbegleitende Studium an der FOM und entschied sich, diesen Schritt zu wagen. „Es ist schon viel Eigeninitiative gefragt, gerade in der derzeitigen Situation“, erklärt die Studentin. Die Vorlesungen würden jetzt zur gleichen Zeit stattfinden wie vor der Corona-Krise – nur eben online, statt vor Ort im Hörsaal. „Diese Woche hatte ich an drei Abenden Online-Vorlesungen oder Webinare. Die Profs sind aber auch so jederzeit gut per Mail erreichbar. Es läuft immer so ab, dass die Dozenten ihre Bildschirme mit uns teilen und wir uns bei Fragen und Anmerkungen per Chatfunktion oder auch per Kamera dazu schalten können.“ Sogar im schwierigen Modul „Datenerhebung & Statistik“ komme sie mit der Alternativlösung Webinar und Eigenstudium – zumindest vorübergehend – sehr gut zurecht.

„Mit 21 will ich meinen Bachelor fertig haben!“

Nina Nüchter mit einer Kommilitonin im Videocall (Foto: Privat)

Zur Arbeit gehe sie momentan weiterhin „normal“ ins Büro, wo ihr insbesondere das interne und externe Rechnungswesen aus dem Studium zu Gute kommt. „Die Lerngeschwindigkeit ist schon deutlich schneller als in der Berufsschule. Das Studium an der FOM hat für mich in vielerlei Hinsicht Vorteile, es eröffnen sich neue Blickwinkel und ich habe ein schnelleres Verständnis für viele meiner Aufgaben, beispielsweise in der Buchhaltung. Und auch die Grundlagen aus dem Modul „Management Basics“ bringen mir schon jetzt was – und ich bin gerade mal im zweiten Semester.“ Ihre Ausbildung beendet sie allerdings schon nächstes Jahr im Sommer und strebt auch an, ihr Bachelor-Studium schon mit 21 Jahren abzuschließen. „Ich würde meinen Master gerne im Ausland absolvieren oder auch für meinen Arbeitgeber im Ausland arbeiten – bis dahin sollte es ja hoffentlich wieder möglich sein, zu verreisen. Alternativ würde ich auch gerne meinen Master an der FOM absolvieren und ein Auslandssemester einlegen, um neue Erfahrungen zu sammeln und mein Englisch zu verbessern.“

FOM Studentin Nina Nüchter studiert im 2. Semester Wirtschaftspsychologie in Wesel (Foto: Privat)

„Ich musste meinen Alltag ganz schön umstellen!“

Doch bis dahin heißt es erstmal, Ausbildung, Berufsschule und Studium unter einen Hut zu bekommen – und das unter besonderen Bedingungen. „Am Wochenende können wir natürlich alle nicht viel unternehmen und auch unsere Lerngruppen finden jetzt per Skype statt“, erklärt die 19-Jährige. „Außerdem haben meine Kommilitonen natürlich mehr Fragen als sonst. Wie läuft es mit den Veranstaltungen? Wie geht es mit Nachschreibklausuren weiter?  Aber ich muss sagen – die Funktion der Semestersprecherin ist das Richtige für mich und macht wirklich Spaß! Ich brauch einfach immer Bewegung in meinem Leben, Langeweile kann ich nicht gut ertragen.“ Ihren Sport musste sie auch umstellen: Während sie sonst wie viele andere ins Fitnessstudio geht, wurden diese Einheiten jetzt auch ins Wohnzimmer verlegt. „Als die Corona-Einschränkungen anfingen, fiel auch für mich gefühlt alles weg. Treffen mit Kommilitonen, Nebenjob im Fitnessstudio, Sport – ich saß zuhause und dachte mir `was mach ich denn jetzt? ` Aber so ging es ja den meisten und wir wissen ja alle, dass es ein vorübergehender Zustand ist, der hoffentlich bald ein Ende findet – und bis dahin machen wir das Beste draus!“

Wie viele andere auch hat die 19-Jährige ihren Sport jetzt ins Wohnzimmer und nach draußen verlegt (Foto: Privat)