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Vom Fachinformatiker zum Finanzanalysten und Preisträger

„Wer sich mit heutigen digitalen Technologien auskennt, hat im Job die besten Chancen“

Er geht seinen Weg und er geht ihn konsequent – Technik übte auf Maximilian Meyer schon immer eine große Faszination aus. Welchen Einfluss digitale Technologien heute auf die verschiedenen Finanzfunktionen von Unternehmen haben, weiß der junge Mann aus München ganz genau. An der FOM Hochschule absolvierte er parallel zu seinem Job den Master of Science in „Finance & Accounting“. Jetzt, mit 27 Jahren, ist er als Financial Analyst bei einem börsennotierten Münchener Unternehmen tätig. „Direkt unter dem Vorstand zu arbeiten ist unglaublich spannend und lehrreich“, sagt Meyer, der für seine Master-Arbeit Ende 2019 den EFF Finance Award verliehen bekam.

20.01.2020 | München

Warum er von der IT ins Finanzwesen wechselte? „Nach dem Abitur entschied ich mich für eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei einem Unternehmen, das u.a. Bankautomaten sowie Bezahlsysteme für den Einzelhandel herstellte.“ Im Grunde sei er also schon früh mit dem Thema Geld in Berührung gekommen, fügt er lachend hinzu. Nach der Ausbildung und einem dualen Bachelor-Studium der Wirtschaftsinformatik in Paderborn zog es ihn in den Süden: „Nach sechseinhalb Jahren im selben Unternehmen wollte ich eine neue Herausforderung und meinem Berufsweg noch einmal eine neue Richtung geben“, so Meyer.

Die passende Chance dafür sah er bei IBM in München. „Mich reizten der weltgrößte IT Konzern und die Möglichkeit, parallel zur Arbeit ein berufsbegleitendes Master-Studium zu absolvieren“, sagt der Wahl-Münchner und fügt hinzu: „Der Studiengang Finance & Accounting an der FOM Hochschule passte perfekt zu meinen neuen Aufgaben dort, also fiel mir die Wahl leicht.“ Meyer zog das Studium konsequent parallel zu seinem Job durch. „Abends und samstags Vorlesungen zu besuchen und zusätzlich für Prüfungen zu lernen, war sicher kein Zuckerschlecken. Aber ich wusste immer, wofür sich der Aufwand lohnt. Und vieles von dem, was ich an der FOM gelernt habe, konnte ich auch schon vor dem Abschluss im Job anwenden.“

"Belohnung für Anstrengungen während des Studiums"

Seine Master-Thesis über den Einfluss von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz auf die Finanzfunktion der Zukunft schrieb Meyer auf Basis der Delphi-Methode, einem mehrstufigen Befragungsverfahren, mit dessen Hilfe künftige Trends und technische Entwicklungen eingeschätzt werden können. Nach dem Tipp von FOM Professor Dr. Peter Schmid, der im Rahmen der Thesis als Experte befragt wurde, bewarb sich Meyer für den mit 2.000 Euro dotierten EFF Finance Award, den das European Finance Forum 2019 erstmalig vergab – und gewann. „Über den Preis habe ich mich sehr gefreut“, sagt er, „er war neben dem Master-Abschluss eine tolle Belohnung für meine Anstrengungen während des Studiums.“

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Maximilian Meyer
Finanzanalyst Maximilian Meyer absolvierte an der FOM Hochschule in München erfolgreich seinen Master in Finance & Accounting. Für seine Master-Thesis erhielt er den EFF Finance Award (Foto: privat)

Eine weitere Belohnung ließ auch nicht lange auf sich warten: eine neue Stelle mit neuen Herausforderungen. Seit Juli 2019 arbeitet Maximilian Meyer als Financial Analyst bei der Knorr-Bremse AG. Er analysiert die Geschäftsentwicklungen der Gesellschaften, erstellt und kommentiert Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse und übernimmt Sonderanalysen sowie -projekte. „Die Erfassung, Verarbeitung und Analyse riesiger Datenmengen mit Hilfe von Robotic Process Automation und Künstlicher Intelligenz ist ein unglaublicher Fortschritt“, betont er, „die heutige Situation in unserer Wirtschaft ist durchaus vergleichbar mit der Zeit, als sich die klassische Datenverarbeitung mit Großrechnern in Deutschland etablierte.“ Für die Finanzbereiche in den Unternehmen bedeute die digitale Transformation einen tiefgreifenden Wandel, so Meyer. „Die manuelle Aufbereitung von Daten verringert sich, der Automatisierungsgrad wird deutlich erhöht. Das schafft Kapazitäten für systematische Analysen und strategisches Vordenken.“

Digitalkompetenz als Basis für beruflichen Erfolg

Für den 27-Jährigen steht fest, dass er auch künftig am Ball bleiben und weiter dazulernen möchte, denn: „Wer sich mit digitaler Technik auskennt und eine Vorstellung davon hat, was KI leisten kann und künftig leisten wird, hat beruflich die besten Chancen.“ Jedoch möchte er erst einmal seine freien Wochenenden genießen und die Zeit für Familie, Freunde und Hobbys nutzen.