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BMBF-Wissenschaftsjahr zum Thema Bioökokonomie

Nachhaltiges Unternehmertum: Was ist wichtig?

Jährlich benennt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Konzepts „Wissenschaftsjahr“ ein Thema, um fächerübergreifend und zukunftsorientiert Debatten anzuregen, Fragen zu beantworten, zu diskutieren sowie den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit erlebbar zu machen. 2018 war das Fokusthema „Arbeitswelten der Zukunft“, 2019 die „Künstliche Intelligenz“. Am 1. Januar 2020 hat das Wissenschaftsjahr zum Thema Bioökonomie begonnen. Das nahmen wir zum Anlass, uns mit Prof. Dr. Carsten Kruppe und Dr. Nadine Pratt zu unterhalten, die zu diesem Thema bereits zusammengearbeitet haben.

24.01.2020 | Berlin und Essen

Frau Dr. Pratt, Herr Prof. Kruppe, für 2020 hat das BMBF das Thema Bioökonomie als Fokusthema für das Wissenschaftsjahr ausgerufen. Wie kann man aus Ihrer Sicht nachhaltiges ökologisches mit ökonomischem Handeln in Einklang bringen?

Nadine Pratt: Es ist wichtig zu betonen, dass nachhaltiges Handeln nicht automatisch im Zielkonflikt zu ökonomischem Handeln steht. Trade-offs, also gegenläufige Abhängigkeiten treten oftmals dann auf, wenn bei bestehenden Business-Modellen, die rein ökonomisch aufgesetzt wurden, Nachhaltigkeitsaspekte „übergestülpt“ werden, ohne diese strategisch im Kern des Geschäftes zu verankern und auch einen Wandel im Mindset der Unternehmensbeteiligten durchzuführen.

Nachhaltige Start-ups haben hier den Vorteil, dass sie von Anfang an bei der Konzipierung des Geschäftsmodells Nachhaltigkeit mitdenken können. [...]

Pratt (2.v.l.) & Kruppe (re.) im Rahmen ihres Workshops zum Thema Bioökonomie (Foto: Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen/Lina Uebbing)