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  • 2020
  • Februar
  • Augsburger FOM Studierende lernen Soziale Arbeit in der Praxis kennen

Besuch von Suchthilfe-Einrichtungen

Augsburger FOM Studierende lernen Soziale Arbeit in der Praxis kennen

In ihren Lehrveranstaltungen haben sie sich mit sozialen, medizinischen und psychologischen Grundlagen der Suchthilfe beschäftigt und gelernt, wie das Versorgungssystem für Betroffene strukturiert ist. In welcher Form Suchthilfe ganz praktisch im Alltag umgesetzt wird, erlebten Studierende des FOM Studiengangs „Soziale Arbeit“ jetzt bei drei Exkursionen in Augsburger Einrichtungen.

27.02.2020 | Augsburg

FOM Dozentin Edith Girstenbrei-Wittling kommt selbst aus der Praxis: Sie leitet die Suchtfachambulanz der Augsburger Caritas und stellte den Studierenden ihre Beratungsstelle persönlich vor. „In unserer Einrichtung geht es schwerpunktmäßig um sogenannte legale Süchte wie Alkohol-, Medikamenten- und Tabakabhängigkeit. Auch zählen hierzu die Verhaltenssüchte wie Glücksspiel, Essstörungen und exzessiver Medienkonsum. Die Auslöser für diese Süchte sind sehr individuell und vielfältig“, so die Dozentin. Wie Alkoholabhängigkeit entstehen und mit Unterstützung einer Selbsthilfegruppe bekämpft werden kann, erfuhren die Studierenden vor Ort von einer Betroffenen.

Im Marie-Juchacz-Zentrum, einem Wohnheim für chronisch geschädigte Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit, erhielten die FOM Studierenden Einblicke in den Wohn- und Lebensraum der maximal 35 Bewohnerinnen und Bewohner. Sie informierten sich über das Konzept der Einrichtung und erfuhren, wie die Bewohner dadurch zu besserer Alltagsbewältigung und damit zu einer Reintegration in die Gesellschaft befähigt werden können.

Für Menschen, die abhängig sind von Alkohol, illegalen Drogen oder Medikamenten, bietet auch Kompass City in der Augsburger Innenstadt ein Behandlungsangebot an. Dort informierten sich die Studierenden über verschiedene Arten der Abhängigkeit und lernten Konzept und Arbeitsweise der Einrichtung sowie die Unterschiede von ambulanter und stationärer Rehabilitation kennen.

FOM Dozentin Edith Girstenbrei-Wittling: „Die gemeinsamen Besuche in den sozialen Einrichtungen haben einen nachhaltigen Eindruck auf die Studierenden gemacht. Ihre Offenheit und ihre interessierten Fragen haben mich sehr gefreut und sind ein Beleg dafür, wie wichtig der Bezug zur Praxis schon während des Studiums ist. Dadurch, dass die FOM Studierenden selbst in der Ausbildung sind oder bereits fest im Berufsleben stehen, gelingt dieser Transfer besonders gut.“

FOM Dozentin Edith Girstenbrei-Wittling brachte ihren Studierenden die Arbeit einer Suchtfachambulanz näher (Foto: FOM)