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FOM Studentin Julia Fiedler im Interview

Studienstart in Corona-Zeiten: Online-Campus statt Hörsaal

Julia Fiedler hatte sich lange auf ihr erstes Semester gefreut: Neue Leute kennenlernen, spannende Themen diskutieren, sich in Lerngruppen treffen. Anfang März ist sie in ihr Bachelor-Studium „Soziale Arbeit“ an der FOM in Dortmund gestartet – dann kam alles anders, als geplant. Denn statt gemeinsam mit ihren Kommilitonen im Hörsaal zu sitzen, studiert die 27-Jährige vorübergehend online. Wie sie ihr noch frisches Studium in Corona-Zeiten erlebt, erzählt die Dortmunder Studentin im Interview.

15.04.2020 | Dortmund

Frau Fiedler, damit das Studium trotz Corona weitergehen kann, haben alle FOM Hochschulzentren den Präsenzunterricht vorerst durch digitale Lehr- und Lernangebote ersetzt. Dennoch: Den Start in ihr Bachelor-Studium haben Sie sich sicherlich anders vorgestellt…

Ja, auf jeden Fall. Schließlich habe ich mich ganz bewusst für ein Präsenzstudium entschieden. Allerdings hatten wir insofern Glück, dass das Semester schon am 1. März losging – so konnte ich noch ein paar Vorlesungen vor Ort im Hochschulzentrum besuchen und erste Kontakte mit meinen Kommilitonen knüpfen. Auch die traditionelle Semestereröffnung, bei der wir offiziell vom Dortmunder FOM Hochschulteam begrüßt wurden, durfte ich noch „mitnehmen“. Dass das Studium aktuell ausschließlich online weitergehen kann, ist natürlich schade – die Präsenzvorlesungen haben richtig Spaß gemacht und man hat sich langsam in der Gruppe kennengelernt. Ich war also gerade dabei, im Studium anzukommen, jetzt muss ich mich wieder auf eine völlig neue Situation einlassen. Hinzu kommt natürlich, dass man als „Ersti“ den Lernumfang noch nicht so gut einschätzen kann und sich entsprechend fragt, ob man auch wirklich genug Zeit ins Selbststudium investiert. 

Wie kann man sich die aktuelle Studiensituation denn genau vorstellen?

Wir haben regelmäßig Kontakt zu den Dozenten, die uns über den Online-Campus mit Aufgaben und digitalen Lehr- und Lernpaketen in verschiedenen Medienformaten versorgen. Wir Studierenden sind über eine WhatsApp-Gruppe miteinander vernetzt und tauschen uns dort über den aktuellen Stoff und Aufgaben aus. Unsere geplanten Lerngruppen müssen natürlich gerade ausfallen, aber je nachdem, wie es die nächsten Wochen weitergeht, kann ich mir auch sehr gut Lernsessions per Videokonferenz vorstellen. Insgesamt kann ich sagen: Das digitale Studium ist eine Herausforderung, aber es funktioniert bisher gut – wenn auch nicht völlig ohne Komplikationen, doch daran arbeitet die FOM. Das Präsenzstudium lebt zudem von einer intensiven Diskussionskultur in den Vorlesungen, das fehlt natürlich gerade. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf, wieder gemeinsam mit meinen Mitstudierenden im Hörsaal zu sitzen!

FOM Studentin Julia Fiedler
Julia Fiedler studiert im ersten Semester „Soziale Arbeit“ an der FOM in Dortmund. (Foto: privat)

Und wie sieht es mit geplanten Prüfungen aus?

Jetzt im ersten Semester stehen bei uns in zwei Modulen Seminararbeiten an – ein wenig aufgeregt bin ich natürlich schon, schließlich habe ich noch keinerlei Erfahrung im wissenschaftlichen Arbeiten und meinen Kommilitonen geht es genauso. Doch bei dieser Prüfungsform ändert sich trotz der aktuellen Situation nicht viel – wir würden die Arbeiten ja sowieso zuhause schreiben. Und die Dozenten bemühen sich total, uns die Nervosität zu nehmen. Es wird schon klappen!