• FOM
  • 2020
  • April
  • Lernortverschiebung: Frankfurter Lehrende setzen auf interaktive Zoom-Vorlesungen

Lernortverschiebung wegen Covid-19 auch in Frankfurt am Main

Lehrende setzen auf interaktive Zoom-Vorlesungen

Wie gehen Studierende und Dozierende mit dem Ausfall von Präsenzveranstaltungen um? Welche alternativen Lehr- und Lernformen bietet die FOM Hochschule für ihr berufsbegleitendes Studium in Corona-Zeiten? Und wie kommen Studierende mit den alternativen Möglichkeiten zurecht? Steffen Uffenorde, Dozent im Hochschulbereich „Gesundheit und Soziales“ an der FOM Hochschule in Frankfurt, setzt wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen bereits seit Mitte März die Videokonferenz-Software Zoom ein. Sein Fazit nach einem Monat virtuelle Lehre in der Gesundheitssoziologie-Vorlesung: „Auch wenn die Corona-Krise viele Einschränkungen mit sich gebracht hat, hat sich die Lehre schon jetzt ein Stück weiterentwickelt. Ich würde mir wünschen, dass wir für die Post-Corona-Zeit einige der kreativen Lehr- und Lernlösungen auch im Präsenzunterricht integrieren können.“

29.04.2020 | Frankfurt a. M.

Gerade ins neue Semester gestartet, änderte sich für Studierende und Lehrende der FOM Hochschule Mitte März alles: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie und zum Schutz der Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden wurden alle Präsenzveranstaltungen an den bundesweit 32 FOM Hochschulzentren bis auf Weiteres auf virtuelle Lehrveranstaltungen umgestellt. Damit alle Studierenden ihre Semesterziele erreichen können, war ad hoc eine gewaltige Änderung im Lehralltag von Nöten – die Umstellung auf virtuelle Wissensvermittlung.

Einer der Dozierenden, den die Lernortverschiebung zwei Wochen nach Start des Sommersemesters traf, ist Steffen Uffenorde. Er entschied sich dazu, seine Vorlesungen im Bachelor-Studiengang „Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik“ per Zoom abzuhalten. „Laut den sogenannten `WHO Mental Health Considerations‘ ist es sehr wichtig, dass so viel Routine wie möglich beibehalten wird. Das haben wir - meine Studierenden und ich - uns zum Leitsatz während dieser Ausnahmesituation gemacht“, so der Frankfurter Dozent. „Bei den technischen Gegebenheiten und Herausforderungen haben mich unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung herausragend unterstützt.“ Anfängliche Berührungsängste mit der Technik waren schnell vom Tisch.

„Durch die Lernortverschiebung in den virtuellen Raum werden die Vorlesungen experimenteller“, schmunzelt der Dozent. „Meine Studierenden und ich haben uns mittlerweile sehr gut arrangiert und die Vorlesungen machen einfach Spaß.“ So können in Zoom-Meetings Webcams geteilt werden, sodass jeder jeden Teilnehmenden auf seinem Bildschirm sehen kann und man im Bestfall alle Kommilitonen bzw. Studierende `zuhause‘ hat. Zudem können die Studierenden an virtuellen Whiteboards zusammenarbeiten. „Es gibt Umfrage-Funktionen, Chats und Breakout Sessions“, sagt Uffenorde begeistert. „Wenn ich eine Umfrage mit der Studierendengruppe starte, können sie mit nur einem Klick anonym Antworten mit mir teilen und ich habe die Ergebnisse sofort sichtbar und verfügbar.“

So sieht es aus, wenn sich die Studierenden und Steffen Uffenorde zur Gesundheitssoziologie-Vorlesung bei Zoom treffen (Foto: privat)

Ein paar Regeln sollten allerdings beachtet werden bei virtuellen Vorlesungen. Wenn die Kommunikation zwischen den Teilnehmern nicht stimmt, funktioniert die Vorlesung nicht. So plant Uffenorde die einzelnen Online-Vorlesungen für maximal zwei Stunden. Das hat sich im Laufe der letzten Wochen bewährt - gerade auch, weil die Vorlesungen interaktiv gestaltet und die Slides besonders viele Darstellungen enthalten. Mit seinen Studierenden hat er außerdem abgestimmt, dass die Teilnehmenden vor ihren Ausführungen kurz ihren Namen nennen, damit alle wissen wer spricht. „Auch wenn die Corona-Krise viele Einschränkungen mit sich gebracht hat – für die Lehre ist es eine neue Erfahrung, einiges hat sich virtuell ein ganzes Stück weiterentwickelt“, ist sich Steffen Uffenorde sicher. Und er fügt hinzu: „Ich würde mir wünschen, dass wir für die Post-Corona-Zeit bei den Präsenzveranstaltungen, einige dieser kreativen Lehr- und Lernlösungen integrieren können.“