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Prof. Dr. Gerald Mann zu Gast bei der 100-Jahre-Feier des DFK

„Soziale Marktwirtschaft oder Sozialstaat mit Marktwirtschaft?“

v.l.n.r: Rudi Schmatz (Vorstand DFK RG Süd), Prof. Dr. Angela Witt-Bartsch (Vorstand DFK RG Süd, FOM Hochschule), Michael Krekels (Vorstandsvorsitzender DFK), Ilse Aigner (Präsidentin des Bayerischen Landtags), Bernd Hannemann (Vorstandsvorsitzender RG Süd), Nils Schmidt (Vorstand DFK), Prof. Dr. Gerald Mann (FOM Hochschule). Quelle: DFK

Im Münchner Maximilianeum feierte der Verband für Fach- und Führungskräfte (DFK) sein 100-jähriges Bestehen. Als Redner war Prof. Dr. Gerald Mann zu Gast, der die Idee der Sozialen Marktwirtschaft von Ludwig Erhard auf die aktuelle Politik bezog.

Zunächst würdigte Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, die Rolle des DFK als Interessensvertreter und machte deutlich: „Wirtschaft ist nicht alles, doch ohne Wirtschaft ist alles nichts.“ In ihrer Rede ging sie auf wirtschaftliche Entwicklungen und Veränderungen in der politischen Landschaft ein und mahnte, man solle das Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent nicht als Rezession herunter- und damit eine solche herbeireden.

Prof. Dr. Gerald Mann von der FOM Hochschule in München beleuchtete das Thema „Ludwig Erhards Soziale Marktwirtschaft: Zukunfts- oder Auslaufmodell?“ Nach heutiger Interpretation werde die Soziale Marktwirtschaft eher als Sozialstaat mit Marktwirtschaft verstanden, so Mann. „Wohlstand für alle ist nach Erhard nur möglich, wenn der Mensch seine Eigenverantwortung behält und der Staat sich auf Ordnungspolitik beschränkt“, betonte er und mahnte: „Eigenverantwortung verschwindet dagegen, wenn Politik immer mehr Bereiche des menschlichen Lebens regelt.“

08.10.2019 | München