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Was ein junger Gründer anderen Gründern rät:

„Ohne Leidenschaft und USP geht es nicht“

Marc Klein hat seinen Traum verwirklicht. Der 28-jährige Rheinland-Pfälzer gründete nach seinem berufsbegleitenden Master-Studium „IT-Management“ an der FOM Hochschule in Stuttgart Ende 2018 mit zwei Freunden das Start-up MMK DIGITAL und berät heute große Unternehmen als IT-Architekt. Das bedeutet, er definiert IT-Infrastrukturen und auch die Prüfung der Umsetzbarkeit der Integration neuer Lösungen gehört zu seinem Aufgabenbereich. Die im Studium erworbenen Fähigkeiten, sowohl was informationstechnologische als auch betriebswirtschaftliche Fragen betrifft, qualifizieren ihn für das Agieren auf Managementebene. Seine Erfahrungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit gibt er an andere Gründer weiter.

02.12.2019 | Stuttgart

In nur einem Jahr ist es der MMK DIGITAL GmbH gelungen, sich am Markt zu etablieren. Doch dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Für Marc Klein, einen der drei Gründer, steht fest, dass der Schritt zum eigenen Unternehmen wohl überlegt sein muss. „Für die Gründung gibt es klare Regeln. Wenn man diese konsequent befolgt, ist das ein wichtiges Fundament für den Erfolg.“ Wird der Junggründer heute nach Tipps gefragt, fasst er seine Erfahrungen in insgesamt vier zentralen Punkten zusammen.

1. Unique Selling Point
„Die erste und wichtigste Fragestellung: Was können wir? Vielleicht sogar besser als andere? Was ist unser Alleinstellungsmerkmal, unser USP?“ Wer diese Frage beantworten kann, sieht sich mit den konkreten Anforderungen der Gründung konfrontiert, so Marc Klein.

2. Schlanke Planung
„Man muss die Planung skalierbar halten, das ist für mich Grundsatz Nummer zwei“, so der IT-Experte. „Das Modell muss für den Gründer ebenso funktionieren wie für ein später wachsendes Unternehmen mit mehreren Angestellten.“ Die Konsequenz: Konzentration auf das Kerngeschäft. Und von Beginn an auf Partner setzen, um Leistungen, die nicht in der eigenen Kernkompetenz liegen, outzusourcen und sich selbst auf das Wesentliche zu konzentrieren.

3. Flexibilität
Der dritte elementare Eckpfeiler für den Junggründer: agile Frameworks. „Es ist wichtig, sich flexibel aufzustellen, in vielen kleinen Schritten vorwärts zu gehen und diese Schritte ständig zu überdenken“, betont der Gründer.

4. Leidenschaft
Und schließlich gibt es für Marc Klein eine vierte Anforderung, ohne die der Schritt als Startup-Unternehmer keinen Sinn ergibt: Leidenschaft. „Man muss von seiner Idee überzeugt und begeistert sein und für sie brennen. Wie soll man andere denn sonst überzeugen?“

FOM Stuttgart Marc Klein MMKDIGITAL
FOM Absolvent Marc Klein (Foto: ©Fotofabrikstuttgart)

Mit Leidenschaft bei der Sache sein, das bedeutete bei den Gründern von MMK DIGITAL auch, sich viel Zeit zu lassen, denn sie wollten jedes unnötige Risiko ausschließen. Klein: „Wir haben unsere Ziele definiert, klare Szenarien ausgemalt. Und auch Grenzen definiert, um Verluste zu vermeiden, falls die Sache nicht so laufen sollte wie gewünscht. Ich würde es jederzeit wieder so aufsetzen – und kann nur jedem Gründer raten, ebenso vorzugehen.“