• FOM
  • 2019
  • November
  • Nürnberg: Nachhaltigkeit spielt beim Weihnachtseinkauf kaum eine Rolle

FOM Weihnachtsumfrage 2019

Nachhaltigkeit spielt beim Weihnachtseinkauf in Nürnberg kaum eine Rolle

Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielen beim Geschenkekauf vor Weihnachten nur eine untergeordnete Rolle. Überraschend: Auch die jüngeren Generationen legen offenbar wenig Wert auf einen umwelt- und ressourcenschonenden Weihnachtseinkauf. Das ergab eine Umfrage der FOM Hochschule für Oekonomie & Management unter bundesweit rund 62.000 Frauen und Männern zwischen 12 und 99 Jahren – im Raum Nürnberg wurden 870 Menschen dazu befragt.

Unter dem Oberbegriff „Nachhaltigkeit“ hatten die Forscher die Bedeutung von umweltfreundlichen Materialien (z.B. Holz statt Plastik), die Verwendung gesundheitsschonender Lacke und Farben, Ökosiegel, biologische Herstellung und die Recyclingfähigkeit von Produkten zusammengefasst. Auf die Frage, ob diese Kriterien Einfluss auf den Geschenkekauf ausübten, gaben 76 Prozent der 12- bis 22-jährigen Nürnbergerinnen und Nürnberger an, dass dies für sie keine Rolle spiele. In der Generation Y (23-38 Jahre) sagten dies noch 59 Prozent, bei den 39- bis 54-Jährigen waren es immer noch 57 Prozent und in der Generation der Boomer (53-73 Jahre) 52 Prozent. Insgesamt 66 Prozent aller Nürnberger Befragten zwischen 12 und 99 Jahren gaben an, ihre Geschenke wie gewohnt mit Geschenkpapier zu verpacken.

20.11.2019 | Nürnberg

Was verschenken die Menschen in Nürnberg und wieviel geben sie aus?

Die Hitliste der Geschenke ist 2019 im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant. Mindestens 52 Prozent der Nürnberger verschenken an Heiligabend Gutscheine, 48 Prozent legen Kosmetikartikel unter den Baum, 43 Prozent verschenken Spielwaren. Für kulturelle Veranstaltungen entscheiden sich 42 Prozent, 40 Prozent überreichen Bücher und 39 Prozent verschenken Uhren und Schmuck. Insgesamt beabsichtigen die Menschen in Nürnberg und Umgebung, im Schnitt 446 Euro für Weihnachtsgeschenke auszugeben – 29 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt –, wobei die Männer mit rund 459 Euro etwas spendabler sind als die Frauen (431 Euro).

Weihnachtseinkauf im Netz

Persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten sind die wichtigsten Informationsquellen für den Geschenkekauf (64 %), noch deutlich vor Social Media (24 %). Das World Wide Web ist als Kaufplattform aber weiterhin angesagt: In der Gruppe der 23- bis 38-jährigen Münchnerinnen und Münchner gaben 86 Prozent an, Bestellungen im Internet zu tätigen. 65 Prozent von ihnen kaufen Geschenke aber auch noch im Einkaufszentrum in der Stadt.

Ältere Generation lässt sich Zeit

Der Generationenvergleich zeigt auch Unterschiede bei der Frage, zu welchem Zeitpunkt Weihnachtsgeschenke gekauft werden. Hier lässt sich das Ergebnis klar auf die Formel bringen: Je jünger, desto kurzfristiger vor Weihnachten wird eingekauft, und je älter, desto mehr Zeit für Auswahl und Kauf lassen sich die Befragten. Fast die Hälfte der Befragten aus der Generation Z gehen erst in der Woche vor dem Fest auf Shoppingtour, während die älteren Schenkenden ihre Präsente deutlich früher beisammen haben.

FOM Weihnachtsumfrage 2019 ifes Institut
Für 76 Prozent der 12- bis 22-jährigen Nürnberger spielt Nachhaltigkeit beim Kauf der Weihnachtsgeschenke keine Rolle (Foto: GettyImages/ASIFE)

Zur Studie

Die FOM Weihnachtsumfrage ist eine der größten Umfragen dieser Art in Deutschland. Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie und Statistik der FOM Hochschule beteiligten sich rund 30 Professorinnen und Professoren an der Untersuchung. Rund 5.600 Studierende befragten im Herbst 2019 in Face-to-face-Interviews mit standardisierten Fragebögen bundesweit rund 62.000 Frauen und Männer im Alter von 12 bis 99 Jahren, quotiert nach Geschlecht und Alter, darunter 870 in Nürnberg und Umgebung.

Viele weitere Ergebnisse der Befragung sowie die komplette Studie finden Sie unter http://fom.de/weihnachtsbefragung2019 zum Download.