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Jana Küffner war eine der ersten Studierenden an der FOM Hochschule in Bremen

„Würde es genau so wieder machen“

2009 eröffnete das Bremer Hochschulzentrum der FOM Hochschule. Rund 50 Erstsemester starteten damals in das Abenteuer „Berufsbegleitendes Studium“. Eine von ihnen: Jana Küffner. Noch während ihrer Ausbildung entschied sich die heute 31-Jährige, Business Administration (B.A.) zu studieren. Mittlerweile arbeitet sie in der Unternehmenskommunikation des Bremer Abwasserunternehmens hanseWasser. Im Interview blickt die Osterholz-Scharmbeckerin auf die spannende Zeit an der FOM Hochschule zurück.

22.11.2019 | Bremen

Wie war es für Sie, zu den ersten Studierenden am Bremer Standort der FOM Hochschule zu gehören?

Mir war das damals gar nicht so bewusst, eine der Ersten zu sein. In meiner Studienzeit fanden die Seminare bis zum Umzug in den Technologiepark noch in den Räumlichkeiten der Hochschule Bremen statt. Ich war einfach total froh, eine Möglichkeit gefunden zu haben, recht unkompliziert neben dem Beruf zu studieren – und zwar mit Präsenzvorlesungen und nicht über eine Fernuniversität.

Was hat Sie dazu motiviert, ein berufsbegleitendes Studium aufzunehmen?

Für mich stellte ein wirtschaftswissenschaftliches Studium die perfekte Ergänzung zu meiner kaufmännischen Ausbildung dar. Ich hätte gern von Anfang an ein Duales Studium aufgenommen, damals wurde das aber noch nicht so häufig angeboten. Also habe ich das selbst in die Hand genommen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt gute Übernahmechancen und diese wollte ich auf jeden Fall wahrnehmen. Deshalb war das berufsbegleitende Studieren abends und am Wochenende ideal. Auch die Verbindung aus Theorie im Studium und Praxiserfahrung im Berufsalltag hat mir sehr weitergeholfen. Gerade in Vorstellungsgesprächen war es ein gutes Argument, dass ich beides mitbringe – ich habe darauf viele positive Reaktionen erhalten. 

Ihr Studienabschluss an der FOM in Bremen ist nun schon einige Jahre her. Was hat Ihnen rückblickend besonders gut am Studium gefallen?

Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis hat mir sehr zugesagt, vor allem durch die Lehrenden, die häufig aus der Praxis kommen. Der Zusammenhalt der Studierenden untereinander war auch immer sehr gut – immerhin ist man ja „Leidensgenosse“ und sitzt am Wochenende gemeinsam in der Vorlesung. Durch die Zusammenarbeit und Lerngruppen habe ich Freundschaften aufgebaut, die teilweise bis heute halten.

Nutzen Sie das Wissen aus dem Studium auch heute noch im Arbeitsalltag?

Viele Inhalte des Bachelor-Studiums helfen mir nach wie vor, beispielsweise aus dem Arbeitsrecht oder Projektmanagement. Bei meiner aktuellen Tätigkeit bei hanseWasser habe ich sogar einen direkten Bezug zu meiner Bachelorarbeit: Ich habe damals über die Organisation von Employer Branding im Unternehmen geschrieben und als Ergebnis eine Schnittstelle zwischen Human Resources und Unternehmenskommunikation erarbeitet – heute agiere ich selbst als diese Schnittstelle.

FOM Absolventin Jana Küffner
Jana Küffner hat an der FOM in Bremen „Business Administration“ (B.A.) studiert. (Foto: privat)

Welche Tipps geben Sie anderen, die über ein berufsbegleitendes Studium nachdenken?

Ein berufsbegleitendes Studium erfordert viel Zeit und Engagement. Das sollte einem auf jeden Fall bewusst sein. Natürlich stellt man sich zwischendurch auch mal die Frage, wozu das Ganze. Aber Durchhalten lohnt sich! Die größte Herausforderung ist das Zeitmanagement. Privatleben, Arbeit und Studium unter einen Hut zu bekommen ist manchmal nicht einfach, aber definitiv möglich. Von Vorteil ist es, seinen Arbeitgeber rechtzeitig zu informieren und so gegebenenfalls eine Regelung für flexiblere Arbeitszeiten zu vereinbaren. Gerade in der Prüfungsvorbereitung hilft das enorm und nimmt etwas Druck. 

Was würden Sie rückblickend anders machen?

Nichts – ich würde es genau so wieder machen.