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FOM Frauen-Forum in Hamburg

„Auch wir Jüngeren können im Unternehmen ganz viel erreichen!“

02.12.2019 | Hamburg

Mutig sein und Risiken eingehen statt abwarten: Empowerment war das zentrale Stichwort des Impulsvortrags von Elena Kochler zum FOM Frauen-Forum 2019, das die FOM Hochschule in Hamburg zum siebten Mal in Kooperation mit dem Frauennetzwerk Nord der Deutschen Telekom auf die Beine gestellt hat. Im Fokus des Abends stand das Leitthema „Neue Führungskultur – neue Chancen?!“ 

In ihrem Vortrag „Sorry, niemand wird das Unternehmen für uns ändern“ plädierte Elena Kochler – mit 23 Jahren eine der jüngsten Führungskräfte bei T-Systems International – dafür, sich beherzt für das einzusetzen, was einem im Job wirklich wichtig ist: „Wie wollen wir eigentlich arbeiten? Was funktioniert noch nicht? Auch wir Jüngeren können ganz viel erreichen und verändern, wenn wir mit Gleichgesinnten loslegen. Was kann uns dabei schon passieren in dem Arbeitnehmermarkt, den wir derzeit haben?“ Unter den 120 Teilnehmerinnen – darunter Studentinnen ebenso wie Frauen, die seit Jahrzehnten im Job sind – löste der frische Blick auf Karriere und Veränderung lebhafte Diskussionen und Nachfragen aus. Ebenfalls ein Thema: Die Biografie von Elena Kochler – etwa ihre sieben Monate lange Auszeit, eine Segelexpedition von Kapstadt nach Nordamerika und damit verbunden, einfach mal offline zu sein. Den digitalen Entzug hat sie als wertvoll erlebt: „Wir suchen in jeder Minute nach irgendeiner Information. Es hat drei Monate gedauert, bis ich in der Lage dazu war, einfach nur aufs Wasser zu gucken.“

Für eine inspirierende Atmosphäre sorgten auch die fünf Workshops, in denen die Teilnehmerinnen neue Impulse für das eigene Denken und Handeln erhielten:

„Design Thinking. Was ist das eigentlich? Ein neuer Trend?“: In Zweier-Gruppen den idealen Schlüsselanhänger für die andere entwickeln – mit dieser originellen Aufgabe brachte Beate Kahl von T-Systems International ihren Teilnehmerinnen die Methode „Design Thinking“ näher. Die selbst gebauten Prototypen stellten die Frauen im sogenannten „Elevator Pitch“ vor und diskutierten später die Herausforderungen dieses Ansatzes.

„Werde ein Querdenker!“: Was bunte Hüte mit neuen Ideen zu tun haben können, erlebten die Teilnehmerinnen bei Tessa Maria Wohlers von T-Systems International. Im Mittelpunkt standen das laterale Denken, bei dem beide Gehirnhälften aktiviert werden. Die Gruppe bekam einen Einblick in verschiedene Methoden und probierte die „Sechs-Denkhüte-Methode“ aus, bei der jeder Hut für eine andere Perspektive auf eine Fragestellung steht, auf die sich alle gemeinsam konzentrieren.

Hamburg FOM Frauen-Forum
Beim FOM Frauen-Forum in Hamburg drehte sich alles um das Thema „Neue Führungskultur – neue Chancen?!“. (Foto: shironosov / iStock)

„Scrum – how does it feel?“: Ihre Premiere als Programmiererin erlebten die Teilnehmerinnen bei Heike Söll von der Deutschen Telekom. Unter ihrer Anleitung und der ihrer Kollegen Claudie Merle und Andreas Bigansky erprobte die Gruppe alle Phasen der agilen Methode Scrum“ an einem Fallbespiel. Selbstorganisiert suchten die Frauen nach einer Lösung für die Anforderung, dass Fußgänger eine vielbefahrene Straße sicher und schnell überqueren können. Die Gruppe entschied sich für eine Anforderungsampel und programmierte als Simulation für deren Funktionen einen Calliope mini-Computer.

„Mindful Leadership – Führung und Zusammenarbeit neu gestalten“: Wie können Achtsamkeit und Ansätze aus der Systemik und dem agilen Arbeiten die Zusammenarbeit verbessern? Bei Sandra Brauer, Beraterin und Stolperstein-Trainerin, starteten die Teilnehmerinnen mit einer Mini-Meditation, reflektierten ihr Führungs- und Kooperationsverhalten und erprobten systemische Kommunikation. Im Fokus stand die Übernahme von Verantwortung jedes und jeder Einzelnen.

„Punkten in 100 Millisekunden – Steuern Sie Ihre Wirkungskompetenz“: Im Workshop von Trainerin und Kommunikationsberaterin Imme Vogelsang erkundeten die Teilnehmerinnen in interaktiven Übungen die Macht des ersten Eindrucks. Am Modell eines „Motivkompasses“ erfuhren sie zudem, wie sie in unterschiedlichen Positionen und Jobumfeldern mit Kleidern und Farben die Ausstrahlung erreichen, die ihnen wichtig ist.