• FOM
  • 2019
  • März
  • Premiere: 1. FOM Frauen-Forum in Hagen

Alles nach Plan? Persönliche Karriereziele finden und erreichen

Premiere: 1. FOM Frauen-Forum in Hagen

11.03.2019 | Hagen

Passend zum Weltfrauentag versammelten sich in Hagen zum ersten Mal 30 Teilnehmerinnen zum FOM Frauen-Forum, um in Workshops, Vorträgen und Diskussionen Impulse zu aktuellen Themen zu erhalten. Sie knüpften Kontakte, tauschten sich über Ideen und Ziele aus – Gibt es spezielle Strategien, die Frauen verfolgen? Wie können sie sich gegenseitig unterstützen? Und warum sind Frauen in den obersten Führungsetagen immer noch nicht so stark vertreten wie Männer?

Können, Wollen & Dürfen

Drei Referentinnen sprachen in ihren Vorträgen über Führung, Herausforderungen und Herangehensweisen. Frauen seien heute in allen Branchen erfolgreich tätig – definieren selbst, was ihren Karriereweg erfolgreich macht. Doch: Mit jeder Sprosse auf der Karriereleiter würde der Frauenanteil geringer. Professor Dr. Hannah Möltner sprach vom Können, Wollen und Dürfen: „Studien zeigen, dass Frauen und Männer mit den gleichen Karriereambitionen ins Berufsleben starten. Nach einigen Jahren im Beruf sind diese Ambitionen, das Wollen, bei den Frauen allerdings deutlich geschrumpft. Bei den Männern jedoch nicht.“ Das habe auch mit dem Dürfen zu tun – also der Frage, welche Rahmenbedingungen der Organisationen und Unternehmen, die Ambitionen zerstören. Das könnten z.B. fehlende Vorbilder oder verdeckte Diskriminierung sein. „Wollen und Dürfen sind miteinander verschränkt und bieten somit auch Ansatzpunkte den Status Quo zu verändern“, so die FOM Professorin für Wirtschaftspsychologie.

Männer trauen sich mehr zu

Am Beispiel ihres eigenen Karrierewegs stellte Referentin Carolin Paulus Erfahrungen und Strategien vor. Sie ist Geschäftsführerin der Demag Cranes & Components GmbH meint heute: „Mut zu neuem Selbstvertrauen und Mentoren haben mir auf meinem Weg am meisten geholfen“. Frauen würden sich oft erst auf eine Stellenausschreibung bewerben, wenn Sie 90% von dem abdecken, was beruflich von ihnen gefordert werde. Männer hingegen würden sich bewerben, wenn sie 50% der Anforderungen, die an sie gestellt werden, abdecken. „Frauen sind oft der Auffassung, dass sie sich erst fortbilden müssen, bevor sie den nächsten Schritt gehen können“, so die Geschäftsführerin.

Familie & Beruf

Führungskräfte-Coach Antje Krampe erfragte in einer Theorie-Praxis-Reflexion die größten Herausforderungen der Teilnehmer – anschließend wurden gemeinsam potenzielle Lösungswege gefunden. Eine wichtige Herausforderung lag im Bereich der Ziele: Was sind meine strategischen Ziele und wie soll langfristig meine berufliche Ausrichtung sein? Ein weiteres wichtiges Thema: Familie und Beruf. Welche Möglichkeiten gibt es, um die klassische Rollenverteilung zu verändern?  Eine Teilnehmerin berichtete, dass sie in der Elternzeit gefragt wurde, ob sie eine Abteilung leiten wolle. Hierbei waren die Bedenken und Widerstände im privaten Bereich größer als im beruflichen Umfeld. Das Unternehmen hatte alle notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen – inklusive Homeoffice.

Die Veranstaltung war gut besucht (Foto: FOM/Schulte)
V.l.n.r.: Studienberater Patrick Schäfer, die Referentinnen Antje Krampe, Dr. Hannah Möltner, Wissenschaftliche Gesamtstudienleitung Prof. Dr. Cathrin Stammen-Hegener, Carolin Paulus, Geschäftsleiterin Nicole Grzyszczok und Studienberaterin Sabine Krämer (Foto: FOM/Schulte)
Die Teilnehmerinnen hatten Zeit zu netzwerken und sich auszutauschen (Foto: FOM)
Referentin Prof. Dr. Hannah Möltner ist Professorin für Wirtschaftspsychologie an der FOM in Essen, sprach vom Können, Wollen und Dürfen (Foto: FOM/Schulte)
Was sind die größten Herausforderungen von Frauen? Gemeinsam wurden Lösungswege gefunden (Foto: FOM/Schulte)