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  • Weiterbildung, Arbeit und Ehrenamt: Ehrung für Berliner FOM Absolventen mit nepia e.V.

Ehrung für Berliner FOM Absolventen mit nepia e.V. im Bundeskanzleramt

Özden Kibri und Andreas Schindler verbinden Weiterbildung, Arbeit und Ehrenamt

Was machen FOM Absolventen eigentlich nach ihrem Abschluss? Özden Kibri und Andreas Schindler engagieren sich im Berliner Verein nepia e.V. - er hat ihn 2014 mit gegründet, sie ist seit Januar 2019 im Vorstand. An vier Schulen in Berlin-Neukölln organisiert der Verein Bildungsangebote für Grundschulkinder von der Fußball- über die Tanz- bis hin zur Informatik-AG. Ihre Kenntnisse zu Projekt- und Finanzplanung aus dem berufsbegleitenden Studium an der FOM haben ihnen auch im Ehrenamt gute Dienste geleistet.

29.07.2019 | Berlin

Und beide sind vom Konzept des lebenslangen Lernens überzeugt, auch wenn Jugendliche in ihrem frühen Alter überhaupt erst zum Lernen angeregt werden müssen. „Der Reifegrad bei nepia e.V. ist bemerkenswert. Wir haben uns von einem ‚Projekt unter Freunden‘ zu einer gut funktionierenden Organisation entwickelt“, stellt Andreas Schindler fest.

Ehrung im Bundeskanzleramt

Das findet sogar Anerkennung auf höchster Ebene. Zuletzt waren Vertreter des Vereins zu Gast im Bundeskanzleramt. Dort ehrte die Bundeskanzlerin Angela Merkel 25 soziale Initiativen im Rahmen des 15. bundesweiten „startsocial“ Wettbewerbs. Der Verein nepia hatte sich dafür beworben und im Herbst 2018 ein viermonatiges Beratungsstipendium erhalten. Zusammen mit zwei externen Coaches erarbeitete das nepia-Team das Projekt „KiezVorbilder“. Hier bieten je zwei Jugendliche, begleitet von einem Erwachsenen, Kurse für Grundschüler an. Die Jugendlichen übernehmen so nicht nur Verantwortung, sondern werden selbst zu Vorbildern. Los geht es im neuen Schuljahr im Herbst 2019. Eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion bei startnext - ebenfalls Ergebnis der Beratung – sowie eine Förderung der Hertie-Stiftung im Rahmen des Deutschen Integrationspreises leisten finanzielle Starthilfe.

Verein ist Familie

Özden Kibri, die in Vollzeit im Produktmanagement für eine Bank arbeitet, steckt fast ihre gesamte Freizeit in die Arbeit für den Verein. „Ich empfinde das als sehr sinnvoll. Mir macht es Spaß und ich bin gern mit dem Team zusammen. Aktuell suchen wir neue Kooperationspartner und ich recherchiere weitere Fördermöglichkeiten.“ Allerdings kribbelt es ihr auch schon wieder in den Fingern, weiter zu studieren. „Informatik und Programmieren interessieren mich sehr. Ich würde das gerne verstehen.“

Özden Kibri Andreas Schindler nepia e.V. FOM Absolventen
Özden Kibri (l.) und Andreas Schindler (r.) vor dem Bundeskanzleramt in Berlin (Foto: FOM)

Auch für Andreas Schindler ist nepia e.V. so etwas wie Familie geworden. Schließlich hat er den Verein mit Freunden gegründet. Doch inzwischen fehlt ihm manchmal die Zeit. Denn mit einem Freund aus dem Verein gründete er im April 2019 offiziell das Startup Deep Neuron Lab, das sich aus seiner Masterarbeit über Künstliche Intelligenz und neuronale Netze im Studiengang „Finance & Accounting“ ergab. Das Startup hat aktuell seinen Sitz im Centre for Entrepreneurship – dem Inkubator der TU Berlin, genau gegenüber des FOM Hochschulzentrums.

Doch jetzt wollen beide erst einmal mit ihrem Team beim Sommerfest des Vereins ihre gemeinsamen Erfolge feiern. Und dann sehen, was sich aus der Verbindung von Arbeit, Weiterbildung und Ehrenamt weiter Gutes entwickeln lässt.