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FOM Professor Dr. Luca Rebeggiani bei WEAI-Konferenz in San Francisco

Wer sind Deutschlands Zocker?

Die Western Economic Association International (WEAI) gehört zu den ältesten und größten Ökonomen-Vereinigungen der USA. Zur diesjährigen Jahrestagung in San Francisco wurden etwa 1.300 Paper aus aller Welt zum Vortrag angenommen – darunter eines aus Bonn, von FOM Professor Dr. Luca Rebeggiani und seiner Co-Autorin Constanze Giebeler.

30.07.2019 | Bonn

Prof. Dr. Luca Rebeggiani hat mittlerweile mehr als 15 Jahre Erfahrung in der angewandten ökonomischen Forschung und der wirtschaftspolitischen Beratung. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der Analyse von sport- und glücksspielökonomischen Themen. Zuletzt präsentierte er eine seiner Arbeiten zum Profi-Fußball an der Universität Jena. Am FOM Hochschulzentrum in Bonn lehrt Rebeggiani Volkswirtschaftslehre und Statistik.

Glücksspiel in Deutschland

Die Publikation mit dem Titel „Who Loves to Gamble? Socio-Economic Factors Determining Gambling Behaviour in Germany“ präsentiert eine der ersten systematischen Schätzungen der Nachfrage nach Glücksspiel in Deutschland. Dabei wartete Prof. Dr. Rebeggiani mit durchaus überraschenden Ergebnissen auf: „Anders als in älteren Studien fanden wir heraus, dass Stadtbewohner weniger spielen als Landbewohner. Ebenso interessant ist das Ergebnis, dass Beamte und verheiratete Menschen durch eine insgesamt deutlich überdurchschnittliche Spiellust auffallen.“ Dabei gelten Staatsdiener traditionell als eher risikoscheu und verheiratete Menschen dürften sich eigentlich weniger langweilen als Singles. Oder spielen da andere Faktoren eine Rolle? Das veränderte Stadt-Land-Gefälle belege zumindest sehr gut den Wandel hin zu einem digitalisierten Glücksspielmarkt, der allen gleichermaßen zugänglich ist“, so Rebeggiani.

Die Arbeit von Prof. Dr. Luca Rebeggiani wurde bei der WEAI-Konferenz in den USA angenommen (Foto: WEAI San Francisco 2019)