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18.01.2019 | Essen

„Kommunikation von Politik in China und Deutschland“

Andere Kultur, andere Kommunikation

Der Austausch von Visitenkarten ist ein Muss, Blumen verschenken ein Tabu. In China sprechen die Menschen über das Essen, in Deutschland über das Wetter. Alles Klischees oder Realität? Kommunikation in China, gerade auch die Politikkommunikation, weist Unterschiede zur Kommunikation in Demokratien wie der EU, den USA oder Deutschland auf. Wie Politikkommunikation in China funktioniert, wohin sie sich entwickelt und welche Unterschiede es gibt, wurde bei der gemeinsamen Sonderveranstaltung der FOM Hochschule, des Konfuzius-Institut Metropole Ruhr und dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, diskutiert.

Die Sonderveranstaltung „Kommunikation von Politik in China und Deutschland“ bot eine Diskussion mit renommierten Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Forschung (Foto: FOM)

Prof. Dr. Burghard Hermeier, Rektor der FOM Hochschule, begrüßte die Teilnehmenden im FOM Hochschulzentrum Essen. Er betonte, wie wichtig Kooperationspartner in der Region seien, um „Brücken“ zu bauen: „15% aller chinesischen Studierenden in Deutschland kommen mittlerweile über die Kooperationsprogramme der FOM in die Bundesrepublik“. Susanne Löhr, Geschäftsführerin des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr betonte die Bedeutung der Kommunikation in Wirtschaft und Politik.

Prof. Dr. Burghard Hermeier, Rektor der FOM Hochschule (Foto: FOM)

In zwei Impulsvorträgen sprachen Dr. Norbert Walter-Borjans, ehemaliger NRW-Finanzminister, und Prof. Dr. Markus Taube, Direktor des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr, auch über ihre persönlichen Erfahrungen.

Dr. Walter-Borjans verglich die Politikkommunikation mit Taekwondo: „Man muss seine Energie nutzen, um denjenigen dahin zu bringen, wo man ihn haben möchte.“

Die Politikkommunikation mit China sei geprägt von einer anderen Kultur – da die Beteiligten verschiedene Blickwinkel hätten, sei die Verständigung für westliche Länder hier oft schwierig. Prof. Dr. Taube bestätigte, dass alle Menschen von unterschiedlichen Normen und Werten geprägt seien und dies in der Kommunikation mit und in China deutlich werde: „Politische Ansprachen, die sich in China an das Volk richten, dienen nicht dem Dialog, sondern der Informationsweitergabe“ – es werde nicht um die Gunst der Wähler geworben.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Prof. Dr. Andreas Oberheitmann, Wissenschaftlicher Gesamtleiter des KCBT der FOM Hochschule, konnten weitere Themen diskutiert werden – unter anderem die strategische Zielverfolgung von Kommunikation und der ständige Wandel der Politikkommunikation, etwa durch diverse Statements auf Twitter.

Nach den Impulsvorträgen folgte eine Podiumsdiskussion (Foto: FOM)