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05.02.2019 | Berlin

Frauen in der IT

FOM Absolventin Bianca Rietenbach geht als Business Analystin ihren Weg

Bianca Rietenbach Business Analystin Capgemini FOM Berlin
"Die berufliche Erfahrung wird immer wichtiger, um sich von der Masse der Studierenden abzuheben.“ (Foto: Katharina Richter)

„Wir wollen die Frauen im IT-Sektor stärken und das Mutig sein fördern“, das hat sich Bianca Rietenbach, Business Analystin für den öffentlichen Sektor bei Capgemini in Berlin, mit auf die Fahnen geschrieben. Und die FOM Absolventin des berufsbegleitenden Master-Studiengangs Sales Management weiß, wovon sie spricht.

Bianca Rietenbach ist Teil der Initiative Women@Capgemini, das sich dafür einsetzt, den Frauenanteil in den Teams zu erhöhen. Dazu gibt es interne Karriereworkshops für Frauen, Kaminabende und lokale Netzwerkveranstaltungen. Viele dieser Maßnahmen entspringen dem audit berufundfamilie, mit dem das Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben fest in seiner HR-Strategie verankert hat. Daraus entstand auch die Kooperation mit einem externen Familienservice, der bei der Suche nach einer Kinderbetreuung oder Pflege für ältere Familienangehörige unterstützt, Haushaltshilfen sucht oder Krisenintervention anbietet. Das funktioniert schon sehr gut – und reicht doch noch nicht aus. Mit der externen Recruiting-Veranstaltung „expedITion Workshop Women“ sollen in Zukunft weitere Frauen angesprochen werden, die nicht bei Capgemini arbeiten. Ziel ist die Vorstellung der vielfältigen Berufschancen innerhalb der IT-Branche, der Austausch und die Vernetzung. „Aktuell arbeiten wir noch daran, das Format weiter zu entwickeln“, meint Bianca Rietenbach.

Bianca Rietenbach hat seit ihrem Start als Business Analystin im Herbst 2017 nicht nur beim Digitalisierungsprogramm für das Land Schleswig-Holstein unterstützt, sondern auch zehn Monate für die Geschäftsführungs-Ebene verschiedener Träger der Deutschen Sozialversicherung die Digitalisierungsstrategie mit entwickelt. Zuvor war sie zwei Jahre im Vertrieb bei der IBM Deutschland GmbH tätig. Rietenbachs jetziger Arbeitgeber gibt den Gestaltungsfreiraum, den sie braucht, damit sie im Unternehmen ihren Weg gehen kann.

Bianca Rietenbach weiß, was sie will

Nach dem Abitur ging sie nach England und arbeitete knapp ein Jahr als Au-Pair. Weil es ihr so gut gefiel, beschloss sie, dort auch „International Business“ zu studieren: Innerhalb von vier Jahren machte sie den Bachelor-Doppelabschluss an der Anglia Ruskin University in Cambridge sowie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin, inklusive einem Jahr Berufspraktikum bei der IBM Deutschland GmbH. Dort bewarb sie sich mit dem Bachelor in der Tasche für eine Stelle im Vertrieb und begann gleichzeitig an der FOM in Berlin ein berufsbegleitendes Master-Studium im „Sales Management“.

„Den Master habe ich berufsbegleitend studiert, weil ich die Praxis nicht vernachlässigen wollte. Denn die berufliche Erfahrung wird immer wichtiger, um sich von der Masse der Studierenden abzuheben“, ist die IT-Beraterin überzeugt. Die FOM wählte sie, da sie so in Berlin bleiben konnte und zudem das Studienzeitmodell gut mit dem Arbeits- und Privatleben vereinbar war. „Das Wissen wird kompakt in Blöcken vermittelt. Ich habe das als konzentrierter und effektiver erlebt als ein normales Vollzeitstudium, wie ich es aus meinem Bachelor-Studium kannte. Das Studium an der FOM ist gut mit normalen Arbeitszeiten vereinbar.

Mit Disziplin zum Ziel

Mit ihrem Entschluss berufsbegleitend zu studieren, hat Bianca Rietenbach auch ihren Partner angesteckt. „Wir mussten ziemlich diszipliniert sein, um noch gemeinsam Zeit miteinander verbringen zu können. Alles war jedoch gut planbar, weil ich ein halbes Jahr im Voraus die Hochschul-Zeiten und Klausuren kannte und nur alle vierzehn Tage die Studienblöcke hatte“, erinnert sie sich. Die strapaziöse Zeit bereut sie nicht. „Ein berufsbegleitendes Studium fordert zwar ein hohes Maß an Selbstorganisation, Zeitmanagement, Durchhaltevermögen und Belastbarkeit. Aber so habe ich genau diese Skills bewiesen, sodass ich auch Capgemini von mir überzeugen konnte“, zeigt sie sich sichtlich zufrieden und angekommen.

Im Juni 2017 machte sie ihren Master-Abschluss und fing im September bei dem Beratungsunternehmen an. Eine Doktorarbeit plant sie derzeit nicht. „Das ist sehr theoretisch. Ich habe gemerkt, dass ich eher praxisorientiert bin.“ Und so freut sie sich auf die weitere Beratertätigkeit in einem Team mit starkem Zusammenhalt und hoher Hilfsbereitschaft. Diesen Weg will sie auch anderen Frauen zeigen und engagiert sich deshalb für das interne, lokale Frauennetzwerk #WomensNet bei Capgemini, bei dem sich erfahrene Kolleginnen mit jüngeren austauschen und über die persönliche Karriereentwicklung sprechen.