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Über den Quereinstieg von der Bankkauffrau zur Personalentwicklerin

FOM Studentin Aylin Klingenberg hat ihr Ziel fest im Blick

„Ich muss gestehen, ich bin ehrgeizig“, sagt Aylin Klingenberg ganz ohne Eitelkeit, „und habe aus diesem Grund meine Wirtschaftsethik-Klausur schon vorgezogen.“ Dabei studiert die 27-Jährige gerade erst im ersten Semester an der FOM Hochschule in Berlin den berufsbegleitenden Bachelor „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie“. Aktuell arbeitet sie bei einer großen deutschen Bank im Personalbereich und hat ihr Karriereziel fest im Blick: die Personalentwicklung.

30.08.2019 | Berlin

Dass ein Vorziehen der Klausuren an der FOM möglich ist, schätzt die Berlinerin sehr- mindestens so sehr wie die Möglichkeit, sich Studienleistungen anrechnen zu lassen. Neben ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau hatte Aylin Klingenberg ihren Betriebswirt an der Europäischen Wirtschaftsfachschule (EWF) absolviert und konnte so an der FOM gleich mit Modulen des dritten Semesters starten. „Die Studienberaterin hat mir einen individuellen Plan zusammengestellt und ihn mir gleich in die App eingespielt“, erinnert sie sich an ihren Start an der FOM.

Motivation ist alles

Aylin Klingenberg besucht Vorlesungen in der Woche und am Wochenende. Zudem belegt sie gleich fünf statt der üblichen drei Module im ersten Semester. „Klar, ein Präsenzstudium neben dem Beruf nimmt viel Zeit in Anspruch, aber für mich stand früh fest: ich will studieren. Meine Oma war Krankenschwester, meine Mutter ist Erzieherin. Beide haben in diesen sozialen Berufen wenig verdient und das Geld war oft knapp. Dieser Knappheit will ich entgehen.“

„Verschiedene Berufe auszuprobieren, war wichtig für mich“

Nach dem Abitur bewarb sich die junge Frau aus Berlin-Spandau für eine Ausbildung bei der Polizei. „Ich habe einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und kann gut mit Menschen umgehen. Leider wurde ich ausgemustert.“ Sie begann eine Ausbildung im Pflegebereich und merkte schnell, dass das nicht ihr Traumjob ist. Bei einer großen deutschen Bank kam sie ins Auswahlverfahren für die Ausbildung zur Bankkauffrau. Bis zum Beginn der Ausbildung musste sie sechs Monate überbrücken. In dieser Zeit arbeitete sie in der Bundesdruckerei. „Das waren alles wichtige Erfahrungen für mich. Ich kann nur jedem jungen Menschen empfehlen, verschiedene Berufe auszuprobieren. Wir leben in einer Zeit, in der man nicht mehr 40 Jahre im gleichen Beruf arbeitet.“

Aylin Klingenberg
Aylin studiert den berufsbegleitenden Bachelor „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie“. (Foto: privat)

Mit Weiterbildung die Perspektive erweitern

In ihrem Beruf als Bankkauffrau fühlte sie sich gleich wohl. Der Umgang mit Kunden gefällt ihr und sie bemerkte rasch, dass Personalthemen ihr Ding sind. Gleichzeitig fragte sie sich: Wird jemand in 15 oder 20 Jahren mit fortschreitender Digitalisierung noch einen Bankberater brauchen? Kredite und Konten können ja schon heute einfach online abgeschlossen werden. Deshalb erkundigte sie sich nach Weiterbildungsmöglichkeiten und fand den Studiengang Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie an der FOM. Mit einer Kommilitonin der EWF besuchte sie eine Informationsveranstaltung und nutzte die Möglichkeit an Probe-Vorlesungen teilzunehmen. „Ich war schnell begeistert. Das passte inhaltlich genau in mein angestrebtes Berufsbild. In der Personalentwicklung sind die Anforderungen sehr hoch und auch die Konkurrenz.“ Das schreckt die junge Frau nicht ab, denn sie weiß, was sie will. Und eilt motiviert in ihre nächste Vorlesung – einen Schritt weiter auf ihr Ziel zu.