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Start der Veranstaltungsreihe „Leadership“

Mikroexpressionen deuten: eine Schlüsselkompetenz im digitalen Zeitalter

11.04.2019 | Hamburg

Imme Vogelsang ist Coach, Imageberaterin und Trainerin für Mikroexpressionen. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Leadership“ am Hamburger FOM Hochschulzentrum hält sie am 16. April einen interaktiven Vortrag zum Thema „Ich sehe das, was du nicht sagst – das Pokerface gibt es nicht!“ Die These der Referentin: Die Fähigkeit, Gefühle des Gesprächspartners wahrzunehmen, wird für Führungskräfte immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

Mikroexpressionen sind minimale, unwillkürliche Bewegungen im Gesicht, die in den ersten Sekundenbruchteilen sichtbar werden, wenn ein Sinneseindruck das Gehirn erreicht. „Die meisten Menschen erkennen sie nicht, aber wer sie lesen kann, ist erfolgreicher – ob als Autoverkäufer, Anwalt, im Einstellungsgespräch oder bei der Reparaturannahme“, sagt die Trainerin, die seit 35 Jahren in der Kommunikationsbranche arbeitet.

Die flüchtigen Gesichtsausdrücke für universelle Emotionen wie Freude, Zorn, Angst oder Überraschung sind angeboren und in allen Kulturen gleich. Unterdrücken kann man sie nicht. Imme Vogelsang: „Das Pokerface gibt es nicht! Körpersprache ist dagegen kulturspezifisch unterschiedlich, erlernt und steuerbar.“ Im Beruf spielen Körpersprache, Image und Business-Etikette aus Sicht der Trainerin zwar weiterhin eine bedeutende Rolle. Noch entscheidender sei es heute jedoch für Führungskräfte, das Gegenüber wahrzunehmen und die eigene Emotionserkennungsfähigkeit zu schulen, gerade aufgrund der zunehmenden Digitalisierung: „Heute blicken wir in Verhandlungen mit dem Gesprächspartner gemeinsam auf eine Präsentation auf dem Tablet oder Beamer. Aber dabei sehen wir nicht, welche Gefühle sich auf dessen Gesicht spiegeln, und wir können auch nicht darauf eingehen.“ Genau dies sei für erfolgreiche Gespräche aber entscheidend.

In Imme Vogelsangs Workshops schulen die Teilnehmer mit Video- und Fotosequenzen ihre Fähigkeit, Mikroexpressionen zu erkennen, und ermitteln in Selbsttests, wie es die eigene Empathie bestellt ist. Dass die Referentin mit ihrem Thema einen Nerv trifft, zeigt auch das große Interesse an ihrem interaktiven Vortrag an der FOM. Als nächste Referentin der Vortragsreihe spricht am 20. Juni Barbara Baratie über „Wertschätzende Führung – ein echter Wettbewerbsvorteil“.

Imme Vogelsang ist die erste Referentin bei der „Leadership“-Reihe an der FOM in Hamburg (Foto: Privat).
Imme Vogelsang ist die erste Referentin bei der „Leadership“-Reihe an der FOM in Hamburg (Foto: Privat).

Veranstaltungsreihe „Leadership“:

16. April
, 17-21 Uhr, Imme Vogelsang: „Ich sehe das, was du nicht sagst – das Pokerface gibt es nicht!“

20. Juni, 18-21 Uhr, Barbara Baratie: „Wertschätzende Führung – ein echter Wettbewerbsvorteil“

18. September, 18-21 Uhr, Prof. Per Christiansen u. Prof. Andreas Borsutzky: „Führung und Recht“

Ort: FOM Hochschulzentrum Hamburg, Schäferkampsallee 16a

Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Anmeldungen bitte per E-Mail an studienberatung@fom.de oder unter der Tel.: 0800 1 95 95 95.