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30.11.2017 | Stuttgart

Stuttgarter Gespräche

„In der Pflege liegt der Jobmarkt der Zukunft“

Aufgrund der zunehmenden Alterung und der wachsenden Zahl an Pflegebedürftigen steigt der Bedarf an professionellen Dienstleistungen in der Pflege und Betreuung. Über veränderte Berufsprofile und die fortschreitende Akademisierung der Pflegebranche wurde bei den Stuttgarter Gesprächen an der FOM Hochschule in Stuttgart diskutiert.

FOM Stuttgart Pflege
V.l.n.r.: Steffen Barth, Prof. Dr. Zenobia Frosch, Günter Schneider und Gesamt-Geschäftsleiterin der FOM in Stuttgart Melanie Tondera (Foto: FOM / Wilhelm Mierendorf)

„In der Pflege liegt der Jobmarkt der Zukunft“, sagte Prof. Dr. Zenobia Frosch, FOM Dozentin für Gesundheits- und Sozialmanagement insbesondere Pflegemanagement. In ihrem Vortrag zeigte sie zahlreiche Berufsfelder für Pflegeakademiker auf und erläuterte, wo die Karrierechancen für studierte Fachkräfte liegen. „Mit dem Einsatz von akademisierten Pflegekräften und der zukünftigen Option für die akademische Ausbildung lässt sich die Versorgungsqualität verbessern und optimieren“, erklärte die Expertin. Sie führte die Studie „Nurse staffing and education and hospital mortality in nine European countries: a retrospective observational study“ an, die bewies, je höher das Qualifikationsniveau in der Pflege ist, desto geringer sind Komplikationsraten und Mortalität.

Über die Kompetenz und die gesellschaftliche Bedeutung von Pflege werde in der Öffentlichkeit jedoch kaum gesprochen, sagte Günter Schneider, Pflegedirektor Kliniken Ostalb gkAÖR. „Mir war es deshalb immer ein Anliegen, neben den Aufgaben im Krankenhaus Kontakte und Netzwerke in die Öffentlichkeit aufzubauen“, berichtete er.

Abschließend veranschaulichte Steffen Barth, seit Juli 2017 Pflegedienstleiter Klinikum Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH, aus Sicht eines FOM Studierenden, welche Vorteile und Herausforderungen die akademische Ausbildung für Fach- und Führungskräfte in der Pflege mit sich bringt. Positiv seien insbesondere breitere Entwicklungsmöglichkeiten, mehr Flexibilität bei den Einsatzgebieten, eine verbesserte Versorgung sowie eine höhere Vergütung. Auf der anderen Seite müssten auch längere Ausbildungszeiten, höhere Kosten sowie mögliche Konflikte innerhalb des Teams bedacht werden.