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22.11.2017 | Stuttgart

Konferenz im FOM Hochschulzentrum Stuttgart

Roadmaps als zentraler Bestandteil der Strategieentwicklung

Bei der zweiten gemeinsamen Konferenz des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation und des KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement der FOM Hochschule diskutierten Experten darüber, wie die Roadmap zu einem noch besseren Instrument des Technologie- und Innovationsmanagement werden kann.

Die digitale „Straßenkarte“ kommt bei vielen Firmen zum Einsatz, um die Vielzahl an Daten und Informationen für die Unternehmensstrategie nutzbar zu machen. „Dabei werden spezifische, auf Unternehmensprozesse abgestimmte Softwareinstrumente verwendet, die auch zur Firmenkultur und der vorhandenen Software-Infrastruktur passen sollten“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Thomas Abele, Wissenschaftlicher Leiter des KCT an der FOM Hochschule bei der Vorstellung der Roadmapping Software-Studie 2017 von TIM Consulting und des Fraunhofer IAO. Diese untersuchte die Charakteristika von 19 Software-Produkten. Auf Basis der Ergebnisse erarbeiteten die Experten ein Modell, das Unternehmen bei der Auswahl des individuell geeigneten Programms unterstützt.

„Die Roadmap ist durch die Anbindung an vor- und nachgelagerte Methoden tief in das Technologie- und Innovationsmanagement integriert“, erläuterte Dr. Rob Phaal, Principal Research Associate at University of Cambridge, was auch durch die Praxiseinblicke von den Experten der REHAU AG + Co und NXP Semiconductors noch einmal deutlich wurde. „Roadmaps sind bei NXP ein zentraler Bestandteil der Strategieentwicklung“, sagte Dr. Jeroen Kemp, Head of Strategy in Technology & Operations des Halbleiterherstellers. „Mit ihrer Hilfe können wir antizipieren, welche Produkte der Kunde in Zukunft nachfragt.“ Wie das Verfahren genutzt wird, um künftige Entwicklungen vorauszuplanen, zeigte auch Dr. Sven Schimpf, Geschäftsführer des Fraunhofer-Verbunds Innovationsforschung, anhand von Ergebnissen einer aktuellen Studie: „Eine kontinuierlich gepflegte und integrierte Roadmap bietet Unternehmen die Chance, potenziell disruptive Technologien frühzeitig zu erkennen, deren Auswirkung zu bewerten und die erfolgreiche Umsetzung langfristig zu planen.“

Dass psychologische Aspekte eine wichtige Rolle bei der Erstellung und Nutzung des Planungswerkzeugs spielen, wurde deutlich, als Prof. Dr. Winand Dittrich, Wissenschaftliche Leitung Bereich Verhaltensoekonomie des KCI KompetenzCentrums für interdisziplinäre Wirtschaftsforschung & Verhaltensoekonomie an der FOM Hochschule, über die Erfolgsfaktoren von Roadmapping berichtete. So seien die Visualisierung, eine flexible Entscheidungsfindung und -umsetzung sowie klare Zielvorgaben und die Vergegenwärtigung von Ressourcen und Fähigkeiten entscheidend.