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17.05.2017 | Stuttgart

„Das habe ich alles berufsbegleitend erreicht“

Vom Produktionsmitarbeiter zum studierten Produktionsplaner bei Marc Cain

Berufsstart und Karriere mal anders: Erst einmal für ein halbes Jahr nach Italien und dann als Produktionsmitarbeiter zu Marc Cain in Bodelshausen – Francesco Incarbone startete sein Berufsleben ohne Ausbildung. Heute ist er im selben Unternehmen bis zum Produktionsplaner in der Fertigungssteuerung aufgestiegen und hat einen Bachelor-Abschluss in Business Administration von der FOM Hochschule in der Tasche. Das alles hat er berufsbegleitend erreicht.

Porträt Incarbone Marc Cain
Francesco Incarbone, erst Produktionsmitarbeiter, dann studierter Produktionsplaner bei Marc Cain (Foto: Marc Cain)

Italien war sein Traum – deshalb wollte der gebürtige Hechinger mit italienischen Wurzeln nach der Schulzeit dort leben. Mit gerade einmal 17 Jahren zog er nach Niscemi und arbeitete in der Gastronomie. Raus aus dem kühlen Deutschland und rein in die sizilianische Sonne. „Doch mir wurde schnell klar, dass das etwas ganz anderes ist, als dort Urlaub zu machen“, berichtet Francesco Incarbone über seine Zeit in Italien. „Aber ich habe dort viele wichtige Erfahrungen gemacht, die mich für meinen weiteren Weg bestärkt haben.“ Der führte ihn zurück nach Deutschland und zunächst als Produktionsmitarbeiter zu Marc Cain, um erst einmal Geld zu verdienen und die Zeit zum Start einer Ausbildung zu überbrücken.

Doch zur Ausbildung kam es nicht: Aufgrund eines Krankheitsfalls in der Familie entschied er sich dagegen, um stattdessen mit dem soliden Einkommen in der Produktion die Familie unterstützen zu können. „Ich bereue diese Entscheidung nicht, denn ich habe andere Wege gefunden, weiterzukommen. Inzwischen war ich vom Assistenten zum Disponenten in der Fertigung-Steuerung aufgestiegen und meine Kollegen bestärkten mich darin, mich berufsbegleitend weiterzubilden“, berichtet Incarbone. So machte er parallel zum Job die Fachhochschulreife und schrieb sich dann an der FOM Hochschule für den Studiengang Business Administration ein – ebenfalls berufsbegleitend. Seinen Bachelor hat er inzwischen in der Tasche. „Da ich keine Ausbildung gemacht hatte, war mir ein Abschluss wichtig, den man für den beruflichen Werdegang vorweisen kann“, sagt er. „Natürlich braucht man viel Disziplin und Organisation, wenn man das neben der regulären Arbeitstätigkeit erreichen will. Doch ich habe immer viel Unterstützung seitens des Arbeitgebers erfahren.“

Und so viel Engagement wird belohnt. Im Laufe seines Studiums erhielt Incarbone immer mehr Verantwortung in seinem Arbeitsumfeld. Inzwischen betreut er als Produktionsplaner in der Fertigungssteuerung Lieferanten auf Deutsch, Italienisch und Englisch, verhandelt Preise und disponiert und plant Fertigungsaufträge. Incarbone: „Die Kenntnisse, die ich in meinem Studium an der FOM erworben habe, konnte ich somit direkt einsetzen – eine optimale Kombination aus Theorie und Praxis.“ Das wussten auch seine Vorgesetzten zu schätzen, als sie ihm immer neue Aufgaben übertrugen. Für die Zeit seiner Bachelor-Thesis, die sich mit dem Bereich Marketing befasste, konnte Incarbone sogar vorübergehend den Arbeitsbereich und damit die Perspektive wechseln, um auch praktisch ganz nah dran zu sein. In diesem Rahmen war er als Junior Brand Manager in der Abteilung „Bags & Shoes“ tätig und erhielt Einblicke in die Erstellung einer Kollektion sowie in die Entwicklung, Koordinierung und Platzierung von Produkten. Abschließend resümiert er: „Für mich war es genau der richtige Weg, berufsbegleitend zu studieren, und ich bin froh, dass ich diese Möglichkeiten für mich entdeckt habe. Denn die praxisorientierte Art zu lernen, passt zu mir. Sie motiviert mich und hat mir Türen für meine berufliche Zukunft geöffnet.“