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  • Juni
  • Worauf achten Personaler bei der Bewerbung? Tipps vom FOM Experten
12.06.2017 | Stuttgart

FOM Experte gibt Bewerbungstipps für den Traumjob

Worauf achten Personaler bei der Bewerbung?

FOM Stuttgart Bewerbungstipps Traumjob
Foto: istock 79556857

Egal ob Berufsstart oder nächster Schritt auf der Karriereleiter – vor dem Traumjob steht in der Regel die Bewerbung. Worauf Personaler beim Bewerbungsanschreiben achten und wie man beim Vorstellungsgespräch punktet, weiß Prof. Dr. Wolfgang Waldmann, Professor für Wirtschaftspsychologie an der FOM in Stuttgart mit langjähriger Erfahrung als Personalleiter und als Outplacement- und Karriereberater.

Wer in der Flut von Bewerbern nicht schon in der Vorauswahl aussortiert werden möchte, sollte zunächst einige formale Aspekte berücksichtigen, so Prof. Dr. Wolfgang Waldmann. Dazu gehöre zum Beispiel, dass das Anschreiben nicht über eine Seite hinausgeht und keine Rechtschreib- und Grammatikfehler enthält. „Positiv fällt auf, wenn man merkt, dass sich der Bewerber mit dem Unternehmen und der Stellenausschreibung genau auseinandergesetzt hat“, so der Experte der FOM Hochschule. „Dafür ist es unerlässlich, sich zu überlegen, warum man sich genau für diese Stelle und genau in diesem Unternehmen bewirbt – und das dann auch schriftlich auf den Punkt bringt.“ Ein weiterer Tipp: Schlüsselbegriffe der Anzeige wörtlich aufgreifen.

Was laut Prof. Dr. Waldmanns Erfahrung bei Personalern ebenfalls gut ankommt, ist eine aktive Ausdrucksweise. Konjunktive gilt es hingegen zu vermeiden. So wirkt der Schlusssatz „Ich freue mich, Ihnen meine Motivation im Vorstellungsgespräch persönlich zu beweisen“ deutlich selbstbewusster als eine Formulierung mit „Ich würde mich freuen“. „Auch ein mutiger Einstiegssatz, der überrascht und neugierig macht, kann Aufmerksamkeit wecken, ebenso wie eine auffälligere optische Gestaltung von Anschreiben oder Lebenslauf“, berichtet der Experte. Wichtig sei dabei aber immer, dass die Bewerbung zur eigenen Persönlichkeit und zum Unternehmen passt. In kreativen Branchen ist oft mehr erlaubt, während man in klassischen Bereichen eher mit konservativen Formaten punktet.

Wer es geschafft hat und zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, kann sich vorbereiten – mit Wissen über das Unternehmen, aber auch durch Trainieren der Gesprächssituation mit Freunden oder Familie. „Gerade wenn man sich nicht gerne selbst lobt, ist es schwierig, seine Stärken hervorzuheben. Leichter fällt es, diese anhand von Beispielen aufzuzeigen. Darauf kann man sich im Vorfeld vorbereiten“, erklärt Prof. Dr. Waldmann. Persönliche Fähigkeiten, die vom Stellenprofil gefordert werden, gilt es besonders zu betonen. Bei der Frage nach Schwächen können Bewerber beispielsweise auf frühere Schwächen und die persönliche Entwicklung in diesem Bereich eingehen. „Dem Personaler geht es auch darum zu verstehen, was für eine Persönlichkeit er vor sich hat, um beurteilen zu können, ob der Bewerber oder die Bewerberin ins Unternehmen und auf die ausgeschriebene Position passt“, weiß der Experte. Deshalb lautet sein grundsätzlicher Ratschlag: „In den Antworten authentisch bleiben und durch Nachfragen Interesse zeigen.“