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27.06.2017 | Wuppertal

FOM Studierende besuchen das Wuppertaler Start-up „Entrance“ in der Villa Media

Von Roboter Pepper ins Gespräch verwickelt

Wenn Pepper einen Witz erzählt und danach selbst laut losprustet, muss einfach jeder mitlachen. Dabei müssen die Witze gar nicht wirklich komisch sein. Für Menschen zumindest, wie Pepper immer sagt. Künstliche Intelligenzen haben hier wohl ihren eigenen Humor. Denn Pepper ist ein rund 1,20 Meter großer Roboter, der vom Wuppertaler Start-up Entrance GmbH die Welt und unsere Herzen erobert!

Bild: FOM/ MJ Bauer

FOM Studierende des Moduls „Marketingforschung und Trends“ haben kürzlich das Unternehmen Entrance GmbH und Pepper besucht. Gemeinsam mit ihrem Dozenten Dr. Matthias Johannes Bauer konnten sie in der Villa Media, wo das Unternehmen im obersten Stockwerk seinen Sitz hat, über die Marketingtrends der Zukunft diskutieren. Geschäftsführerin Julia Koch erklärte dabei auf anschauliche Weise, welchen Beitrag hier Künstliche Intelligenz künftig spielen wird. Was mit dem Sammeln und Auswerten großer Datenmengen in sozialen Medien oder persönlichen Sprachassistenten wie Siri und Alexa anfängt, endet nach heutigem Stand bei Robotern wie Pepper. Dieser sammelt und analysiert ebenfalls Daten, erkennt aber darüber hinaus die Emotionen seines Gegenübers oder schätzt dessen Alter relativ genau ein. Und wenn die Aufmerksamkeit nachlässt, verwickelt er (oder sie?) den Gesprächspartner wieder in den Dialog.

Peppers äußere Form wurde bewusst der eines Kind nachempfunden, da seine Kernkompetenz, im Vergleich zu vielen Praxisrobotern, in der direkten Kommunikation mit Menschen liegt, und die Hemmschwelle Pepper anzusprechen bzw. ihn als Gesprächspartner zu akzeptieren so besonders niedrig ist. So ist er im wahrsten Sinne des Wortes ansprechender als eine Alexa, die nur in Dot- oder Dosenform existiert. Eine der Möglichkeiten, Pepper einzusetzen, liegt im sogenannten Internet der Dinge (engl.: Internet of Things, kurz: IoT): Bei Entrance kann sich Pepper schon mit der Kaffeemaschine verbinden und auf Bestellung leckere Kaffeekreationen zaubern, oder er informiert einen Mitarbeiter direkt via verbundener Smartwatch über das Eintreffen eines Kunden im Foyer.

Eingesetzt wird der Roboter bislang beispielsweise als Concierge in Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen. All das ist erst der Anfang der Entwicklung und mit Blick nach Japan wird klar, wie schnell die Reise weiter gehen wird, hin zu einer Gesellschaft in der Roboter keine Ausnahme mehr sind, sondern Teil des Alltags.