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  • Pariser Klimaschutzabkommen: FOM Professor sieht Chance für US-Klimapolitik
09.06.2017 | Kassel

Pariser Klimaschutzabkommen

FOM Professor sieht Chance für US-Klimapolitik

Professor Dr. Achim Lerch (Foto: FOM)
Professor Dr. Achim Lerch (Foto: FOM)

Der jüngst von US-Präsident Donald Trump angekündigte Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen wird von vielen als große Gefahr für die internationale Klimapolitik angesehen. In einem aktuellen Beitrag in der Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht (ZfU) untersucht FOM Professor Dr. Achim Lerch von der FOM Hochschule in Kassel gemeinsam mit den Kollegen Sven Rudolph und Takeshi Kawakatsu von der Kyoto University (Japan) die Chancen, die sich aus einer Verknüpfung regionaler Kohlenstoffmärkte für die nationale wie internationale Klimapolitik ergeben.

Neben der nationalstaatlichen Ebene wird auch auf bundesstaatlicher bzw. regionaler Ebene Klimaschutzpolitik in Nordamerika betrieben, insbesondere findet das Instrument des Emissionshandels in der jüngeren Vergangenheit zunehmende Anwendung: So nutzen der Nordosten der USA, Kalifornien und Québec das Instrument des Emissionshandels bereits seit einigen Jahren, Ontario und Manitoba haben ihrerseits Systeme für die nahe Zukunft geplant und Washington State entwickelt ebenfalls ein System des „Cap-and-Trade“.

Die Autoren zeigen in ihrem Beitrag, dass Nordamerika dadurch eine historische Chance hat als ein Modell für nachhaltige Klimapolitik zu fungieren, die sich von „unten-nach-oben“ (bottom-up) entwickelt – ganz unabhängig von den klimapolitischen Rückschritten auf der nationalstaatlichen Ebene.

Lerch, A/Rudolph, S./Kawakatsu, T. (2017): Emissionshandel von unten: Die Chancen einer nachhaltigen Verknüpfung regionaler Treibhausgas-Märkte in den USA und Kanada. Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht, Heft 2/2017, S. 113 – 133.