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07.06.2017 | Kassel

Student Daniel Leeser gibt Lerntipps

Bessere Noten mit der richtigen Technik?

Wirtschaftsinformatik-Student Daniel Leeser (Fotos: Privat / Lucas Dreyer)
Wirtschaftsinformatik-Student Daniel Leeser (Fotos: Privat / Lucas Dreyer)

Wie organisiere ich mich im Studium, sodass ich das Pensum gut schaffe? Gibt es Tricks und Kniffe, um effizienter zu lernen? FOM Student Daniel Leeser stellt auf www.studenten-tipps.com und auf youtube.com/StudentenTipps Lerntechniken vor, mit denen Aufwand und Prüfungsergebnis verbessert werden sollen.

Im ersten Semester merkte der gebürtige Kasselaner relativ schnell, dass es nicht leicht ist, die Arbeit im Betrieb mit dem Lernaufwand abends und am Wochenende unter einen Hut zu bekommen. Deshalb suchte er nach einer Strategie das Lernen zu systematisieren, um dadurch effizienter zu sein: „Ich möchte die Lernzeit optimal ausschöpfen, um meine Leistung zu steigern.“ Aktuell studiert der 24-Jährige im vierten Semester des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsinformatik an der FOM Hochschule in Kassel. Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration bei Starke+Reichert – IT-Systemhaus Kassel fragte sich Daniel Leeser, wie es für ihn karrieretechnisch weitergehen kann. Da er den Job nicht aufgeben wollte, entschied er sich schließlich für ein berufsbegleitendes Studium.

Zweimal in der Woche veröffentlicht Daniel Leeser neue Studenten-Tipps (Foto: Privat / Lucas Dreyer)
Zweimal in der Woche veröffentlicht Daniel Leeser neue Studenten-Tipps (Foto: Privat / Lucas Dreyer)

Das Studium gut abzuschließen ist für ihn eine persönliche Herausforderung. Getrieben von seiner Motivation suchte er nach Lerntipps, welche er auch mit seinen Kommilitonen teilen wollte. „Angefangen hat alles mit einem klassischen Lerntagebuch. Doch ein befreundeter YouTuber brachte mich auf die Idee mit meinen Studenten-Tipps online zu gehen“, erinnert er sich. Auf seinen Online-Kanälen teilt er regelmäßig die Erfahrungen rund um das Studium mit seinen Followern und meldet sich zweimal pro Woche mit einem neuen Blogeintrag oder Video. Von der Wahl des passenden Studiengangs, über Lernstrategien, Effekte von Lerngruppen und Motivation, bis hin zum Zeitmanagement – Daniel Leeser kann zu vielen Themen Hilfestellungen geben. In seinen Veröffentlichungen ist ihm Authentizität besonders wichtig: „Ich möchte kein Klugscheißer sein, sondern ehrlich meine Erfahrungen weitergeben.“ Dabei versteht er sich als Service-Dienstleister für andere Studierende, mit ähnlichen Herausforderungen.

„Ich orientiere mich an Theorien aus dem Management, wie zum Beispiel der SMART-Methode und münze diese aufs Studium um. Genau wie im Projektmanagement kann man mit der SMART-Methode Ziele spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert formulieren und planen, denn auch das Studium ist im Prinzip ein Projekt.“ Ob seine Methoden funktionieren? Sein Notendurchschnitt liegt aktuell bei 1,4. Doch Leeser macht Erfolg nicht nur an Prüfungsergebnissen fest: „Ich möchte die Menschen motivieren sich zu verbessern, egal wo die individuelle Grenze ist. Ich schreibe auch nicht in jeder Klausur eine 1,0.“

Das Wissen aus dem Studium hilft ihm auch für seine Tätigkeit als Web-Unternehmer weiter. Vor Studenten-Tipps war der Kasseler bereits mit einem Angebot für Webdesign selbstständig. „Damals hatte ich überhaupt keinen wirtschaftlichen Background und deshalb stellte ich das Business wieder ein. Das BWL-Wissen zu Steuern, Finanzen usw. aus dem Studium helfen mir jetzt sehr weiter“, beschreibt Leeser den Theorie-Praxis-Transfer. Durch die Studieninhalte habe er auf der einen Seite nun ein besseres fachliches Verständnis für seine Tätigkeit als IT-Integrator, auf der anderen Seite auch viel praktisches Wissen und Soft Skills erlernt, die ihm für sein Business weiterhelfen.

Was er allen dualen oder berufsbegleitenden Studierenden empfiehlt? „Ich denke es ist wichtig, regelmäßig die Vorlesungen zu besuchen und sich dazu eigene Mitschriften zu machen, denn alles was ich schon mal gehört oder selbst notiert habe, kann ich später wieder besser abrufen.“ Das Präsenzkonzept der FOM Hochschule erleichtert ihm das Lernen. Dadurch, dass er an zwei Abenden in der Woche und samstags an Vorlesungen und Seminaren teilnimmt, steht er mit Dozenten und Kommilitonen im direkten Austausch und setzt sich intensiver mit den Themen auseinander. Außerdem solle man ruhig mal zwischen den Zeilen lesen, rät Leeser. „Wenn sich ein Dozent relativ lange mit einer Folie beschäftigt oder einen Begriff häufig wiederholt, könnte dies ein Hinweis auf Klausurrelevanz sein.“ Außerdem sollten Studierende generell nicht nur für Klausuren lernen, sondern auch, um das persönliche Wissen zu erweitern.

Seine Werkzeuge, wie die „Produktivitätsmatrix“, sind auch auf andere Lebensbereiche übertragbar, deshalb möchte Leeser seine Kanäle auch über das Studium hinaus weiterführen. „Egal ob Studium, Beruf oder persönliche Entwicklungen — ich möchte den Leuten Möglichkeiten aufzeigen, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und Herausforderungen nicht als Feind zu verstehen.“