18.08.2017 | Neuss

FOM Studierende aus dem Iran berichtet vom Studium in Deutschland

Weite Reise an die FOM

Sima Karami hatte eine lange Anreise hinter sich, als sie 2012 in Deutschland ankam. Denn ihre Heimat liegt im über 5.000 km entfernten Iran. Vier Jahre später, zum Wintersemester 2016, begann sie dann ihr Bachelor-Studium „Wirtschaftsingenieurwesen“ an der FOM in Neuss. Wie sie sich in Deutschland eingelebt hat und mit dem berufsbegleitenden Studium sowie der deutschen Sprache zurechtkommt, berichtet Sima Karami jetzt nach zwei Semestern an der FOM im Interview:

Sima Karami studiert seit dem Wintersemester 2016
Sima Karami studiert seit dem Wintersemester 2016 "Wirtschaftsingenieurwesen" an der FOM in Neuss. (Foto: privat)

Sie sind jetzt seit fünf Jahren in Deutschland, haben Sie sich gut eingelebt?

Ja, mittlerweile fühle ich mich in Deutschland wirklich gut angekommen. Durch das Studium und die Arbeit habe ich schnell Freunde gefunden, die mir geholfen haben, mich hier einzuleben. Durch den geregelten Tagesablauf gewöhnt man sich zudem schnell an den neuen Lebensrhythmus und die deutsche Kultur.

Sie haben bereits im Iran im ingenieurwissenschaftlich-technischen Bereich studiert. Warum haben Sie sich in Deutschland für ein Studium an der FOM entschieden?

Ich finde das Konzept der FOM spannend. Durch die Kombination von Studium und praktischer Berufserfahrung habe ich bereits wertvolle Einblicke in die deutsche Unternehmenswelt erhalten. Dass die Dozenten den theoretischen Stoff an Hand von Beispielen aus ihrer eigenen Berufserfahrung veranschaulichen, macht die Vorlesungen zudem besonders interessant. Außerdem hilft mir das Einkommen aus der Berufstätigkeit auf eigenen Beinen zu stehen und mein Leben selbstständig zu gestalten. Durch die Praxisnähe schließt das FOM Studium zudem optimal an meine Vorbildung aus dem Iran an.

Wie gestaltet sich Ihr Studienalltag?

Ich habe mich für das FOM Zeitmodell „Abend-Studium“ entschieden. Deshalb gehe ich in der Woche ganz normal arbeiten. Dort bin ich vor allen Dingen für die Büro-Organisation zuständig. Anschließend gehe ich an drei Tagen in der Woche zu den Vorlesungen an der FOM. An den vorlesungsfreien Tagen wiederhole ich bereits gelernten Stoff, arbeite an Hausarbeiten oder bereite mich auf die kommende Klausurphase vor. So bleibt das Wochenende frei, um sich von der Arbeitswoche zu erholen.

Woher kommt ihr Interesse bzw. was fasziniert Sie am Wirtschaftsingenieurwesen?

Das Wirtschaftsingenieurwesen ist eine zukunftsträchtige Branche. Denn sowohl die Wirtschaft als auch das Ingenieurwesen unterliegen dem ständigen gesellschaftlichen Wandel und Fortschritt. So verändern sich die Aufgaben und Anforderungen kontinuierlich und es wird nie langweilig. Mit einem Abschluss in diesem Studiengang hat man sehr vielfältige Jobmöglichkeiten, da man sowohl betriebswirtschaftliches als auch technisches Fachwissen mitbringt. So ist man nicht auf einen bestimmten Beruf festgelegt, sondern kann sich je nach Interesse in verschiedene Richtungen weiterentwickeln.

Sie haben sowohl im Iran als auch in Deutschland studiert. Gibt es Unterschiede zwischen dem Studium hier und dem in Ihrer Heimat?

Im Iran ist man viel auf sich alleine gestellt und muss sich Informationen zum Lehrstoff selber aus Büchern zusammenstellen. An der FOM ist die Organisation viel besser, Lerninhalte werden kompakt aufbereitet und strukturiert ausgehändigt. So kann man die Studienzeit effektiver nutzen und sich mit den wichtigen Inhalten intensiv auseinandersetzen. Eine große Unterstützung sind auch die Dozenten, die bei Fragen und Problemen immer ein offenes Ohr haben und ihr Fachwissen sowie ihre Erfahrungen mit den Studenten teilen.

Was war für Sie die größte Herausforderung im Studium?

Die größte Herausforderung war für mich die Sprache. Technische Begriffe und Fachwörter kamen in meinen Deutschkursen nicht vor. Vor Studienbeginn habe ich nur den alltäglichen Sprachgebrauch erlernt. Deshalb musste ich mich erst auf das Vokabular einstellen und neue Begriffe nach den Vorlesungen nachschlagen. Mittlerweile komme ich mit der Fachsprache aber gut zurecht.

Ein Studium neben dem Beruf ist oft stressig. Was machen Sie in Ihrer Freizeit um sich zu entspannen?

Die beste Entspannung für mich ist Sport. Ich gehe gerne ins Fitnessstudio oder spiele mit meinen Freunden Basketball. Da kann ich den Kopf ausschalten und mich körperlich richtig auspowern. Nach einer intensiven Sporteinheit fühle ich mich richtig entspannt und erholt. Der perfekte Ausgleich zum Studium und Alltagsstress.

Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?

Mein nächstes Ziel ist erst einmal der Bachelor-Abschluss. Danach möchte ich auf jeden Fall noch ein Master-Studium absolvieren. Wahrscheinlich auch an der FOM.