• FOM
  • 2017
  • August
  • Für Dortmunderist Kampf gegen Altersarmut wichtig
02.08.2017 | Dortmund

Bundestagswahl: Hochschule befragt rund 350 wahlberechtigte Frauen und Männer aus Dortmund

Für Dortmunder ist Kampf gegen Altersarmut wichtig

Ginge es nach den Dortmunderinnen und Dortmundern, stände die Bekämpfung der Altersarmut bei einer neuen Bundesregierung an erster Stelle auf der To-Do-Liste. 67,2% der Befragten nannten dieses Problem als wichtigste Aufgabe für die Politiker in Berlin. Die Erhöhung der Renten (63,5%), mehr Investitionen in Bildung (51,9%) und die konsequentere Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern (48,4%) belegten auf der Wunschliste der Wahlberechtigten ebenfalls vordere Plätze. Die Erhöhung des Mindestlohnes (34,5%), die Verbesserung des Gesundheitssystems (39,4%) und der Umweltschutz (34,2%) landeten dagegen eher im Mittelfeld der wichtigsten Themen.  

Studierende der FOM Hochschule in Dortmund befragten rund 350 Wählerinnen und Wähler aus Dortmund, quotiert nach Alter und Geschlecht gemäß der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes für 2017. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser führten sie „Face-to-Face-Interviews“ durch. Gefragt wurde, welche Themen eine neue Bundesregierung nach der Wahl im September 2017 unbedingt angehen sollte.

Unterteilung nach Einkommen und Geschlecht

Interessant sind die Ergebnisse besonders dann, wenn man betrachtet, welche Einkommensgruppen der Bevölkerung welche Themenschwerpunkte nannten. Während die Bekämpfung der Altersarmut von 80% Befragten mit einem gesamten Haushaltsnettoeinkommen unter 1500,- Euro als wichtigste Aufgabe genannt wurde, waren es bei den befragten Dortmunderinnen und Dortmundern mit einem gesamten Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 5000,- Euro „nur“ 57,1%.  Ebenso deutlich war der Unterschied beim Thema „Konsequente Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern“: rund 71,4% der Befragten mit einem HH-Netto über 5000,- nannten dies als wichtige Aufgabe. Bei den Befragten mit einem HH-Netto unter 1500,- Euro waren es nur 44%.

Noch deutlicher war der Unterschied beim Thema Umweltschutz. Bei den Geringverdienern wünschten 60% der Befragten, dass hier mehr getan werden müsste, bei den Befragten mit hohem Einkommen waren es gerade einmal 21,4%.

Dass das Thema „Bessere Förderung von Frauen“ eher ein Thema für Frauen als für Männer ist, zeigte auch die Analyse der Umfrageergebnisse nach Geschlechtern getrennt. Rund 54% der Dortmunderinnen halten das Thema Frauenförderung für dringlich, bei den Männern waren es hingegen gerade einmal 13%.