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02.08.2017 | Hamburg

Für Hamburger ist Altersarmut das Top-Thema

Bundestagswahl: Hochschule befragt 1.488 wahlberechtigte Frauen und Männer in der Hansestadt

Ginge es nach den Einwohnern Hamburgs, stände die Bekämpfung der Altersarmut bei einer neuen Bundesregierung an erster Stelle auf der To-Do-Liste. 66,1 Prozent der Befragten nannten dieses Thema als wichtigste Aufgabe für die Politiker in Berlin. Die Erhöhung der Bildungschancen für alle Bevölkerungsschichten (61 Prozent) und die Verringerung der Schere zwischen Arm und Reich (53,4 Prozent) sind für die Wahlberechtigten dringende Themen der Zukunft und belegen ebenfalls vordere Plätze. Umweltschutz (40,5 Prozent), Integration von Flüchtlingen (44 Prozent) und Verbesserung des Gesundheitssystems (41,5 Prozent) landen dagegen eher im Mittelfeld der wichtigsten Themen.

Studierende der FOM Hochschule in Hamburg befragten 1.488 Wählerinnen und Wähler aus der Region, quotiert nach Alter und Geschlecht gemäß der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes für 2017. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser führten sie „Face-to-Face-Interviews“ durch. Gefragt wurde, welche Themen eine neue Bundesregierung nach der Wahl im September 2017 unbedingt angehen sollte.

Unterteilung nach Einkommen und Geschlecht

Interessant sind die Ergebnisse insbesondere mit Blick auf die Nennung von Themenschwerpunkten nach Einkommensgruppen der Bevölkerung. Während die Bekämpfung der Altersarmut von Befragten aller Einkommensgruppen als sehr wichtig bezeichnet wird, ist der Unterschied beim Thema „Konsequente Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern“ deutlich größer: Rund 44 Prozent der befragten Hamburgerinnen und Hamburger mit einem Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 5.000,- Euro  fordern dies als wichtige Aufgabe für die neue Regierung. Bei den Befragten mit einem HH-Netto unter 1.500,- Euro waren es nur 33,3 Prozent.

Ebenso deutlich, wenn auch weniger überraschend ist die Forderung nach einer Erhöhung der Renten. Bei den Geringverdienern wünschen dies rund 48,7 Prozent, bei den Befragten mit hohem Einkommen waren es gerade einmal 35,8 Prozent.

Dass Altersarmut eher ein Thema für Frauen als für Männer ist, zeigt auch die Analyse der Umfrageergebnisse nach Geschlecht. Rund 69 Prozent der befragten Hamburgerinnen halten die Bekämpfung der Altersarmut für dringlich, bei den Männern waren es „nur“ 62,4 Prozent.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie erhalten Sie gerne auf Anfrage.