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28.04.2015 | Leipzig

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Studie zur Stellensuche: Empfehlung schlägt Online-Börse

Wer auf der Suche nach einer neuen Stelle ist, orientiert sich lieber an Empfehlungen als an Online-Börsen. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Jörg Klukas in seiner Studie Empfehlungsmarketing in der Personalbeschaffung. Der Professor der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre, Spezialgebiet Personalwesen, an der FOM Leipzig hat deutschlandweit 25.681 anonymisierte Fragebögen über einen Zeitraum von vier Jahren erhoben und ausgewertet. Seine Zielsetzung: die am häufigsten genutzten Personal-Marketing-Kanäle aus Sicht der Stellensuchenden zu benennen und daraus Informationen für die Personalgewinnung abzuleiten.

„In den Jahren 2010 und 2011 war die Online-Stellenbörse noch Anlaufpunkt Nummer eins, wenn es um die Suche nach passenden Angeboten ging. Die darauffolgenden Jahre zeigen allerdings eine Veränderung zugunsten der persönlichen Empfehlung“, fasst Prof. Dr. Jörg Klukas die Ergebnisse zusammen. „Das trifft vor allem auf Unternehmen zu, die – wie für Mitteldeutschland mehrheitlich zutreffend – weniger als 250 Mitarbeiter haben. Viele Bewerber sind durch Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen oder auch Social-Media-Portale auf diese Unternehmen aufmerksam geworden sind“, lautet die Einschätzung des Personalexperten.

Daraus zieht er auch Konsequenzen für seine Lehre: „An der FOM Leipzig bereiten wir die Studierenden im Personalwesen auf die veränderten Marktbedingungen vor und lehren, dass Unternehmen sich an das Suchverhalten sowie die Bedürfnisse der Arbeitssuchenden anpassen müssen und mehr in Empfehlungsmarketing investieren.“ Trotzdem sei die Bedeutung von Online-Stellenportalen nicht zu unterschätzen. „Unternehmen sollten ihr Personalmarketing auf beide Kanäle fokussieren“, empfiehlt Prof. Dr. Klukas.