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14.10.2014 | Gütersloh

Aktuelles

Vom ausbildungsbegleitenden Studium in die Projektleitung: Moritz Ettl und Florentin Schmoeckel über ihre Erfahrungen bei blicksta

Sie haben ihre Ausbildung bei der Bertelsmann SE & Co. KGaA mit dem Bachelor-Studium International Management an der FOM Hochschule in Gütersloh kombiniert und sind anschließend als Projektleiter bei blicksta eingestiegen. Dahinter verbirgt sich eine neue Online-Plattform für Jugendliche, initiiert von der Medienfabrik, die als Teil von arvato zu Bertelsmann gehört. Im Interview berichten Florentin Schmoeckel und Moritz Ettl über ihre Erfahrungen.

"Innovation of the Year 2014": Moritz Ettl (l.) und Florentin Schmoeckel sind begeistert über die Auszeichnung für blicksta.

In Ihren eigenen Worten: Was ist blicksta?

Moritz Ettl: blicksta ist eine Online-Plattform, die Jugendlichen aller Schulformen hilft, ihren individuellen Weg für die Zeit nach der Schule zu finden – egal, ob sie eine Ausbildung, ein Studium, ein duales Studium oder ein Gap Year anstreben. Die Jugendlichen finden dort alle wichtigen Informationen, erhalten Orientierungshilfe durch Interessen- und Leistungstests und haben die Möglichkeit, mit Arbeitgebern und Hochschulen in Kontakt zu treten.

Wie ist die Idee dazu entstanden und wie kam es zu dem Namen?

Florentin Schmoeckel: Gero Hesse, einer der beiden Geschäftsführer der Medienfabrik, hatte schon immer die Vision eines Universums von Netzwerken für die Themen Zukunft und Karriere: auf der einen Seite die Talente (User), auf der anderen Seite große Unternehmen und Hochschulen, die „Talent Relationship Management“ betreiben wollen, also Beziehungen zu potenziellen Auszubildenden oder Studenten aufbauen möchten. Nachdem mit careerloft ein Netzwerk für Studenten erfolgreich gestartet ist, war blicksta der notwendige nächste Schritt.

Moritz Ettl: Der Name beinhaltet die drei Elemente Einblick, Durchblick und Ausblick – und ist gleichzeitig so einfach, dass man ihn sich ohne Probleme merken kann: blicksta hilft Einblick in all das zu geben, was nach der Schule kommen kann. blicksta gibt Durchblick durch Eignungsdiagnostik (Interessen- und Leistungstests), die zusammen mit vielen anderen Informationen wie Noten, Schulform etc. eine möglichst individuelle und maßgeschneiderte Ausspielung von Inhalten wie Artikeln, Videos, Jobs, Studienangeboten, Partnerevents etc. ermöglicht. Dadurch wird die Komplexität der Entscheidung für den Weg nach der Schule reduziert. blicksta sieht also für jeden anders aus, abhängig von seinem individuellen Profil. blicksta gibt Ausblick mit konkreten Ausbildungs- und Studienangeboten, auf die man sich direkt über die Plattform bewerben kann.

Was ist Ihre Aufgabe als Projektleiter?

Florentin Schmoeckel: Die Aufgaben reichen von der Vorgabe von Strategie und Grundgedanken über die Ableitung von Maßnahmen für die Umsetzung der Strategie bis zur Motivation des Teams. Darüber hinaus bauen wir Kooperationen auf, gewinnen neue und betreuen bestehende Kunden. Ein weiterer Schwerpunkt: die Koordination der Teams – zum Beispiel IT, Marketing, Redaktion/Social Media, User-Betreuung, PR, Partnerbetreuung.

Was hat sich seit „go live“ im Juni getan?

Moritz Ettl: blicksta hat mittlerweile fast 15.000 User und mehr als eine Million Page Impressions. Zudem ist blicksta beim European Digital Communications Award 2014 als „Innovation of the Year“ ausgezeichnet worden. Auch die Rückmeldungen der Kunden sind sehr positiv: Für einige User hat sich ihr Engagement auf blicksta bereits gelohnt – sie haben Ausbildungsverträge bei einem unserer Partnerunternehmen unterschrieben, nachdem sich beide Seiten auf einem Event kennengelernt hatten. Und wir bekommen viele Anfragen von – vor allem kleinen und mittleren – Unternehmen, die auch auf blicksta aktiv sein möchten.

Wie sieht Ihre Arbeit aktuell aus?

Moritz Ettl: Wir planen aktuell die Weiterentwicklung von blicksta und bauen unsere Teams aus. Darüber hinaus stimmen wir mit unseren Kunden ab, welche Events in den kommenden Monaten stattfinden sollen, welche Goodies – kostenlose Leistungen für blicksta User – die Kunden zur Verfügung stellen und wie die Kunden generell auf blicksta mit Schülern am besten in Kontakt kommen können.

Florentin Schmoeckel: Darüber hinaus stehen mehrere größere Kooperationen an, die beim Aufbau von blicksta helfen können.

Besteht ein Bezug zum FOM Studium?

Moritz Ettl: Auf jeden Fall. Unsere Thesis beschäftigt sich mit der Skalierung von digitalen Geschäftsmodellen im Kontext der Generation Z – also der primären Zielgruppe von morgen und heute schon von blicksta. Auch die Diskussionen mit Prof. Dr. Malcolm Schauf – der Betreuer der Thesis – sind hier immer wieder spannend, da er über viel Know-how zu diesem Thema verfügt.

Wie lassen sich Studium und Projektleitung unter einen Hut bringen?

Florentin Schmoeckel: Auf der einen Seite sind natürlich eine sehr hohe Selbstdisziplin sowie eine gute Organisation und Struktur des Alltags gefragt. Zudem braucht man ein dickes Fell, um auch mal Rückschläge einstecken zu können. Und man muss sich im Klaren darüber sein, dass das Privatleben in vielen Punkten zu kurz kommt. Deshalb ist es wichtig, dass man Unterstützung aus dem Umfeld hat.

Moritz Ettl: Man sollte sich jemand Verrücktes suchen, mit dem man das gemeinsam durchzieht und mit dem man sich gegenseitig antreiben kann. Alleine packt man das nicht. Darüber hinaus sollte man sich ein Thema suchen, für das man brennt und das man jeden Tag mit Leidenschaft und Energie angehen kann.

Wie soll es nach Ihrem Studium weitergehen?

Florentin Schmoeckel: Ich werde weiterhin in der Projektleitung arbeiten – mit dem Fokus auf die strategische Produktentwicklung von blicksta.

Moritz Ettl: Ich gehe neue strategische Projekte innerhalb der Medienfabrik an und werde weiterhin sowohl für blicksta als auch für careerloft tätig sein und gemeinsam mit Gero Hesse weitere Partner und Kunden gewinnen.