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28.04.2010

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Erste Erasmus-Studentin der FOM verbrachte ein Semester in Spanien

28.04.2010 - Studieren in einem fremden Land – das wollen immer mehr junge Menschen in Deutschland. Aus der Bundesrepublik waren im Wintersemester 2009/10 insgesamt 28.000 Studierende mit dem von der EU geförderten Erasmusprogramm im Ausland. Eine davon war Lena Nagel – als erste Erasmus-Studentin der FOM Hochschule für Oekonomie & Management ging sie für ein Semester an die spanische Universidad Católica San Antonio de Murcia (UCAM), rund 80 Kilometer von Alicante entfernt. „Damit ging für mich ein Traum in Erfüllung“, sagt sie. „Das Semester in Murcia war eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.“

 

Die spanische Sprache hat es ihr von jeher angetan. Unmittelbar nach dem Abitur verbrachte Lena Nagel sechs Monate in Chile, lernte dort die Sprache von der Pike auf. Dann begann sie in Deutschland ihre Ausbildung zur Immobilienkauffrau – und schrieb sich für den berufs- bzw. ausbildungsbegleitenden Studiengang Business Administration (BWL) an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Köln ein. Kurz vor Beendigung der Ausbildung stand die 23-Jährige dann vor der Entscheidung: Sofort weiterarbeiten oder eine Auszeit nehmen?

 

Sie entschied sich für die Auszeit und bewarb sich für das Erasmus-Programm. Nach der Zusage meldete sie bei der FOM ein Urlaubssemester an und flog nach Murcia. Als einzige deutsche Erasmusstudentin belegte Lena Nagel dort Vorlesungen im Fach BWL. „In den ersten vier Wochen musste ich mich an das Wirtschafts-Spanisch und die unbekannten Vokabeln gewöhnen“, erinnert sie sich. „Bei einigen Themen konnte ich maximal ergründen, worum es im Großen und Ganzen ging. Mit Hilfe von Spanisch-Kursen habe ich dann aber schnell den Anschluss gefunden und den Rest des Semesters gut über die Bühne gebracht.“

 

Das Studium an der spanischen Privatuniversität erinnert sie stark an ihre Schulzeit. Kleine Kurse mit maximal 30 Studierenden und ein sehr enger Kontakt zu den Dozenten seien dort üblich. „Wir bekamen alles so lange erklärt, bis wir es wirklich verstanden haben. Dazu wiederholten wir beinahe täglich in einer Hausarbeit, was wir gelernt hatten. Um die ECTS-Punkte angerechnet zu kriegen, mussten wir allerdings in jedem Kurs drei Prüfungen bestehen. Trotzdem: In Deutschland muss ich deutlich mehr für mein Studium lernen, denn hier wird viel mehr Eigenleistung gefordert.“

 

Im Rahmen von Erasmus bekam die Studentin für ihren Aufenthalt in Murcia ein Stipendium in Höhe von 185 Euro pro Monat. „Meine Wohnung war deutlich teurer und auch das Leben und die Freizeitaktivitäten in Spanien sind teurer als in Deutschland. Ohne die finanzielle Unterstützung durch meine Eltern hätte das nie geklappt.“

 

Lena Nagel studiert mittlerweile im 6. Semester, konnte sich einen Großteil der in Murcia gesammelten ECTS-Punkte anrechnen lassen. Auch bei anderen Studierenden der FOM – obwohl die meisten berufstätig oder noch in der Ausbildung sind – werden Auslandssemester immer beliebter. Für 2010 haben schon mehr als 20 von ihnen ein Auslandssemester angemeldet: Neben Spanien stehen dann auch Südafrika, Frankreich, Dänemark, Italien, England, Portugal und die Türkei auf dem Plan.