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Während der Pandemie schrieb er neue Songs und ein Buch-Kapitel

„Neue Generationen müssen anders gelockt werden“

Was tun, wenn man den Bachelor-Abschluss endlich in der Tasche und wegen der Corona-Pandemie ganz viel freie Zeit zur Verfügung hat? Der Nürnberger FOM Absolvent Tom Weinhold hat diese Zeit nicht nur genossen, sondern auch genutzt: Für seine Hardcore-Metal-Band Meloco schrieb er neue Songs, für seine Professorin ein Kapitel für das Buch „Arbeit mit Sinn“ (2020, VSA Verlag Hamburg).

30.11.2020 | Nürnberg

Vier Jahre lang studierte Tom Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie, nahm zusätzlich ein Urlaubssemester, um auf Tournee nach Russland zu reisen. Auch in Slowenien, Österreich und Deutschland gaben der Sänger und seine Band Konzerte, schrieben zudem den Team-Song für die Nürnberger Ice Tigers. Ansonsten arbeitet der 31-Jährige in Vollzeit als Teamleiter im Vertrieb. „Während des Studiums musste ich also sehr genau planen, wann was zu erledigen war“, berichtet er, „aber die Flexibilität der FOM und die gute Studienorganisation haben mir extrem geholfen.“ Dadurch, dass er immer schon zu Beginn des jeweiligen Semesters wusste, wann Vorlesungstermine und Prüfungen anstanden, habe er seine Zeit gut einteilen können, so der gebürtige Nürnberger. „Auch die Betreuung durch Frau Prof. Liebrich und Herrn Prof. Kupfer während meiner Bachelor-Arbeit war sehr gut. Als ich die Thesis Anfang 2020 einreichte, fiel dennoch ganz viel Anspannung von mir ab.“

Pause in allen Bereichen

Während der Pandemie schrieb Tom nicht nur ein Buch-Kapitel, mit seinem Bandkollegen Alexander (re.) arbeitete er auch an neuen Songs (Foto: privat)

Dann kam Corona, „und ich hatte plötzlich so viel Zeit wie nie.“ Tom arbeitet für speisekarte.de – die Gastronomiebranche leidet extrem unter der Pandemie. „Auch Konzerte waren dieses Jahr nicht drin, nicht einmal regelmäßige Proben, das war schon eine große Umstellung.“ Doch im Sommer ging es dann mit der Arbeit wieder richtig los. „Noch heute stelle ich regelmäßig fest, dass ich Inhalte aus dem Studium im Job anwenden kann – sei es als Führungskraft in der Zusammenarbeit innerhalb unseres Teams oder in der Kommunikation mit Kunden. Das hilft mir ungemein.“ Auf die Musik konnte und wollte der Sänger ebenfalls nicht länger verzichten: „Als Band haben wir uns bewusst dieses Jahr eine Pause gegönnt, aber wir schreiben fleißig an neuen Songs. Und wenn sich das Leben in Deutschland wieder normalisiert, starten wir nächstes Jahr in jedem Fall auch mit der Musik wieder durch.“

Vermissen die Konzerte und das Bad in der Fan-Menge: Tom und seine Band Meloco (Foto: privat)
Der Nürnberger Tom Weinhold ist Sänger und Frontmann der Band Meloco, arbeitet als Teamleiter im Vertrieb und hat berufsbegleitend an der FOM studiert (Foto: privat)

Ergebnisse der Bachelor-Arbeit fürs Buch nutzen

Als ihn seine Professorin Dr. Anja Liebrich fragte, ob er die Ergebnisse seiner Bachelor-Thesis noch einmal für ein neues Buch aufbereiten wolle, sagte er sofort zu. „Das war eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen wollte.“ In dem Kapitel geht es darum, wie der Wunscharbeitgeber der Generation Z aussieht und welchen Stellenwert der Sinn von Arbeit für die junge Generation hat. „In der heutigen Zeit sind agile Arbeitsstrukturen und mobiles Arbeiten wichtig, vor allem für die junge Generation. Mit der zunehmenden Digitalisierung wird diese Entwicklung weitergehen. Neue Generationen müssen also auch von den Unternehmen anders gelockt werden als dies in der Vergangenheit der Fall war“, betont er. Warum sein Thema so gut in das Buch „Arbeit mit Sinn“ passt, erläutert Herausgeberin und FOM Dozentin Prof. Dr. Anja Liebrich: „Mit unserem Buch möchten meine Mitherausgebenden und ich Denkanstöße und Strategien für eine wertschätzende Unternehmenskultur liefern und Hinweise geben, wie Gesundheit und Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten auch in einer immer digitaler werdenden Arbeitswelt unterstützt, gefördert und erhalten werden können. Vor allem mit Blick auf die nachkommende Generation bieten die Ergebnisse von Herrn Weinhold diesbezüglich einen echten Mehrwert.“