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Michaela Winnekens studiert „Soziale Arbeit“ an der FOM in Wesel

41-Jährige über ihr etwas anderes „Studentenleben“

Die Lebensphilosophie von Michaela Winnekens lautet: „Wer rastet, der rostet!“ Nach ihrer Fachhochschulreife entschied sich die heute 41-Jährige für eine Ausbildung zur Erzieherin. Doch um sich weiterzuentwickeln, brauchte sie regelmäßig neuen, fachlichen Input und neue Herausforderungen. Ohne ein Studium sei es allerdings schwierig gewesen, die Karriereleiter hochzusteigen – und da kam die FOM Hochschule ins Spiel. Für sie war die FOM die einzige Hochschule mit einem passenden Konzept. Im Interview erzählt die Weseler Studentin über ihren Werdegang und ihren heutigen Alltag zwischen Familie, Beruf, Freizeit und Studium.

23.07.2020 | Wesel

Frau Winnekens, was hat Sie dazu gebracht, mit damals 39 Jahren nochmal ein Studium zu beginnen?

Für mich spielt das Alter keine Rolle. Meine Lebensphilosophie „Wer rastet, der rostet!“ sagt schon viel über mich aus.  Um meinen Wissensdurst zu stillen, brauche ich regelmäßig neue Aufgaben, denen ich mich stellen kann. Außerdem ist es ohne ein Studium sehr schwierig, Karriere zu machen – auch die Praxiserfahrung und die Fort- und Weiterbildungszertifikate sind da leider zweitrangig.

Also haben Sie sich schließlich für ein Studium an der FOM entschieden…

Richtig. Ich habe mir die verschiedensten Universitäten und Hochschulen angeschaut. Doch in den meisten Studienkonzepten stand nicht die Arbeit im Fokus, sondern das Studium – und das sagte mir überhaupt nicht zu. Die FOM, war die einzige Hochschule, die für mich das passende Konzept hatte. Ich habe Vorlesungen in der Woche abends und am Wochenende gewählt – so bin ich in meiner Arbeit weiterhin flexibel. Das war mir sehr wichtig. Ein weiterer positiver Faktor war für mich die Gemeinschaft, die sich durch das gemeinsame Studieren im kleineren Kreis entwickelt. Der fachliche Austausch mit anderen Kommilitonen ist für mich ein großer Mehrwert.

Sie sagen, Sie sind in Ihrer Arbeit weiterhin flexibel – was genau arbeiten Sie denn?

Ich bin als Fachberatung für Kindertageseinrichtungen der Stiftung Anna Stift angestellt. 1996 habe ich zunächst die Fachhochschulreife für Sozial- und Gesundheitswesen gemacht und anschließend eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert. In den Jahren darauf hab ich mich zur Sozialfachwirtin in der Abend- und Wochenendschule weitergebildet, eine weitere Ausbildung zur Qualitätsbeauftragten gemacht und eine Qualifizierungsreihe mit Zertifikat „Management von Tageseinrichtungen“. 2018 hab ich mich dann noch vor Beginn des Studiums zur insoweit erfahrenen Kinderschutzfachkraft weitergebildet. Darüber hinaus war ich in der Vergangenheit als Gruppenleitung und als Kindergartenleitung tätig.

Da haben Sie ja schon sehr viel Vorerfahrung. Würden Sie dennoch sagen, dass Sie heute in Ihrem Arbeitsalltag von den Studieninhalten profitieren?

Ja, auf jeden Fall. Meine bisherigen Erfahrungen beziehen sich überwiegend auf den Bereich Kindertageseinrichtungen. Durch die Studieninhalte bekomme ich mehr Fachwissen auch im Bereich der Jugendhilfe. Dies erleichtert mir beispielsweise das Erstellen des QM-Handbuches für die Stiftung Anna-Stift, Jugendhilfe am Niederrhein, sehr. Meine Sichtweise auf verschiedene „Bereiche der Jugendhilfe“ hat sich enorm erweitert und ist durch die Studieninhalte nochmals intensiviert worden. Und auch in meinem privaten Alltag profitiere ich natürlich von meinem besseren Zeitmanagement und meiner Prioritätensetzung.

Michaela Winnekens studiert berufsbegleitend an der FOM Hochschule in Wesel (Foto: Privat)

Wie sieht Ihr Alltag denn momentan aus?

Durch die aktuelle Situation um Corona, die uns immer noch alle etwas „in Schach hält“, findet mein Alltag überwiegend vor dem PC statt. Arbeitskreise, Besprechungen und Beratungen finden über Telefon- oder Videokonferenzen statt. An drei Tagen in der Woche finden außerdem die Online-Vorlesungen der FOM statt – mittlerweile aber auch wieder in Präsenz. Zwischenzeitlich benötige ich natürlich auch mal mehr Zeit für die Lernphasen und das Schreiben von Hausarbeiten, in dieser kurzen Zeit kommt die Familie dann mal etwas zu kurz, das ändert sich aber nach den Klausuren wieder. Meine privaten Auszeiten nutze ich dann gerne mit Freunden, beim Walken oder einfach mal beim Lesen eines guten Buches. 

Haben Sie weitere Ziele, die Sie verfolgen?

Natürlich habe ich eine Vision, an die ich mit meinen gesteckten Kleinzielen immer näherkomme. Wer weiß, was nachdem Studium auf mich wartet…

Vielen Dank für das Gespräch, liebe Frau Winnekens und weiterhin alles Gute und viel Erfolg!